Deathfeast Open Air 2026 vom 20.08. bis 22.08.2026 in Andernach – Tag 1

Der erste Tag legt schon mal ordentlich vor

Eventname: Deathfeast Open Air 2026

Bands: Signs Of The Swarm, Coffin Feeder, Fatuous Rump 笨屁肥臀, Filth, Scatology Secretation, Emasculated Vituperation 男性陰部逆向開發. Coprocephalic Mutation, Imperial Execration. Home Reared Meat, Internal Bleeding, Cerebral Incubation, Annotations Of An Autopsy, Cytotoxin, Hour Of Penance, Deadsquad, Internal Suffering, Jasad, Death Vomit, Human Mass Extermination, Kakothanasy, Suffer, Revocation, Condemned, Despondency, Gutrectomy, Brutal Sphincter, Guttural Disgorge, Molested Divinity, Phrymerial, Darkall Slaves, Sperm Of Mankind, Cutterred Flesh, Pikodeath

Ort: JUZ Andernach, Stadionstr. 88, 56626 Andernach

Datum: 20.08.2026 – 22.08.2026

Kosten: 3-Tages-Ticket: 139 € (zzgl. Gebühr) VVK, Campingticket extra

Genre: Brutal Death Metal, Grindcore, Goregrind, Old School Death Metal, Technical Death Metal, Slam Death Metal

Besucher: ca. 2000

Veranstalter: Mike Heinemann bcp-agency

Link: https://deathfeast-openair.de

Das Deathfeast Open Air – The Most Brutal Festival in Europe – kehrt auch in diesem Jahr wieder zurück und findet vom 20.08. bis 22.08.2026 statt. Drei Tage voller Jubel, Trubel und Heiterkeit stehen an. Nicht zu vergessen die tollen Death-Metal-Bands aus aller Welt, die für allerbeste Stimmung sorgen werden.

Wie gewohnt bin ich dieses Jahr wieder für Time For Metal dabei. Hier bereits ein großer Dank an Lukas, Mike und das Orga‑Team. Austragungsort des Deathfeast Open Air 2026, des Most Brutal Festivals in Europe, ist das Außengelände des JUZ in Andernach. Es vereint in drei Tagen Death Metal, Grindcore, Goregrind, Slam Death Metal und Old School Death Metal.

Impressionen Tag 1, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Tag 1 – Zwischen Redneck Death Metal und brutalem Wahnsinn

Ab nach Andernach – der Festivalstart ruft! Wie jedes Jahr heißt es: früh genug losfahren, denn am ersten Festivaltag ist die Schlange am Kassenhäuschen erfahrungsgemäß lang – schließlich werden die Eintrittskarten gegen Festivalbändchen getauscht. Und auch dieses Mal ist es nicht anders. Glücklicherweise komme ich mit meiner Akkreditierung zügig aufs Gelände.

Drinnen angekommen, beginnt erst mal das große Hallo – zahlreiche bekannte Gesichter wollen begrüßt werden. Die Stimmung ist schon jetzt sehr ausgelassen, das Infield gut gefüllt. Bereits zum Opener um 16:00 Uhr ist ordentlich was los.

Home Rared Meat – Redneck-Wahnsinn zum Festivalauftakt

Schon zum Festivalauftakt ist das Infield richtig gut gefüllt und Home Rared Meat wissen ganz genau, wie man diese Meute auf Betriebstemperatur bringt. Statt vorsichtig aufzuwärmen, gibt es direkt die volle Breitseite Redneck Death Metal. Dreckig, brutal und mit einer gehörigen Portion Selbstironie prügeln sich die Jungs aus dem Emsland durch ihr Set und sorgen damit bereits früh für die ersten Nackenprobleme vor der Bühne.

Home Rared Meat, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Die Band zelebriert ihren Redneck-Look mit einer Konsequenz, die man einfach feiern muss. Besonders die (aufgeklebten) Zahnlücken sorgen für einige Lacher, wobei der eigentliche Beweis für die Wirkung dieses Outfits anschließend direkt im Publikum zu finden ist. Denn spätestens vor der Bühne tauchen die ersten Fans ebenfalls mit stilechter Zahnlücken-Optik auf.

Musikalisch bleibt es derweil schön dreckig und kompromisslos. Die Riffs kommen mit ordentlich Druck, der Death-Metal-Anteil sorgt für die nötige Härte und das gesamte Auftreten vermittelt genau die Sorte Wahnsinn, die man sich für den Festivalauftakt des Deathfeast wünscht.

Imperial Execration – Brutal Death Metal aus London

Nach dem redneckigen Auftakt mit Home Rared Meat wird es mit Imperial Execration deutlich brutaler. Die aus London stammende Band knüppelt ihren Brutal Death Metal kompromisslos ins mittlerweile gut gefüllte Infield. Tiefe Gitarren, wuchtige Drums und ordentlich Geballer sorgen für Bewegung vor der Bühne.

Hinter dem Schlagzeug sitzt Cédric Malebolgia, der sich heute nicht nur durch seine Schlagzeugarbeit, sondern auch optisch in meine persönliche Sammlung der Drummer mit ausgestreckter Zunge einreiht. Selbst Dauergast Ronny Meinders muss sich eingestehen, dass er damit Konkurrenz hier auf dem Deathfeast hat.

Musikalisch gibt es derweil keine Gefangenen: Imperial Execration liefern einen kurzen, brutalen Abriss und treiben den Härtegrad des Festivals direkt weiter nach oben.

Imperial Execration, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Coprocephalic Mutation – Slam aus Manchester

Mit Coprocephalic Mutation steht anschließend eine weitere britische Brutal-Death-Metal-Walze auf der Bühne. Die 2017 gegründete Band aus Manchester setzt voll auf Slam/Brutal Death Metal und das hört man auch.

Tiefe Gitarren, fette Breakdowns und ordentlich Geknüppel sorgen für reichlich Bewegung vor der Bühne. Dabei bleibt die Band ihrem bewusst brutalen und teilweise völlig überdrehten Stil treu. Wer auf möglichst derben Slam steht, bekommt hier genau das geliefert. Coprocephalic Mutation halten den Härtegrad des Festivals weiterhin ordentlich hoch. Kurz gesagt: fies, brutal und genau das richtige Futter für die Slam-Fraktion.

Coprocephalic Mutation, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Emasculated Vituperation – Slam aus Taiwan

Mit Emasculated Vituperation geht es anschließend noch eine Spur tiefer in die Abgründe des Slam. Die aus Taipeh, Taiwan, stammende Band steht seit 2021 für kompromisslosen Slam/Brutal Death Metal.

Tiefe Gitarren, brutale Grooves und gutturale Vocals walzen über das Infield, während vor der Bühne ordentlich Bewegung entsteht. Gerade die Mischung aus gnadenlosen Breakdowns und den bewusst völlig überzogenen Vocals macht den Auftritt zu einer ziemlich derben Angelegenheit. Emasculated Vituperation liefern genau das, was man vom Death Feast erwartet: maximal brutal, maximal groovy und garantiert nichts für zarte Gemüter. Die Band steht dabei heute auch passend auf dem Programm, denn das Deathfeast selbst kündigte sie als „uncompromising brutality“ aus der asiatischen Underground-Szene an.

Emasculated Vituperation, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Scatology Secretation – Brutal Death Metal mit Wiedererkennungswert

Mit Scatology Secretation geht der brutale Wahnsinn nahtlos weiter. Die multinationale Band liefert kompromisslosen Brutal Death Metal und sorgt mit tiefen Gitarren, wuchtigen Drums und gutturalen Vocals für ordentlich Bewegung vor der Bühne.

Hinter dem Schlagzeug dieser internationalen Band sitzt erneut Cédric Malebolgia und damit natürlich auch wieder der Mann, der sich mit seiner ausgestreckten Zunge bereits einen festen Platz in meiner ganz persönlichen „Drummer mit Zunge“-Sammlung gesichert hat. Auch musikalisch lässt er heute nichts anbrennen und prügelt seine Felle ordentlich durch.

Scatology Secretation halten den Härtegrad weiter hoch und liefern genau das, was man von einem Deathfeast erwartet: brutal, dreckig und ohne Kompromisse.

Scatology Secretation, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Filth – Gutter Gang auf dem Death Feast

Jetzt kommt für mich eines der persönlichen Highlights des Tages: Filth aus Shelby, North Carolina. Seit 2015 verbinden die Amis brachialen Downtempo Deathcore mit Hip-Hop-Einflüssen und haben daraus ihren „Gutter Gang“-Sound entwickelt.

Und genau diese Mischung funktioniert live verdammt gut. Fette Grooves, brutale Breakdowns und die aggressive Performance von Sänger Dustin Mitchell sorgen für ordentlich Bewegung im Infield. Dazu kommt sein goldenes Mikrofon, das hervorragend zum restlichen Blingbling des Sängers passt und optisch definitiv ein Hingucker ist.

Für mich ist der Auftritt aber nicht nur musikalisch ein Höhepunkt. Nach dem Gig ergibt sich noch die Gelegenheit, mich länger mit Dustin zu unterhalten. Ein sympathischer Typ, der sich trotz der gerade absolvierten Abrissbirne Zeit für ein Gespräch nimmt.

Filth, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Cutterred Flesh – Brutalität aus Tschechien

Mit Cutterred Flesh steht anschließend eine der dienstältesten Bands des Tages auf der Bühne. Die Tschechen aus Karlovy Vary sind bereits seit 2001 aktiv und liefern ihren Brutal Death Metal mit ordentlich Druck. Dabei wird nicht einfach stumpf durchgeholzt: Gerade die neueren Songs verbinden die gewohnt brutale Gangart mit technischen und abwechslungsreicheren Elementen.

Live funktioniert das bestens. Cutterred Flesh drücken ordentlich aufs Gaspedal und liefern einen weiteren überzeugenden Brutal-Death-Metal-Abriss.

Cuttered Flesh, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Coffin Feeder – Wenn die einstige Überraschung zurückkommt

Ein echtes Highlight folgt mit Coffin Feeder. Die belgische Extrem-Metal-Supergroup war bereits 2022 und im vergangenen Jahr beim Deathfeast dabei. Dieses Jahr rutschen sie aufgrund kurzfristiger Absagen erneut ins Line-Up. Für mich alles andere als ein Lückenfüller.

Mit Sven De Caluwé von Aborted am Mikrofon, Jan Hallaert von Leng Tch’e am Bass sowie den beiden Fleddy-Melculy-Gitarristen Jeroen Camerlynck und Bart Govers ist hier ordentlich Szene-Prominenz versammelt. Am Schlagzeug sorgt Siebe Hermans (Aborted-Live-Drummer) für das Fundament.

Coffin Feeder, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Musikalisch ist das Ganze ein explosiver Cocktail aus Deathcore, Grindcore und Hardcore. Fette Grooves, brutale Breakdowns und jede Menge Energie verwandeln das Infield in kürzester Zeit in einen einzigen großen Moshpit. Auf und vor der Bühne ist durchgehend Bewegung und Unruhe. Sven De Caluwé zeigt dabei einmal mehr, warum er zu den charismatischsten Frontmännern der extremen Metalszene gehört. Bei ihrem ersten Auftritt 2022 für mich noch die große Überraschung, übertreffen sie meine Erwartungen in diesem Jahr.

Signs Of The Swarm – Ein würdiger Headliner

Zum Abschluss des ersten Festivaltages heißt es noch einmal: volle Attacke! Signs Of The Swarm aus Pittsburgh liefern genau das, was man von einem Deathcore-Headliner erwartet: brutale Breakdowns, tiefe Grooves, technische Riffs und die infernalischen Vocals von David Simonich. Nach dem bereits extrem starken Tagesprogramm legen die Amerikaner noch einmal ordentlich nach und setzen damit ein würdiges Ausrufezeichen.

Mit ihrer gerade erst veröffentlichten Deathcore-Version von Rob Zombies Dragula haben Signs Of The Swarm einen brandneuen Song im Gepäck, zumindest was die offizielle Veröffentlichung betrifft. Live gehört der Track allerdings bereits seit 2025 zum Repertoire. Ein starker Abschluss eines ebenso starken ersten Deathfeast-Tages!

Signs Of The Swarm, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Fazit Tag 1 – Was für ein Auftakt!

Der erste Tag des Deathfeast Open Air 2026 hat definitiv ordentlich vorgelegt. Von Redneck Death Metal über Slam, Brutal Death und Deathcore bis hin zum starken Headliner Signs Of The Swarm war musikalisch eigentlich alles dabei, was das Herz des geneigten Extrem-Metal-Fans höherschlagen lässt. Besonders Filth und Coffin Feeder gehören für mich zu den persönlichen Highlights des Tages.

Impressionen Tag 1, Deathfeast 2026, Pic by Big Simonski

Nach so viel Brutalität muss jetzt aber langsam der Pegel wieder auf ein erträgliches Niveau gebracht werden. Also noch einen kleinen Absacker nehmen, ein bisschen mit den Leuten quatschen und anschließend geht es ab ins Nachtlager. Mein VW‑Bus wartet schließlich schon darauf, mich nach diesem ersten Festivaltag standesgemäß aufzunehmen.