Servant – Lux Ex Inferis

02.10.2026 - Black Metal - AOP Records - 41:40 Minuten

Erst vor fünf Jahren gegründet, gibt es bei der deutschen Black-Metal-Fraktion Servant kein Halten mehr. Bereits im Oktober werden die Männer aus Hann. Münden in Niedersachsen ihr drittes Studioalbum Lux Ex Inferis präsentieren. Die bereits veröffentlichten Singles und der intensive Auftritt beim Burning Q im Juli machen Lust auf das neue Material.

Servant verbinden Old-School-Black-Metal-Gedanken mit modernen, melodischen Elementen

Servant vereinen Old-School-Gedanken mit modernen Black-Metal-Elementen. Stets frostig, aber auch melodisch schneiden die Riffs tiefe Cuts in den nebelverhangenen Sonnenuntergang. Veröffentlicht wird der neue Longplayer über AOP Records und kommt in neun Sequenzen auf eine Spielzeit von über 41 Minuten. Technisch versiert liefern sie bereits mit In Noctem und Tabula Rasa (feat. Groza) einen starken Auftakt. Die musikalische Symbiose mit Groza funktioniert perfekt und so darf man sich im Herbst auf ein starkes Tour-Paket freuen, wenn beide Bands gemeinsam durch die Republik ziehen. Servant sind heiß darauf, das neue Liedgut zu präsentieren, das kann man bei der Intensität von Lux Ex Inferis nur zu gut verstehen. Die Scheibe ist nicht nur mit gewalttätigen Elementen gespickt, sondern läuft auch super locker über die heimische Nadel. Einmal angeritzt, bekommt man die blutenden Wunden nicht mehr gestillt. Atmosphärisch versetzt regnet das Lebenselixier feinperlig auf die Protagonisten nieder. Die beiden Stimmen der Band, Samael und Farago, überzeugen nicht nur live, sondern auch auf Platte. Die Post-Black-Metal-Elemente betäuben den Hörer, um im richtigen Moment mit voller Wucht zuzustechen. An Höhepunkten mangelt es den Werken Glorification oder De Profundis (feat. Nornir) weiß Gott nicht. Wie aus einem Guss macht Lux Ex Inferis ab dem Opener In Noctem bis zum abschließenden Hypnos I See You mächtig Spaß und trifft damit das aktuelle Black-Metal-Wohlfühl-Klangbild. Wie eine Naturgewalt treibt es die Musiker wütend durch die Spielzeit. Kurze Verweilzeiten werden nicht zum Abklingen genutzt, sondern um das Feuer neu entflammen zu lassen. Für postapokalyptische Black-Metal-Fans, die mit messerscharfen Melodien was anfangen können, wird das Herz bei Lux Ex Inferis pulsierend aufreißen.

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Servant – Lux Ex Inferis
Fazit zu Lux Ex Inferis
Theatralisch, emotional und melodisch servieren Servant auf ihrem dritten Langeisen Lux Ex Inferis genau das, was ein Genre-Liebhaber im Jahr 2026 erwartet. Die Deutschen sind einer der Acts, die es schaffen, den Black Metal weiter positiv voranzutreiben, ohne dass der staubige Sand für einen Stillstand im Getriebe sorgt. Dennoch lassen Servant nicht alle alten Tugenden links liegen und setzen wie in den frühen Neunzigern auf klirrende Kälte und frostige Hassattacken. In Kombination mit der modernen Haltung ergibt es auf Lux Ex Inferis ein freches Intermezzo, welches nachhaltig im Kopf bleibt.

Anspieltipps: Tabula Rasa (feat. Groza) und Lux Fulget
René W.
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