Kissin‘ Dynamite – Kissin‘ Dynamite

18.09.2026 - Stadion Rock / Hard Rock / Glam Rock - Kissin' Dynamite Records - 49:35 Minuten

Kissin‘ Dynamite schlagen 2026 ein neues Kapitel auf, während gleichzeitig eine Ära zu Ende geht. Die schwäbischen Arena-Rocker veröffentlichen am 18.09.2026 ihr neuntes Studioalbum, das schlicht den Bandnamen Kissin‘ Dynamite trägt. Der Longplayer umfasst 13 Songs und kommt auf eine Spielzeit von 49 Minuten. Stilistisch bewegt sich das Album zwischen Stadion Rock, Hard Rock und Glam Rock und erscheint über das bandeigene Label Kissin‘ Dynamite Records.

Eine Ära endet und eine neue startet

Für Sänger Hannes Braun markiert die Veröffentlichung zugleich den Abschied als Frontmann der Band. Bereits im August 2025 hatte er seinen Rückzug von der Bühne aus gesundheitlichen Gründen angekündigt. Komplett aus dem Bandgeschehen verabschiedet er sich jedoch nicht: Er bleibt Kissin‘ Dynamite als Songwriter, Produzent und kreativer Kopf erhalten.

Kissin‘ Dynamite setzen neben den sechs neuen Kompositionen auf sieben neu eingespielte Klassiker der ersten beiden Alben. Damit wollen sie die Brücke zwischen ihren Anfängen und der kommenden neuen Ära schlagen. Die alten Songs wurden dafür klanglich ins Jahr 2026 übertragen und profitieren dabei auch von Brauns inzwischen gereifter Stimme. Gestartet wird mit der neuen Single Glory Days, einer kraftvollen Nummer, die dem Stadion Rock alle Ehre macht. Lockere Rock-Riffs werden von Hannes’ starken Vocals abgeholt. Warm und einladend werden die Fans direkt beim ersten Track abgeholt. Es folgt I Salute You – feat. Saltatio Mortis, der ebenfalls auf modernen Säulen steht. Fröhlich und energiegeladen werden Mainstream-Rock-Gedanken mit frechen Achtziger-Glam-Rock-Handschriften versehen. Mit Heart Attack wartet der erste alte Track auf die Fans. Er stammt vom Debütalbum Steel Of Swabia und macht im neuen Gewand wirklich Spaß. Ihm folgt eine weitere neue Nummer: Night Is Calling. Der Groove ist geschickt gewählt und bringt selbst meine Hüfte zum Kreisen. So stelle ich mir Stadion Rock im Jahre 2026 vor. Hart in den Partymodus geschaltet, geht der Refrain sofort ins Ohr.

Ebenfalls vom Debüt beglückt den Hörer Out In The Rain. Halb Ballade, halb Rockkracher, geht die neue Version unter die Haut. Die Vocals wirken um ein Vielfaches frischer als im Original. Mit Love Me Hate Me präsentiert sich der erste Song des zweiten Albums Addicted To Metal. Für mich persönlich immer noch einer der besten Gassenhauer der Bandgeschichte. Der Refrain ist eine Wucht und sorgt für den nötigen Ohrwurm. In neuer Version kann Hannes noch mehr punkten. Hoffentlich gehört er auch zum Set der Stadiontour. Zurück zum Erstlingswerk Lie For Me, der mit Anna Brunner neu eingespielt wurde. Eine warme wie herzliche Ballade. Der größte Hit vom neuen Material hört auf den Namen I’ll Be. Power-Party, eingängige Lines und ergreifende Lyrics entfesseln einen Rocktornado, der keinen Stein auf dem anderen stehen lässt. Weitere Gäste findet man beim Titeltrack von 2008. Steel Of Swabia bekommt einen neuen Feinschliff durch Primal Fear und Sam Totman. Ein weiterer nostalgischer Höhepunkt hört auf den Titel Against The World. Nothing Breaks Like A Heart hingegen stammt als Original von Mark Ronson feat. Miley Cyrus. Die Interpretation geht gut ins Ohr und passt ohne Abstriche auf den Silberling. Den Abschluss macht der bekannte Track Only The Good Die Young zusammen mit dem neuen Abschiedssong Good In Goodbye. Ein Abschied von Hannes und ein Abschluss für Kissin‘ Dynamite. Die Band wird jetzt neue Wege gehen müssen. Dafür ist sie bestens aufgestellt und ihr Freund und Sänger bleibt in so vielen Punkten noch erhalten, dass man  der Zukunft positiv entgegenschreiten darf.

HIER! geht es für weitere Informationen zu Kissin‘ DynamiteKissin‘ Dynamite in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Kissin‘ Dynamite – Kissin‘ Dynamite
Fazit zu Kissin' Dynamite
Kissin' Dynamite liefern auf Kissin' Dynamite für Hannes Braun ein würdiges Finale. Ohne seine markante Stimme kann man sich die Truppe zwar noch nicht vorstellen, aber ganz verloren geht er dem kreativen Dunstkreis nicht. Die letzten drei Shows in wenigen Tagen, dürften dennoch emotional für alle Wegbegleiter werden. Das neue Album ist ein wunderbarer Cut zwischen dem älteren Material, vor allem vom Debütalbum bis hin zu den letzten Songs mit Hannes. Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Anspieltipps: Glory Days, Love Me Hate Me und Good In Goodbye
René W.
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