Meurtrier – Messe De Fer

25.09.2026 – Heavy Metal, Speed Metal – Jawbreaker Records – 44:10 Minuten

Neben den bekannten Perlensuchern wie Dying Victims Productions oder No Remorse Records ist das schwedische Label Jawbreaker Records aufgetaucht und förderte zum Beispiel die Schweden Templar ans Tageslicht, die in epischen Gewässern schwimmen. Jetzt gibt es via Jawbreaker Records französischsprachigen Metal, der aber aus Kanada kommt. Es geht um das Debüt von Messe De Fer von Meurtrier.

Messe De Fer – französischsprachiger Metal aus Kanada

Die Truppe hat sich erst 2023 formiert. Die Protagonisten sind aber seit vielen Jahren in der kanadischen Metalszene unterwegs, sodass hier keine Newcomer am Start sind. Clandestin nennt sich der Auftakt und kommt mehr als oldschool aus den Boxen. Der Gesang agiert auf einer Ebene mit den Saiten und der Rumpelfaktor kommt nicht zu kurz. Interessant ist das Ding allein durch die Sprache. Hochklassig geht aber anders.

Zwischen schnellen Riffsalven und klassischem Metal wabern die Nummern, wobei Cri Silencieux ein Beispiel wäre. In den Strophen eher klassisch unterwegs, drücken Meurtrier bei den Saiten immer wieder aufs Gaspedal. Aber selbst sechsminütige Tracks verirren sich auf dem Debüt, wobei Bête De l’Ombre nur bedingt überzeugen kann und gefühlt nicht zum Punkt kommt. Das Gegenstück folgt mit dem Speed-Metaller Sans Trône. Wer nun seinen Groove gefunden hat, den reißt Exil als Halbballade heraus und schickt die Hörerschaft in das nächste französische Abenteuer. Selbst mit der eher rudimentären Aufnahme klingt das Ding interessant, lässt aber Potenzial liegen.

Insgesamt sind Nummern wie Suis-Moi oder Fatal Ennemi etwas zu sehr im Gleichklang, als dass die Lauscher sich nochmals nach oben stellen. Mit der Bandhymne Meurtrier dreht sich die Scheibe dem Ende entgegen.

Für ein Video hat es noch nicht gereicht, aber auf Bandcamp gibt es eine Hörprobe (Klick)

Hier geht es für weitere Informationen zu MeurtrierMesse De Fer in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Meurtrier – Messe De Fer
Fazit zu Messe De Fer
Meurtrier legen mit ihrem Debüt Messe De Fer eine Platte auf den Tisch, die das Potenzial erahnen lässt, aber an vielen Stellen noch nicht ganz nutzt. Das geht von der eher rudimentären Produktion los, die in Teilen bestimmt so gewollt ist. Aber gerade die Gesangsspur ist auf Dauer ermüdend. Dann der Albumflow an sich. Hier haben die Protagonisten anscheinend gruppiert und zu oft gleich oder ähnlich klingende Nummern hintereinander gepackt. Das Finale artet komplett aus, wobei der Horror-Faktor nach oben getrieben werden soll. Uninteressant ist aber auch das nicht, nur wirkt die finale Bandhymne noch nicht ganz ausgegoren.

Unterm Strich bleiben Sachen wie der Speed-Metaller Cri Silencieux oder die Halbballade Exil, die aufhorchen lassen, aber insgesamt gibt es deutlich stärkeres Material im klassischen Segment als das Debüt der Kanadier.

Anspieltipps: Cri Silencieux und Exil
Jürgen F.
7
Leserbewertung0 Bewertungen
0
7
Punkte