Als Metal Damnation 2009 erstmals über High Roller Records und Iron Bonehead Productions erschien, hatten sich Baphomet’s Blood bereits einen festen Namen im europäischen Speed-Metal-Untergrund erspielt. Am 24.07.2026 bringt Dying Victims Productions den dritten Longplayer der Italiener nun erneut in den Handel. Das Re-Release erscheint als CD sowie auf Black Vinyl und Ultra Clear/Blue Splatter Vinyl (inklusive Patch).
Rohe Energie statt Perfektion
Wer moderne Hochglanzproduktionen erwartet, ist bei Baphomet’s Blood an der falschen Adresse. Das Quintett setzt auf einen bewusst rauen Sound, der mehr nach verschwitztem Proberaum als nach sterilem Studio klingt. Gerade diese ungeschliffene Produktion verleiht den Songs ihren besonderen Reiz. Jeder Schlag aufs Schlagzeug, jedes sägende Gitarrenriff und jede kratzige Gesangslinie wirken unmittelbar und ehrlich – genau so, wie traditioneller Speed Metal klingen sollte.
Nach einem kurzen atmosphärischen Einstieg bricht die Band beim Opener Devil’s Night mit voller Wucht los und entfacht einen Sturm aus messerscharfen Riffs, treibender Doublebass und druckvollen Soli. Ohne große Umwege folgt der Titeltrack Metal Damnation, der kompromisslos nach vorne marschiert und besonders durch den markanten, rauen Gesang überzeugt. Die Stimme weckt Erinnerungen an klassische Rock’n’Roll-Legenden (RIP Lemmy), besitzt aber genügend Eigenständigkeit, um niemals wie eine bloße Kopie zu wirken.
Geschwindigkeit als Programm
Das eigentliche Markenzeichen des Albums ist jedoch seine Konsequenz. Baphomet’s Blood halten das Tempo über nahezu die komplette Spielzeit hoch, ohne dabei eintönig zu werden. Songs wie Midnight Patrol oder We Don’t Care leben von ihrer ungezügelten Energie und transportieren genau jene rebellische Haltung, die den klassischen Underground-Metal seit Jahrzehnten auszeichnet. Hier geht es nicht um Trends oder technische Perfektion, sondern um Leidenschaft, Spielfreude und ehrlichen Heavy Metal.
Mit Italian Steel (inkl. italienischen Spoken Words als Intro) lockert die Band das Geschehen durch einige rhythmische Variationen auf, ehe Evilbringer und The Ironbonehead wieder kompromisslos auf das Gaspedal treten. Besonders die Gitarrenarbeit überzeugt über das gesamte Album hinweg. Die Riffs besitzen ordentlich Biss, während die Soli immer wieder kleine Höhepunkte setzen, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu drängen.
Den Abschluss bildet das gelungene Cover Ready For Hell (im Original von den Belgiern Killer), das sich nahtlos in den Charakter des Albums einfügt und den traditionsbewussten Ansatz der Band noch einmal unterstreicht.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Baphomet’s Blood – Metal Damnation (Re-Release) in unserem Time For Metal Release-Kalender.



