Cloven Hoof – Never A Prophet In Your Own Land

25.09.2026 – Heavy Metal, US-Power Metal – High Roller Records – 40:28 Minuten

In Produktionslaune sind die NWoBHM-Veteranen Cloven Hoof. Gut zwei Jahre nach Heathen Cross folgt mit Never A Prophet In Your Own Land ein weiteres Album mit Harry „The Tyrant“ Conklin am Mikrofon. Können Cloven Hoof an den starken Vorgänger 2026 anknüpfen?

Never A Prophet In Your Own Land oder die Magie of The Tyrant

Das Intro von Terror From The Skies lässt zunächst nichts Gutes befürchten. Aber wo The Tyrant dabei ist, da kommt auch The Tyrant heraus. Ein lupenreiner US-Metaller eröffnet die Platte. Der Übergang von Heathen Cross zu Never A Prophet In Your Own Land ist nahezu perfekt. Conquistador? Heathen Cross does not Running Wild! Aber die Flamenco-Gitarre zum Einstieg lässt bereits aufhorchen und geht in einen sauberen Stampfer über, der in einer exzellenten Bridge beim Refrain mündet. Cloven Hoof klingen anno 2026, als wäre die Truppe in einen Jungbrunnen gefallen.

Klassische Musik? Cloven Hoof haben einen Hang zu progressiven Tönen und liefern mit Never A Prophet eine vielfältige Nummer, die spätestens mit dem Gesang Fahrt aufnimmt. Der Spannungsbogen passt und die simplen Strophen/Refrain-Rezepte waren noch nie das Grundnahrungsmittel von Bandchef Lee Payne. Viel besser und frischer geht klassischer Metal nicht.

Ob der von einer Hammondorgel getriebene Gypsy Roller, der melodische US-Metaller The Bigger They Are oder das an einen Auszug aus einem Musical erinnernde Iron Mask: Cloven Hoof liefern ab und reihen die Hits nahezu mühelos aneinander. Klang die Truppe schon mal so stark oder ist es die Magie of The Tyrant? Der markante Jag-Panzer-Fronter hinterlässt mehr als deutlich seinen Footprint.

Die beiden mehr als fünf Minuten langen Phantom Chaser und Flying Dutchman schwimmen im Jag-Panzer-Fahrwasser, was der ehemaligen NWoBHM-Band exzellent bekommt. Anscheinend haben sich The Tyrant und Lee Payne gesucht und gefunden und ergänzen sich beim Songwriting hervorragend. Über den eingängigen Headbanger Prodigal Son geht es zum Finale mit Seven Sacred Wonders, bei dem Conklin und die Hammondorgel fast nach Deep Purple oder Uriah Heep klingen, wenn die denn damals Metal gespielt hätten.

Hier geht es für weitere Informationen zu Cloven Hoof – Never A Prophet In Your Own Land in unserem Time For Metal Release-Kalender.

 

Cloven Hoof – Never A Prophet In Your Own Land
Fazit Never A Prophet In Your Own Land
Manche Menschen haben eine Magie in ihren Stimmbändern. Diese Magie besitzt auch Harry „The Tyrant“ Conklin und verhilft den NWoBHM-Veteranen Cloven Hoof zu einem ungeahnten Spätherbst. War der Vorgänger Heathen Cross schon bockstark, so legen die Protagonisten mit Never A Prophet In Your Own Land sogar noch zu. No Filler, all Killer ist das Fazit. Wie aus einem Guss donnern die zehn Stücke aus den Boxen und der Finger wandert direkt zur Repeat-Taste.

Wer auf klassischen Stoff steht, findet mit der neuen Cloven Hoof einen ganz starken Genrevertreter, der nichts Neues erfindet oder liefert. Aber das, was die Truppe liefert, ist abwechslungsreich, eingängig und vielfältig und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Scheibe dürfte die Glückshormone auf den bekannten Festivals wie Keep It True oder Headbangers Open Air zu ungeahnten Höhenflügen verhelfen und ist daher eine klare Kaufempfehlung.

Anspieltipps: Never A Prophet, The Bigger They Are und Iron Mask, aber auch alle weiteren Tracks sind sehr hörenswert
Jürgen F.
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