Ironflame – Worlds To Conquer

14.08.2026 – Heavy Metal, US Power Metal – High Roller Records – 40:49 Minuten

Wie ein Uhrwerk liefert Multiinstrumentalist Andrew D’Cagna mit Ironflame neues Material. 2016 zum Leben erweckt und 2017 mit Lightning Strikes The Crown das Debüt veröffentlicht, folgt 2026 mit Worlds To Conquer das sechste Studioalbum in der circa zehnjährigen Geschichte von Ironflame. Wer behauptet, dass Ironflame keine Band sind, liegt falsch. Live kombiniert sich Ironflame mit Icarus Witch, einer weiteren Spielwiese von D’Cagna. Beide Bands waren bereits live zu erleben, unter anderem auf dem Headbangers Open Air 2022.

Worlds To Conquer oder die Arbeitswut von Andrew D’Cagna

Mastermind D’Cagna scheint ein sehr arbeitswütiger Mensch zu sein. Neben den Ironflame-und Icarus-Witch-Platten gibt es noch Material von Nechochwen, einer Folk-Black-Metal-Band, bei der er Bass, Drums und Background-Vocals beisteuert. An irgendeinem Projekt scheint Andrew D’Cagna immer zu arbeiten. Zurück zu Worlds To Conquer und Ironflame. Gibt es Veränderungen oder liefert uns der Mastermind den bekannten Sound zwischen Heavy Metal und US Power Metal?

Ironflame erzählen in circa 40 Minuten alles, was ein gutes Heavy-Metal-Album benötigt. Es gibt keine unnötige Streckung. Worlds To Conquer kommt auf den Punkt mit acht Stücken, die sich alle um die fünf Minuten bewegen. Der Auftakt Night Closes In ist mit knapp sechs Minuten der Langläufer durch das Piano-Intro. Melodisch im Style des späten 80er-Jahre US-Metal zeigt D’Cagna, dass auch Angelo Sesso mehr kann als mechanisch klingende Drumpassagen. Beim Genuss von Night Closes In dürfte kaum ein Fan auf die Idee kommen, dass es sich hier um ein Soloprojekt handelt.

Legion Of Fire, Dynasties Fall oder der Stampfer Where Cauldrons Burn:  D’Cagna wühlt sich durch den US-Metal, wobei sich das Pendel zwischen Power Metal, Epic Metal und klassisch gespieltem Material bewegt. Neue Räder sind das nicht, aber alte Räder, die gut geölt laufen, machen ebenfalls Spaß.

Als Hymne sticht Valhalla Is Calling aus dem durchaus starken Material noch hervor. Gerade der Refrain sollte die Keep-It-True-Fraktion abholen und zum Fist-Raising verleiten. Aber auch Shadow Slave oder der abschließende Titeltrack Worlds To Conquer liefern Stoff für die Kuttenträgerschaft der Welt.

Hier geht es für weitere Informationen zu IronflameWorlds To Conquer in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Ironflame – Worlds To Conquer
Fazit zu Worlds To Conquer
Wer Ironflame kennt und schätzt, bekommt gewohnt hochklassigen Stoff aus Ohio. Tief im US-Metal der späten 80er verwurzelt, gibt es mit Worlds To Conquer einen weiteren Nachweis, dass D'Cagna sowohl für eingängige Melodien als auch für die instrumentalen Passagen über ein ausgezeichnetes Talent verfügt. 2026 ist die Musik Underground. Vor 40 Jahren eventuell ein Senkrechtstarter im US Metal, gemeinsam mit Armored Saint und Metal Church.

Wer auf Old-School-Metal steht, bekommt von Ironflame genau das, was Ironflame auf ihren bisherigen Veröffentlichungen ablieferten. Starke Saitenarbeit in Verbindung mit einer Rundreise durch den US Metal. Das sind keine Neuigkeiten bezüglich Ironflame, ist aber hervorragend gemacht und läuft gut in den Gehörgang, wobei der hintere Teil mit Shadow Slave, Valhalla Is Calling und dem Finale Worlds To Conquer etwas stärker rüberkommt. Eine klare Empfehlung für die US-Metal-Fans auf den bekannten Festivals.

Anspieltipps: Valhalla Is Calling, Shadow Slave und Worlds To Conquer
Jürgen F.
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