Defender – Titans Of Fire

06.11.2026 – Heavy Metal, NWoTHM – Metalopolis Records – 44:03 Minuten

Der Bandname Defender ist sowas ähnliches wie Müller als Familienname. Bei dem Album Titans Of Fire handelt es sich nicht um eine Manower-Tribute-Band. Hier geht es um Defender aus Balingen, die sich 2016 gründeten und in ihrem zehnten Jahr die zweite volle LP veröffentlichen. Es geht um klassischen Stoff und Defender selber zählen zur NWoTHM und haben die bekannten Größen aus der metallischen Welt als Vorbilder.

Defender und Titans Of Fire singen das Loblied auf die Musik der 80er-Jahre

Was zum Anfang nach Helloween klingt, entpuppt sich als klassischer, aber schnell gespielter Metaller, bei dem die frühen Kürbisköpfe mit Kai Hansen am Mikrofon nicht nur am Anfang Pate stehen. Follow The Flame dürfte Old-School-Fans, die ohne Spandex-Hose und Kutte nicht das Haus verlassen, genau den gesuchten Stoff für einen unterhaltsamen Abend liefern.

Immer mit ordentlich Tempo, trotzdem eingängig und mit Refrain zum Mitgrölen rocken sich Defender vorwärts. Der Titeltrack Titans Of Fire oder Don’t Play With Evil sind Beispiele, die nach bereits einmal zu viel gehört klingen, aber trotzdem mit ihrer Melodieführung und dem Refrain punkten können.

Große Experimente oder stilistische Ausreißer sind auf Titans Of Fire nicht zu finden. Die Metal-Ballade, die auf eine 80er-Jahre-Platte gehört, nennt sich Sea Of Tears und ein Stück mit einer Laufzeit jenseits der sechs Minuten gibt es zum Finale. Gods Of Desire startet fast wie die nächste Kitschballade aus dem Symphonic Metal, dreht nach circa einer Minute in Richtung eines schnellen Power-Metallers, der sich unterm Strich zum übrigen Material sortiert.

Hier geht es für weitere Informationen zu Defender – Titans Of Fire in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Defender – Titans Of Fire
Fazit zu Titans Of Fire
Defender und Titans Of Fire frönen dem Sound der 80er irgendwo zwischen frühe Helloween, der NWoBHM und Ansätzen der Power-Metal-Renesaince in den 90ern. Die Nummern laufen allesamt locker und entspannt durch und sind gut hörbar.

Das Problem von Platten dieser Art ist die bereits veröffentlichte Qualität und Masse. Kann Titans Of Fire eine von den frühen Helloween-Platten verdrängen? Oder Judas Priest? Vielleicht die frühen Hammerfall? Am Ende dürfte hier die Die-Hard-Spandex-Hosen-Anhängerschaft der Adressatenkreis sein, die sich neben den bekannten Genregrößen noch weiteren Stoff in die Sammlung stellt. Erschwerend kommt der Gesang von Dennis Bauer dazu, der natürlich nicht Kai Hansen, Rob Halford oder Michael Kiske heißt. Keep-It-True- und 80er-Jahre-Fans sollten ein Ohr riskieren, ohne eine perfekte oder herausragende Platte zu erwarten.

Anspieltipps: Titans Of Fire, Don't Play With Evil und als Abwechselung Gods Of Desire
Jürgen F.
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