Closer Tour 2015 – Michael Bormann und Support am 11.09.2015 im Parkhaus Meiderich, Duisburg

“Ein rockiger und doch entspannter Abend“

Eventname: Closer Tour 2015

Headliner: Michael Bormann

Vorband: Bangkok Babes

Ort: Parkhaus Meiderich, Duisburg

Datum: 11.09.2015

Kosten: 15,00€ VK, 18,00€ AK

Genre: Melodic Rock, Hard Rock, Sleaze Rock

Besucher: ca. 200 Besucher

Veranstalter: Jugendkultur DU-Nord e.V. (http://neu.parkhaus-meiderich.de/)

Link: https://www.facebook.com/events/1465859100370651/

 

Setlisten:

 

  1. Chronical Tragedy
  2. I Want You
  3. Wasted Advice
  4. King Of Pain And Pleasure
  5. Take What You Want
  6. Helter Skelter
  7. Miss Delicate
  8. Speedin‘
  9. Bread In The Bone
  10. Wine
  11. Once Smitten
  12. Make Me

  1. Rich Men’s World
  2. Breathless
  3. Come Take Me Higher
  4. I Will Hold The Line
  5. It’s Only Physical
  6. Conspiracy
  7. Let’s Make History
  8. Life Is A Miracle (Akustik)
  9. Live Your Life (Akustik)
  10. I’m Not Your Entertainment (Akustik)
  11. I Wanna Be A Rockstar (Akustik)
  12. For This One Time In Life (Akustik)
  13. Favorite Time (Akustik)
  14. I Wanna Hear Your Voice
  15. When Push Comes To Shove
  16. Live And Let Die
  17. Think Twice

 

2015 09 11 - Konzertplakat

Am 11.09.2015 machte Michael Bormann mit seiner Closer Tour 2015 Halt in seiner Heimatstadt und gab vor ca. 200 begeisterten Gästen einen Querschnitt aus seinem langjährigen Schaffen zum Besten. Zuvor durfte aber die Band Bangkok Babes aus Norwegen ran, die Michael Bormann später als seine guten, alten Freunde bezeichnete.

Ich habe zugegebenermaßen von den Bangkok Babes, die bereits seit dem Jahr 1994 aktiv sind, vorher noch nie etwas gehört. Mag auch daran liegen, dass der Sleaze Rock, dem sich die Männer aus Norwegen verschrieben haben, nicht so ganz mein Genre ist. Nach einigen Songs zum Eingewöhnen können die 5 Männer rund um Frontmann Eliaz aber durchaus überzeugen. Insbesondere Bassist Janne scheint sehr viel Spaß zu haben, das Grinsen auf seinem Gesicht ist wie festgetackert. Es wird noch eine Spur breiter, als zwischendrin ein Tablett zur Bühne gebracht wird, auf dem fünf mit Jägermeister gefüllte Gläser stehen. Ein Teil des Publikums verfolgt die Show der Bangkok Babes angesichts der noch angenehmen Außentemperaturen zwar von draußen und wirft nur ab und zu einen Blick durch die Fenster und den Seiteneingang. Dennoch werden die fünf Männer zum Ende der Show mit mehr als nur einem höflichen Applaus bedacht. Definitiv sind die meisten heute aber doch wegen Michael Bormann da.

Bangkok Babes

Bangkok Babes

Topfit und offensichtlich auch sehr gut gelaunt betreten nach einer kurzen Umbaupause Michael Bormann und seine Band die Bühne. Mittlerweile kann man ja auf insgesamt sechs veröffentlichte Alben zurückblicken, und viele der Fans scheinen auch von Anfang an den Weg des sympathischen Duisburgers begleitet zu haben. Immer für einen Spruch gut und um keine Antwort verlegen, so erlebe ich ihn heute zum ersten Mal. Bevor allerdings nur ein Ton gespielt wird, macht er sich zunächst mal über verschiedene Anfragen lustig, die ihn vor der Show erreicht hatten. Mit einem verschmitzten Grinsen und einem gespielt erstaunten Gesichtsausdruck erzählt er, dass doch wirklich mehrere Fotografen angefragt hätten, ob sie von ihm für die heutige Show einen Fotopass erhalten könnten. Um das Verfahren abzukürzen, würde er jetzt aber einfach einen Korridor von fünf Metern vor der Bühne zum Fotograben erklären. Eingefleischte Fans wissen natürlich sofort, dass er das nicht ernst meint und bleiben weiterhin direkt vor der Bühne stehen. Ich hatte zwar nicht direkt nach einem Fotopass gefragt, fühle mich aber trotzdem ein ganz klein wenig ertappt 😀

Während der dann folgenden knapp zweistündigen Show spielen und singen sich die Männer auf der Bühne quer durch die verschiedenen Schaffensphasen. Zwischendrin hängt Michael Bormann sich den Bass um, außerdem gibt es auch einen akustischen Part. Dabei pendeln die Songs zwischen richtig gelungenen Uptempo-Rocksongs, die mich teilweise an Creed oder Alter Bridge erinnern, den etwas langsameren Songs, die eher in Richtung House Of Lords gehen, und den schönen Balladen, bei denen ich mich der Gänsehaut ob der sehr gelungenen Darbietung nicht erwehren kann. Zwischendrin werden natürlich auch die einzelnen Bandmitglieder vorgestellt, wobei Michael Bormann offensichtlich ganz besonders stolz darauf ist, dass es sich bei einem der beiden Gitarristen, nämlich Jean, um seinen Neffen handelt. Und auch hier gibt es wieder eine Runde Jägermeister, die gern genommen werden.

Michael Bormann

Michael Bormann

Gegen 22:30 Uhr wäre das Konzert normalerweise beendet, aber natürlich werden die fünf Männer nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Aus einer Zugabe werden dann ganz schnell noch weitere, so dass dann erst gegen 23:00 Uhr der letzte Ton verklingt. Und dann ist es nicht so, dass die Künstler verschwinden und nicht wieder gesehen werden. Nach einer kurzen Abkühlphase kommen alle wieder zum Vorschein und mischen sich unter das immer noch zahlreich vorhandene Publikum. Auch die Männer von Bangkok Babes sind noch in Gespräche vertieft, und genau das ist es, was ich an diesen kleineren Shows so liebe. Da sieht man die Künstler nicht nur live auf der Bühne sondern teilweise schon vorher, definitiv aber immer nach der Show, wo sie sich dann um die kümmern, die ihretwegen gekommen sind.

Wieder mal ein sehr gelungener Abend, nach dem ich mich wieder einmal frage, warum Michael Bormann immer noch so unterbewertet und ihm der Durchbruch als Solokünstler immer noch nicht gelungen ist. Klasse Stimme, tolle Bühnenpräsenz, vollkommen bodenständig. Als ich dann zum Schreiben dieses Berichtes noch ein wenig in seiner Discographie gestöbert habe, war ich mächtig überrascht, welche Alben er schon mit seiner Stimme veredelt hat. Einige davon laufen bei mir seit Jahren rauf und runter, ohne dass ich auch nur ansatzweise eine Ahnung hatte, wer da am Mikro steht. Da bin ich dann erst mal platt! 😀

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