EP Release Party Dirty D’Sire mit Gina Goes Wild und Tracy Ate A Bug am 11.11.2016 im Helvete, Oberhausen

“Narrenfreie Zone im Helvete“

Eventname: EP Release Party Dirty D’Sire

Bands: Gina Goes Wild, Dirty D’Sire, Tracy Ate A Bug

Ort:
Helvete, Oberhausen

Datum: 11.11.2016

Kosten: 8,00€ VK, 10,00€ AK

Genre: Metalcore, Trancecore

Veranstalter: Dirty D’Sire (https://www.facebook.com/dirtydsireofficial/)

Link: https://www.facebook.com/events/1684908825165824/

Setlisten:

  1. Intro
  2. Rhythm Of The Beat
  3. Welcome To My Town
  4. Sorry For Partying
  5. Black Snow
  6. Around The World
  7. Holy Youth
  8. Venom Is Bliss

  1. Intro
  2. Hurricane
  3. Not Even In Your Dreams
  4. Can You Hear Me?
  5. Catch Me
  6. Better Off Alone
  7. Just A Lie
  8. Don’t Be So Shy

  1. Introus 2
  2. Er wird König
  3. Das Versprechen
  4. Die Erde dreht sich weiter
  5. Song Z
  6. Tacker der Macht
  7. Redemption
  8. Trendzombie
  9. Predator
  10. Schwarze Witwe
  11. Right & Steve
  12. Los Angeles

ep-release-party-dirty-dsire-poster-2016
Ende Oktober standen Dirty D’Sire noch als Support für Jaded Heart auf der Bühne in Duisburg und feierten dort ihren ersten Auftritt. Heute geht die Party in die zweite Runde, denn der damals schon angekündigte Veröffentlichungstag der EP Hurricane ist endlich gekommen und soll nun gebührend gewürdigt werden. Mit dabei sind die Bands Gina Goes Wild und Tracy Ate A Bug, womit dann auch bewiesen wäre, dass manche Bands bei der Namensfindung überaus kreativ sind 😀

Die Band Gina Goes Wild aus dem Raum Köln / Bonn wurde erst Ende letzten Jahres gegründet, weiß aber schon ziemlich genau, wie man schon mal optisch auffällt. Das Schwarzlicht wird eingeschaltet, um die neonfarbigen Bemalungen, die sich die Jungs verpasst haben, im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht zu setzen. Leider konterkariert die vorher anscheinend unter Volllast arbeitende Nebelmaschine diese Bemühungen, und im Helvete wabert eine Nebelsuppe, in der man teilweise die Hand vor Augen nicht sieht. So muss man sich dann streckenweise nur mit dem Sound begnügen, der da von der Bühne ballert. Felix und Thomas an den Mikrophonen beherrschen aber nicht nur ihre Screams, Shouts und die Clean Vocals, sondern erweisen sich auch als Entertainer, die immer mal wieder lockere Sprüche einstreuen. Bei Black Snow werden wir im Publikum zum ersten Mal aufgefordert, uns in zwei Grüppchen aufzuteilen, fein säuberlich links und rechts. Aber noch gibt es die erste Wall Of Death nicht, sondern einen Sangeswettbewerb, bei dem es immerhin ein Merchpaket von Gina Goes Wild zu gewinnen gibt. Nachdem der oder die glückliche Gewinner/in (habe ich leider vor lauter Nebel nicht mitbekommen) dann ermittelt ist, geht das Geballer weiter, und dann gibt es auch endlich die Aufforderung zur ersten Wall Of Death, dem ein Großteil der Anwesenden nur zu gern nachkommt und gleich den Pit für eröffnet erklärt. Sehr kurzweilig, dieser Auftritt, der mit Venom Is Bliss sein Ende findet. Das offizielle Video dazu gibt es hier:

Etwas überraschend für mich stehen dann schon die Jungs von Dirty D’Sire auf der Bühne. Nach einem etwas längeren Soundcheck kann dann auch endlich das Intro gestartet werden und, wie schon bei der Show in Duisburg, der Hurricane über uns hinwegfegen. Leider wird auch hier wieder die Nebelmaschine auf Hochtouren betrieben, bevor Jean darum bittet, das Teil doch einfach mal ausgeschaltet zu lassen. Sehr schön, endlich ein freier Blick auf die Bühne, wo sich Jean, Dee und Rob Lee wieder feine Duelle mit ihren Saiteninstrumenten liefern, insbesondere Jean wieder headbangt, als ob es kein morgen gibt, und alle drei die Saiten zum Glühen bringen. Gesangstechnisch sind die drei Jungs ebenfalls wieder in toller Form, und solide Arbeit liefert natürlich auch wieder Andy am Schlagzeug ab. Wenn man bedenkt, dass die erste Single gerade mal im Februar 2016 veröffentlicht wurde und jetzt schon die EP released ist, haben Dirty D’Sire aber wirklich ein gutes Tempo vorgelegt und zocken sich wieder einmal cool und abgeklärt durch die sieben Songs. Wie mir Jean in einem kurzen Gespräch erklärte, hat man auch schon wieder mindestens fünf neue Songs in der Pipeline, die es dann allerdings erst Anfang 2017 auf die Ohren gibt. Wow, gleich zu Beginn des Marathons einen Sprint vorlegen, das gefällt mir! Mit dem Cover des Imany-Tracks Don’t Be So Shy ist aber auch dieser Auftritt nach ungefähr 40 Minuten zu Ende, und da ich diese Coverversion als sehr gelungen bezeichnen würde, gibt es dazu auch das entsprechende Video:

Da ich neben Gina Goes Wild auch Tracy Ate A Bug vorher nicht kannte, war ich zunächst mal überrascht, inmitten der ziemlich vielen Menschen, die dann während des Umbaus auf der Bühne rumwuseln, auch wieder Dee mit seiner Gitarre zu sehen, der ja gerade noch mit Dirty D’Sire auf der Bühne stand. Aber auch hier verstärkt er die Saitenfraktion, bei der sich dann aber Bassist Lukas als am bewegungsfreudigsten erweist. Bei seinen vielen Positionswechseln ist es schon ein Wunder, dass es mit den ebenfalls sehr aktiven Andy und Nico an den Mikrophonen keine derbere Kollision gibt und alle es immer wieder schaffen, sich unfallfrei aneinander vorbeizuschlängeln. Jetzt gibt es auch zum ersten Mal deutsche Texte auf die Ohren, und mich erinnern Tracy Ate A Bug irgendwie an einen Hybrid aus Callejon und Artas. Insbesondere Shouter Andy legt eine famose Show hin, den Klargesang von Nico höre ich leider kaum raus, mag aber auch entweder an meinem Platz oder auch am Soundmix liegen. Wie auch immer zeigt noch niemand auch nur den Ansatz von Müdigkeit, die Menge geht auch jetzt noch steil, man zelebriert Walls Of Death genauso, wie wildeste Pits. Und wie schon Gina Goes Wild lassen es auch Tracy Ate A Bug zum Schluss noch mal richtig krachen und schießen einen Konfettiregen durch das Helvete. Auch wenn der Song Plastic Dinosaur nicht gespielt wurde, habe ich das Video dazu rausgesucht, weil Tracy Ate A Bug mit diesem so partytauglichen Song ein aktuelles Thema sehr gekonnt aufgreifen. Und ein wenig Sommerfeeling kommt damit in dieser kalten Jahreszeit auch zurück:

Wieder mal ein toller Abend im Helvete, nur die hoffnungslos überdimensionierte Nebelmaschine sollte man in Zukunft nur im Sparprogramm laufen lassen. Aber dafür können die Bands natürlich nichts, die haben alle drei eine tolle Show hingelegt. Zum dritten Mal darf ich Dirty D’Sire dann schon am 18.11. als Support für die NY-Hardcoreveteranen Pro-Pain erleben. Bei der Show gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Breakdowns At Tiffany’s, die mit ihrem Mix aus Metalcore und Hardcore ja schon an Tag 1 des Moshroom Metal Benefiz Festival in Krefeld überzeugen konnten. So wird Time for Metal also natürlich auch vor Ort sein, wenn Pro-Pain das PULP Event-Schloss in Duisburg auseinandernehmen!

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