Event: Sons Of Odin – Tour 2026
Bands: Sons Of Odin
Ort: Logo Hamburg, Grindelallee 5, 20146 Hamburg
Datum: 05.06.2026
Kosten: VVK 20 € plus Gebühren, AK 25 €
Zuschauer: ca. 100 Leute
Genre: Heavy Metal, Epic Metal, Melodic Metal
Link: https://www.logohamburg.de/
Setlist:
- Manowar
- Metal Warriors
- Kill With Power
- Thor
- Fighting The World
- Sign Of The Hammer
- Heart Of Steel
- Kings Of Metal
- Blood Of The Kings
- Medley (Brothers Of Metal, The Gods Made Heavy Metal, Number 1, Return Of The Warlord)
- Call Of Arms
- King Of Kings
- The Power Of The Sword
- Hail And Kill
- Warriors Of The World United
- Battle Hymn
- Black Wind, Fire And Steel
- Carry On
Es gibt diverse Manowar-Cover- und Tributebands. Defender haben einen gewissen Bekanntheitsgrad. Als die ultimative Tribute-Band aus Italien kündigen sich Sons Of Odin an. Tribute bedeutet, dass sich die Truppe möglichst nah an den Originalen bewegen will. Manowar und die Originale sind ein zweischneidiges Schwert. Die frühen Alben aus den 80ern sind wohl bei sehr vielen Metalheads auf der Hitliste. Bei den späteren Platten, allen voran Gods Of War und The Lord Of Steel, gehen die Meinungen in eine andere Richtung. Einfach ausgedrückt: Es gibt Manowar mit Ross „The Boss“ Friedman und es gibt Manowar nach Ross „The Boss“ Friedman. Der stieg mit der Kings Of Metal 1988 aus.

Sänger Amerigo Vitiello kommt aus der melodischen Ecke und würde perfekt in den Rooster des italienischen Melodic-Rock-Labels Frontiers Records passen. Was hat das mit Sons Of Odin zu tun? Vitiello ist seit circa einem Jahr auch der Sänger der Manowar-Tributeband aus Modena. Ganz frisch ist sein Einstieg als Sänger bei All For Metal, einer Band, die ebenfalls nicht nur Beifall einsammelt.
Wer sich im Manowar-Universum etwas auskennt, der dürfte über die EP Sons Of Odin aus dem Jahr 2006 gestolpert sein. Diese Veröffentlichung ist eine von diversen streitbaren Releases der selbsternannten Metal-Götter. Punkt 20 Uhr geht es im Logo los, ohne Schnickschnack und ohne Vorband. Der Auftakt kann sich hören lassen. Manowar geht zu den Anfängen, gefolgt von Metal Warriors, wo wir bei der The Triumph Of Steel in der Post-Friedman-Zeit sind. Spätestens bei Sign Of The Hammer kommt Vitiello deutlich an seine Grenzen. Die Darbietung ist maximal eine unterdurchschnittliche Coverversion, aber niemals eine Manowar-Tributeband.

Natürlich ist es nett, die alten Kracher in einem kleinen Rahmen zu erleben. Leider ist die Qualität von Sons Of Odin nur bedingt überzeugend. Heart Of Steel oder auch Kings Of Metal bekommt die Truppe aufs Parkett. Aber vor allem bei den alten Dingern, bei denen der spezielle Sound der Friedman-Gitarre noch on top kommt, tut sich das Quartett mehr als schwer. Mit ein paar Bieren und Schnäpsen lassen sich die Sachen selbstverständlich mitgrölen. Den Vergleich mit zum Beispiel Defender verlieren die Herren aber klar und deutlich. Komplexere Stücke wie Mountains oder Guyana (Cult Of The Damned) fassen Sons Of Odin erst gar nicht an.
Am Ende gibt es zwei Stunden Unterhaltung mit Manowar-Songs, bei denen die qualitative Darbietung sehr schwankt. Bei Manowar gehört dick auftragen auch beim Nachspielen zum Geschäft. The Ultimative Manowar Tribute in Europe klingt bestimmt anders. Passend dazu ist auch das Tourplakat. Schwarze Schrift auf weißem Untergrund.












