Vindicta und Final Stage am 08.07.2026 im Karlsruher Die Stadtmitte

Doppelte Frauenpower lässt die badische Hauptstadt dahinschmelzen

Event: The Reckognition Tour

Bands: Vindicta, Final Stage

Datum: 08.07.2026

Genres: Hard Rock, Heavy Metal

Besucher: ca. 300

Ort: Die Stadtmitte, Karlsruhe

Kosten: VVK 26,00 €

Setlists:

  1. Forbidden Zone
  2. Made Her Mine
  3. My First Peak
  4. Carnal Liberation
  5. Drum Solo
  6. Feel The Zeal
  7. Make Us Proud
  8. Free Yourself
  9. Bass Solo
  10. Like A Prayer
  11. Bare To The Bones
  12. Father I Have Sinned
  13. The Dark Messiah
  14. Pleasure From Pain
  15. The Face Of The Clown

  1. No More Words (Intro)
  2. Fatality
  3. Soon To Be Dead
  4. Get Up
  5. Stoicism
  6. In Mano A Te
  7. The Noise of Unlived Life
  8. My Mistakes
  9. Last Call.

Vindicta begeistern bei Deutschlandpremiere in Karlsruhe

Es gibt Konzerte, bei denen schon nach wenigen Minuten klar wird, dass sie mehr sind als ein gewöhnlicher Tourstopp. Genau das passiert beim einzigen Deutschland-Konzert der The Reckoning Tour in der Karlsruher Stadtmitte. Rund 300 Fans füllen den Club, viele sind aus ganz Deutschland angereist, um Vindicta erstmals live zu erleben. Die Erwartungen sind hoch: Viele kennen die Musikerinnen noch aus ihrer Zeit bei Dogma, gleichzeitig ist die Neugier groß, wie sich die neue Formation präsentiert. Bereits im Laufe des Abends wird klar, dass Vindicta weit mehr sind als ein Nachfolgeprojekt.

Final Stage überzeugen als starker Support

Den Auftakt übernehmen die Italienerinnen von Final Stage, die Vindicta auf den ersten fünf Stationen der Europatour begleiten. Für viele Besucher noch ein unbeschriebenes Blatt, räumt die Band schnell alle Zweifel aus. Schon mit No More Words und Fatality zeigt das Quartett eindrucksvoll, warum es den Support-Slot verdient hat. Druckvolle Gitarren, eingängige Hooks und eine sichtbare Spielfreude sorgen dafür, dass das Publikum vom ersten Moment an mitgeht. Sängerin Giorgia Romanin überzeugt mit einer famosen Bühnenpräsenz, während Soon To Be Dead, Get Up, Stoicism und In Mano A Te die Vielseitigkeit der Band unterstreichen. Spätestens mit The Noise Of Unlived Life, My Mistakes und Last Call haben Final Stage zahlreiche neue Fans gewonnen. Auch abseits der Bühne hinterlassen die Musikerinnen einen sympathischen Eindruck – offen, herzlich und bodenständig. So endet ein Support-Set, das deutlich mehr ist als eine reine Einstimmung auf den Hauptact.

Vindicta zeigen ihre eigene Identität

Vindicta – 2026 – Karlsruhe (7)

Nach kurzer Umbaupause steigt die Spannung im Club spürbar. Mit den ersten Takten von Forbidden Zone entlädt sie sich schlagartig. Vom ersten Moment an wirken Lilith, Lamia, Abrahel, Nixe und Raven wie eine eingespielte Einheit. Jede Interaktion bestätigt, dass hier fünf Musikerinnen gemeinsam auf der Bühne stehen, die sich musikalisch und menschlich gefunden haben.

Viele Besucher verbinden die Band noch mit Dogma, deren Songs unter der musikalischen Leitung von Daniele Masi entstanden und mit neuer Besetzung weitergeführt werden. Vindicta schlagen jedoch bewusst ihren eigenen Weg ein. Bereits nach wenigen Songs entsteht der Eindruck, dass hier keine künstlich zusammengestellte, gar „fremdgesteuerte“ Formation auftritt, sondern eine Band mit einer klaren eigenen Identität. Mit Made Her Mine, My First Peak und Carnal Liberation gewinnt die Show schnell an Intensität. Die Gitarren harmonieren perfekt, die Rhythmussektion treibt das Set kraftvoll voran und die Spielfreude der fünf Musikerinnen überträgt sich unmittelbar auf das Publikum. Immer wieder suchen sie den Blickkontakt untereinander oder mit den Fans in den ersten Reihen – kleine Momente, die authentisch wirken und den Auftritt besonders machen.

Vindicta – 2026 – Karlsruhe (7)

Auch das Drumsolo fügt sich nahtlos in den Konzertverlauf ein, bevor Feel The Zeal, Make Us Proud und Free Yourself für weitere Höhepunkte sorgen. Die Nähe zwischen Band und Publikum verleiht dem Abend eine Intensität, wie sie nur kleine Clubs ermöglichen. Für ein Highlight sorgt anschließend Like A Prayer. Der Madonna-Klassiker – obwohl Pop – wird von den Fans begeistert mitgesungen. Danach wird es mit Bare To The Bones, Father I Have Sinned und The Dark Messiah wieder deutlich härter, ohne dass der Spannungsbogen auch nur einen Moment abreißt.

Ein gelungener Neuanfang

Mit Pleasure From Pain steuert das Konzert auf seinen Höhepunkt zu, bevor The Face Of The Clown den Schlusspunkt setzt. Der Song besitzt für Vindicta eine besondere Bedeutung: Er ist die erste eigene Veröffentlichung der Band und zugleich ein Ausblick auf das angekündigte Debütalbum. Die Reaktion des Publikums zeigt, dass der Titel bereits jetzt hervorragend funktioniert. Er fügt sich nahtlos ins Liveprogramm ein und macht neugierig auf das, was die Band in Zukunft noch präsentieren wird. Am Ende bleibt vor allem ein Eindruck: Vindicta wirken wie eine Band, die ihren Platz gefunden hat. Die Chemie zwischen den Musikerinnen, ihre sichtbare Spielfreude und die unmittelbare Verbindung zum Publikum verleihen dem Konzert eine Authentizität, die sich nicht inszenieren lässt. Gerade deshalb entwickelt der Abend eine besondere Intensität.

Die Karlsruher Stadtmitte bietet den perfekten Rahmen für diese Deutschlandpremiere, wirkt gegen Ende aber fast schon zu klein. Wenn das kommende Debütalbum das Niveau dieses Live-Auftritts bestätigt, dürften Vindicta schon bald auf deutlich größeren Bühnen zu Hause sein.