Interview mit Gitarrist Jan Ole Möller von Wendigo anlässlich des Releases von Wasteland Stories

Interessantes aus Schortens

Artist: Wendigo

Herkunft: Schortens, Deutschland

Genre: Stoner Rock, Sludge, Doom Metal

Link: https://wendigoblues.bandcamp.com

https://www.facebook.com/wendigoband/

Bandmitglieder:

Gesang – Jörg Theilen
Gitarre – Eric Pos
Gitarre und Gesang – Jan Ole Möller
Bass und Gesang – Lennard Viertel
Drums – Steffen Freesemann

Im Rahmen der CD Veröffentlichung Wasteland Stories habe ich die Gelegenheit genutzt und mit den Jungs von Wendigo ein Interview zu führen. Das Ergebnis lest ihr hier. Leider hat zum jetzigen Zeitpunkt Sänger Jörg Theilen aus persönlichen Gründen seinen Ausstieg bekannt gegeben. Es wird nach einem neuen Shouter gesucht. Wer sich berufen fühlt, der kann ja über Facebook Kontakt aufnehmen. Aber nun zum Interview

Time For Metal / René

schön, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um über eure Band und das aktuelle Album Wasteland Stories zusprechen. Als Erstes würde ich gerne mehr über euch erfahren. Wann und wie habt ihr zusammengefunden?

Wendigo / Jan Ole

Ein freundliches „Moin!“ wünsche ich erstmal und vielen, vielen Dank, dass wir ein Interview beantworten dürfen. Es ist nie selbstverständlich, dass sich Magazine mit kleinen Bands, wie uns tiefer auseinandersetzen möchten. Daher ein großes Dankeschön, das auch du dir die Zeit hierfür genommen hast.

Wir haben uns das erste Mal als Wendigo 2012 zusammengefunden, und wie das halt so ist in einem kleinen Dorf, kannte man sich gegenseitig schon vorher. Soviel wie ich weiß kannten sich Lennard, Eric und Steffen schon seit der Grundschule, wenn nicht sogar seit dem Kindergartenalter. Mit der weiterführenden Schule hat es sich bei den Dreien etwas verlaufen, wobei Eric und Steffen sich nie aus den Augen verloren haben. Ich kenne Steffen auch schon seit dem Kindesalter, Lennard habe ich über seinen Vater kennengelernt, der damals mein Gitarrenlehrer war und mein Interesse an der Rhythmusgitarre letztlich geweckt hatte. Eric habe ich dann dadurch kennengelernt, dass ich mal die Grundlagen des Solierens kennenlernen wollte. Wie der Zufall es will, hatten Eric und ich dadurch den gleichen Gitarrenlehrer. Nun, wie schon gesagt hatten Steffen und Eric sich nie aus den Augen verloren und waren Best Buddies. Sie haben angefangen zusammen zu musizieren. Als Eric mich kennengelernt hat, kam von den beiden die Idee mich ins Boot zu holen. Die ersten Proben waren eher etwas halbherzig, da wir noch das Ganze ohne Bassisten aufgezogen haben. Als dann 2012 Lennard auf Anfrage von Eric dazu stoß, wurde die Sache von Schlag auf sehr viel ernster. Wir haben uns bemüht ein Repertoire aufzubauen, uns einen Namen gegeben, etc. Was man dann halt so macht, wenn man mit vollem Elan etwas aufbauen möchte. Zunächst hat sich Lennards Vater Ingmar als Sänger angeboten, bis wir jemanden gefunden haben. Da er diese Position zeitlich nicht mehr ausführen konnte, hatte sich Jörg, der zu dieser Zeit in einer befreundeten Band sang, angeboten die Rolle des Aushilfssängers zu übernehmen. Menschlich hat das allerdings so gut zusammengepasst, dass wir nach keinem weiteren Sänger gesucht haben, auch wenn Jörg einen kleinen Tick älter als der Rest ist. Seit 2013 sind wir also mit diesem Line-Up unterwegs, welches sich allerdings dieses Jahr ändern wird.

Time For Metal / René

Und wie ist die Idee entstanden, AC/DC Cover zu spielen?

Wendigo / Jan Ole

Die Idee, zunächst erstmal Covers zu spielen, hatte zwei Gründe. Einerseits wollten wir damit erstmal das Zusammenspiel und unsere Fähigkeiten trainieren, andererseits lag es am Angebot der Auftrittsmöglichkeiten in unserer Region. Wir hatten zu der Zeit zwei Jugendzentren, die sich auf das Fördern von jungen Musikern spezialisieren. Außerhalb davon gab es eine Reihe an Festen, bei denen allerdings hauptsächlich Cover-Acts gefragt sind. Um uns also erstmal einen Namen in der lokalen Umgebung zu erspielen, haben wir uns dafür entschieden, dies durch Cover-Gigs auf den verschiedenen Festen zu machen.

Time For Metal / René

Ihr seid alle noch jung, trotzdem ziehen euch eher die älteren Klänge an und ihr verarbeitet einen Mix aus Stoner Rock, Sludge und Doom Metal. Nicht zu vergessen die Hard Rock Note, die eure Handschrift nicht verlassen hat, woher kommt das Interesse an den älteren Klängen?

Wendigo / Jan Ole

Ich denke, das haben wir zum großen Teil unseren Eltern zu verdanken. Während in anderen Autoradios damals die aktuellen Hits liefen, lief in unserem Familienwagen The Beatles und CCR. Ich hatte in der Grundschule sogar eine Pilzkopffrisur, weil ich ein so großer Beatles-Fan war. Mein Bruder hat mich dann in härtere Gewässer geleitet mit Sachen wie Kill‘em All von Metallica. Er hat mir damals auch die St. Anger überlassen, was mich damals unglaublich gefreut hat. Mit wachsendem musikalischem Verständnis habe ich irgendwann begriffen, weswegen er mir sie überlassen hat. Heute frage ich mich, wie ich mir sowas anhören konnte. Von ihm bekomme ich immer noch Empfehlungen zu den neuesten, düstersten, okkultesten Ablegern des Black Metal. Bei den Anderen dürfte es nicht anders gewesen sein. Eric hat von seinem Vater sofort AC/DC auf die Ohren bekommen und spielt unter anderem heute eine Gibson SG, die er liebevoll „Rosie“ nennt. Der Vater von Lennard zieht sich den Sound von Metallica, Sevendust und Tool rein und hat ihm die Sachen weitergegeben. Man kann also ein Muster erkennen.

Time For Metal / René

Die Debüt EP Initiation habt ihr im Sommer 2016 veröffentlicht. Wie ist euch der Break von AC/DC Songs zu eigenen Stücken gelungen und warum wolltet ihr aus dem Schatten der Legende treten, um eigene Kompositionen einzuspielen?

Wendigo / Jan Ole

Zunächst einmal muss man sagen, dass wir nicht nur AC/DC gemacht haben, sondern auch eine Variation an Rock-Legenden, wie ZZ Top, The Cult oder Rose Tattoo. Ich denke es gibt einen Fluch, der gleichzeitig auch irgendwo ein Segen ist, was das Covern angeht. Man schränkt sich musikalisch ziemlich ein, wenn man eine Cover-Band ist. Du kannst nicht einfach einen Song nehmen, der dir gefällt, aber den keine Sau kennt. Während du dich also im Hintergrund musikalisch vervielfältigst und weiterentwickelst, indem du andere Musik hörst, in meinem Fall Stoner, Sludge, Prog Metal oder einige Bands aus dem Black Metal, sprießt die Inspiration und der Wille etwas zu spielen, was du grade spielen möchtest. Du kannst endlich Techniken, Rhythmen und Sounds anwenden, die du im Cover-Programm nicht anwenden kannst. Der Break war also quasi irgendwo für uns ein Selbstläufer. Man kann auf der EP, meines Erachtens nach, vielleicht einen Song rauspicken, wo uns der Break nicht hundertprozentig gelungen ist, und das ist der Song „Play It“. Der Track ist vielleicht noch etwas AC/DC lastig. Aber sonst wollten wir einfach in einen Desert/Stoner Sound gehen, was uns sonst ganz gut gelungen ist, denke ich.

Time For Metal / René

Nachspielen ist was anderes, als selber schreiben. Wie schwer fiel euch dieser Schritt, wer übernimmt bei euch das Zepter beim Songwriting und bei den Lyrics, oder ist es ein Ergebnis des Kollektivs?

Wendigo / Jan Ole

Wie aus der vorherigen Antwort vielleicht etwas ersichtlich ist, fiel uns der Schritt relativ leicht. Wie gesagt, das Covern schränkt dich schon ein. Irgendwann möchtest du spielen, was du spielen und hören möchtest. Wir haben zu dem Zeitpunkt vor dem Songwriting ca. 3- 4 Jahre lang nur gecovert und man kam an einem Punkt an, bei dem man sich endlich auch mal kreativ austoben wollte. Also wurden Ideen für eigenes Material sofort begrüßt und man hat sich an die Arbeit gesetzt.

Beim Songwriting hat es sich herauskristallisiert, dass wir bei den groben Grundgerüsten der Songs in zwei Gruppen arbeiten. Eric und Steffen arbeiten einmal Ideen heraus und Lennard und ich arbeiten Sachen heraus. Diese Ideen werden dann bei einer Probe vorgestellt und man setzt sich daran, aus dem Grundgerüst den Song fertig zu bauen. Es wird also geschaut, ob irgendwo Struktur fehlt, wie sich Riffs besser miteinander verbinden lassen, ist dieser Riff wirklich am besten geeignet für diesen Part oder kann das weg? Das alles wird dann quasi im Kollektiv durchgearbeitet.

Bei den Lyrics ist das eine einfache Antwort. Die Lyrics übernehmen Lennard und ich. An den Texten arbeitet allerdings jeder für sich. Mit unserem Sänger Jörg wird dann bei dem Einstudieren des Songs kommuniziert, ob er den Text so verwirklichen kann, oder ob es Probleme mit den Phrasierungen gibt, weil es zu viele Silben oder zu wenige sind. Dem Feedback nach wird der Text dann angepasst.

Time For Metal / René

Mit Wasteland Stories steht seit wenigen Tagen der Nachfolger von der Debüt EP Initiation griffbereit, in dem ihr euch direkt weiterentwickeln konntet. Wie wichtig war für euch im Nachhinein der Schritt, erst mal eine kleine drei Song starke Duftnote abzugeben, um selber daraus Rückschlüsse zu ziehen?

Wendigo / Jan Ole

Zunächst war die EP tatsächlich als Demo gedacht, auf dem nur Covers drauf waren, um sich bei weiteren Festen und Locations zu bewerben. Als dann doch eigenes Material aufgenommen wurde, war es erst die Idee die EP als Demo für Labels zu benutzen. Dann haben wir uns letztlich dafür entschieden, es als EP rauszubringen, grade um Feedback zu bekommen. Im Nachhinein war es ein sehr wichtiger Schritt für uns. Wir wollten wissen, ob in unserer Musik Potenzial steckt, dass wir ausbauen können. Glücklicherweise dachte ein Großteil der Magazine, von denen wir aufgegriffen wurden, dass in uns Potenzial steckt. (Unter anderem auch Time For Metal mit einer 7/10, wenn ich mich recht entsinne. Danke an die Redaktion dafür!)

Es könnte tatsächlich ein ziemlicher Scheidepunkt gewesen sein, denn ich weiß nicht, ob wir bei überwiegend negativem Feedback die Motivation gefunden hätten, weiter mit eigenen Sachen zu machen.

 

Time For Metal / René

Das Artwork ist ähnlich düster, eure Werke hören auf Namen wie The Man With No Home oder Staff Of Agony. Welche Message möchtet ihr dem Hörer übermitteln, und könnt ihr in einem kleinen Track By Track einmal bitte die Wasteland Stories sezieren?

Wendigo / Jan Ole

Wasteland Stories beinhaltet in sich geschlossene Kurzgeschichten in denen wir verschiedene Arten der Einöde und Einsamkeit behandeln. Unser Anliegen war das nicht nur in den Texten darzustellen, sondern auch musikalisch die Kurzgeschichten zu differenzieren. Man kann es ähnlich mit einem Schriftsteller vergleichen. Ein Schriftsteller hat zwar auch seinen eigenen Schreibstil, dennoch versucht er in verschiedenen Geschichten, die er schreibt, verschiedene Atmosphären zu kreieren. So in der Art kann man sich das vorstellen, was wir versucht haben. Durch diesen Anspruch haben wir uns musikalisch viele Freiheiten geben können. Somit konnten wir sagen, dass wenn wir einen schnellen Song schreiben wollten, wir das einfach gemacht haben. Dabei ist herausgekommen, dass ein Song mal von Southern Rock geprägt ist, während der andere sehr viele Doom-Elemente hat. Der eine ist dann wieder Blues Rock-lastiger und im anderen neigen wir uns zum Sludge.

Um auf das Track By Track zurückzukommen, hoffe ich, dass ich es klein halten kann. 😉

The Man With No Home

Es ist ein Text, den Lennard geschrieben hat und ich hoffe ich kann das Thema präzise wiedergeben. Der Text spielt in der Steinzeit, in der ein Mensch, der völlig auf sich allein gestellt ist, in der harschen Wildnis um sein Überleben kämpft. Die Szenerie der Steinzeit hat uns dazu veranlasst, dass die Drums in der Strophe hauptsächlich auf den Toms gespielt werden, um die tribale Atmosphäre des Textes zu unterstreichen.

Desert Rider

In dem Text geht es um eine Art okkulten Biker-Druiden, der sich in einer post-apokalyptisch okkulten Wüstenszenerie durchschlagen muss, um mit Hilfe von Lucifers Chiffre die Geheimnisse der henochischen Schriften Ezekiels zu entschlüsseln. Der Southern Rock Einschlag passt auf jeden Fall zu dieser Figur des Riders. Der Text stammt von mir. Ich dreh gerne mal am Rad.

Back To The Woods

Es ist mit einer der ältesten, wenn nicht der älteste Song, den ich geschrieben hab. Er stammt auf jeden Fall aus den Initiation-Zeiten, wurde aber erst zu diesem Album aufgegriffen. Es ist ein Szenario a la Cabin in the Woods. Ein Mensch alleine im Wald, der von irgendetwas gejagt wird. Die Hektik der Jagd und die Angst des Gejagten soll durch das Tempo weiter verdeutlicht werden.

Dagon

Die gleichnamige Geschichte von H.P. Lovecraft diente hier als Inspiration. Allerdings ist es nicht das gleiche Szenario. Ich habe mir einen Menschen vorgestellt, der in einer Eiswüste auf sich allein gestellt ist. Er bewegt sich auf dem Eis, ringt um sein Überleben und durch seine Umstände sieht er eine Kreatur unter dem Eis. Er kann nicht sagen, ob es real oder Fiktion ist, und weiß nicht, ob es böswillig ist. Es geht hauptsächlich um das Ringen mit der Paranoia.

The Lonesome Gold Digger Pt. I

Wieder ein Text von Lennard. Ich gebe wieder mein Bestes den Inhalt ordentlich wiederzugeben. Wie der Titel schon verrät geht es um einen Goldgräber. Es geht hier um einen alten Mann, der sich durch seine Umstände nicht anders in der Lage sieht, verzweifelt in eine Mine abzusteigen und nach Gold zu suchen. Letztlich schuftet er sich durch Verzweiflung getrieben im Staub und Dreck der Mine zu Tode.

The Lonesome Gold Digger Pt. II

Die Weiterführung der Geschichte ist natürlich auch von Lennard geschrieben. Der Goldgräber kommt nach seinem Tod nicht zur Ruhe. Verzweiflung und Leid verfolgen ihn bis ins Jenseits und er kommt als Geist zurück, um jeden ins Verderben zu stürzen, der es nur wagt seine Mine zu betreten. Die einzige Möglichkeit dem Gräber seine Ruhe zu verschaffen, ist es ihm Gold als eine Art Opfergabe zu überbringen.

Iron Brew

Die Idee hat ursprünglich Eric in den Raum geworfen, in dem er meinte, man könne ja mal einen Song über Bier schreiben. Mit einer geographischen Nähe zur Jever Brauerei ist das gar nicht mal so abwegig. Aber das Ganze sollte zum Konzept passen. Also geht es um eine Person, die sich durch eine Nuklearexplosion verursachte, post-apokalyptische Welt bewegt. Die Person trauert, da sie jegliche Familie, Freunde, etc. verloren hat. Sie findet eine Bar. Dort hat sie Bier gefunden, welches höchstwahrscheinlich nuklear verseucht ist, und versucht sich damit in den Tod zu saufen, da sie das Leid und die Einsamkeit nicht mehr ertragen kann.

Staff Of Agony

Hier war das Thema Kryostase die Hauptinspiration. Vielmehr das Aufwachen aus der Kryostase. Wir haben hier eine Person, die aufgetaut wird. Während des Schlafes hat diese Person möglicherweise Träume erlebt, welche für die Person zur Realität wurden. Während des Auftauens kommt die Person langsam wieder zu Bewusstsein und sieht eine Welt, die sie nie zuvor kannte. Es geht um den Part des Auftauens, wo die Realität mit der Fiktion des Aufwachenden kollidiert und der Aufwachende versucht in Form von Metaphern seine Welt zu verstehen und seine Gefühle zu ordnen. Es wird für ihn allerdings zu einer Art Folter, da er beides nicht vollständig auseinanderhalten kann.

Mother Road

Dieser Text stammt wieder von Lennard. Letztlich geht es um einen Road Trip auf der Route 66. Lennard hat sich hierbei Mühe gegeben die Stationen und dessen Sehenswürdigkeiten in richtiger Reihenfolge lyrisch wiederzugeben.

Time For Metal / René

Das Artwork ist ein gutes Thema. Konntet ihr selber daran Hand anlegen? Hat einer in eurer Reihe ein künstlerisches Händchen oder habt ihr diese Aufgabe an einen Externen abgeben?

Wendigo / Jan Ole

Wir haben das Artwork jemanden entwerfen lassen. Wir sind weder Grafiker, noch begabte Zeichner. Ich zeichne einen Menschen immer noch als Strichmännchen. Durch unsere Vernetzung in der lokalen Musikinitiative sind wir auf den Künstler Matthias Lipinski gekommen. Anhand des Albumtitels hat er einen ersten Entwurf gemacht, der nicht sehr weit von dem jetzigen Artwork entfernt ist. Wir konnten jederzeit unsere Ideen mit einfließen lassen und er hat sie, sofern möglich, mitberücksichtigt und den Entwurf entsprechend geändert. Die Hauptperson hinter dem Artwork war also Matthias Lipinski, wir haben lediglich hier und dort mal einen Wunsch geäußert. Seine Werke sind generell sehr cool. Wer mal reinschnuppern will, kann das auf seiner Internetseite schlauschnacker.de machen.

Time For Metal / René

Ihr veröffentlicht weiterhin als Eigenproduktion. Ist in der Zukunft mit einer Zusammenarbeit mit einem Label zu rechnen, oder wollt ihr euch bewusst alleine durch das Musikbusiness kämpfen?

Wendigo / Jan Ole

Eine Zusammenarbeit mit einem Label wäre natürlich ein großer Traum von uns. Wir hoffen natürlich, dass einige kleinere Labels auf uns aufmerksam wurden, und bereit wären die nächsten Veröffentlichungen herauszubringen. Natürlich öffnet ein Label auch Möglichkeiten für weitere Live-Auftritte. Leider gab es bisher nicht unbedingt das Interesse uns unter Vertrag zu stellen, wenn wir uns gemeldet haben. Ich hoffe mit diesem Album wird sich das ändern und wir sind bei dem einen oder anderen Label auf das Radar gelandet.

Time For Metal / René

Wie ich bei Facebook sehen konnte, seid ihr keine Proberaum- bzw. Studioband, sondern spielt auch live. Finden AC/DC Songs noch ins Set oder spielt ihr nur noch ausschließlich euer eigenes Material?

Wendigo / Jan Ole

Wir bemühen uns natürlich in letzter Zeit um Gigs, bei denen wir nur eigene Sachen spielen können. Vor allem bieten wir uns als lokaler Support für einige Musikclubs an, sollten größere Acts vorbeischauen. Dennoch gibt es in unserem Umfeld auch noch die Feste, auf denen Covers gefordert werden. Wir machen bei diesen Gigs einen Mix aus eigenen Songs und Cover-Stücken. Bei solchen Festen wird gerne mal erwartet, dass man drei bis vier Stunden (inkl. Pausen) bietet. Dort kommen wir mit unseren eigenen Stücken (noch) nicht hin. Es kommt also letztlich auf den Gig an, wie wir es handhaben und wofür wir gebucht werden.

Time For Metal / René

Wo kann man euch in diesem Jahr noch live erleben und welche Ziele wurden als Band für dieses Kalenderjahr noch gesetzt?

Wendigo / Jan Ole

Dieses Jahr wird es ein arbeitsintensives Jahr für uns. Unser erster Gig dieses Jahr ist im Juni in Grevenbroich, dann gibt es hier in unserer Gegend ein paar Gigs und so viel ich noch im Kopf habe, werden wir gegen Ende September in Duisburg sein. Für genauere Daten muss man sich unserer Facebook-Seite bedienen. Ich muss zugestehen, dass ich mir die Gigs nicht immer merken kann. Das Booking bei uns übernimmt normalerweise Lennard, er hat die Daten alle im Kopf. Des Weiteren wird natürlich fleißig an neuem Material gearbeitet. Wir wollen dieses Jahr mindestens noch etwas aufnehmen, was sehr wahrscheinlich eine EP wird. Vor dem Ganzen werden wir uns allerdings um einen neuen Sänger/in bemühen müssen. Wir haben es letztens auf unserer Facebook-Seite verkündet, dass Jörg auf Grund von privaten und familiären Angelegenheiten seinen Ausstieg verkündet hat. Er wird zwar noch für die stehenden Gigs einspringen, sollte sich bis dahin niemand gefunden haben. Dennoch war es sein Wunsch, dass wir jemanden Neuen zügig finden, was wir natürlich respektieren und beherzigen wollen. Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe, mit der wir uns jetzt beschäftigen und noch einige Zeit beschäftigen werden.

Time For Metal / René

Ich bedanke mich für den kurzen Einblick in Wendigo und wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Das letzte Wort gehört ganz alleine euch und könnt ihr ganz frei wählen!

Wendigo / Jan Ole

Vielen, vielen Dank nochmal, dass du dir Zeit genommen hast, dich mit uns etwas näher zu beschäftigen. Wir sind sehr dankbar und freuen uns, dass dir unser Album gut gefallen hat. Eine 6,8 von 10 war es, meine ich. Vielen Dank für die netten Worte!

Cheers!

Jan Ole

Soweit die Antworten des Gitarristen Jan Ole von der Band Wendigo. Vielen Dank für die Mühe und die Ehrlichkeit. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und vielleicht sehen wir uns ja bei einem Festival oder einem Konzert.

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