Lordfest 2025 am 13.12.2025 in der Sporthalle in Hamburg

Feuer, Emotionen und große Gesten: Lord Of The Lost zelebrieren beim Lordfest 2025 eine Show der Superlative

Eventname: Lordfest 2025

Headliner: Lord Of The Lost

Vorbands: Pain, Setyøursails, Pyogenesis

Ort: Sporthalle, Hamburg

Datum: 13.12.2025

Kosten: ab 64,95 € VVK

Genre: Dark Metal, Dark Rock, Metal, Metalcore

Besucher: ca. 7000 Besucher

Veranstalter: FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH (https://fkpscorpio.de/de/)

Link: https://lordofthelost.hamburgrecords.com/new.html

Setliste Lord Of The Lost:

  1. The Things We Do For Love
  2. I Will Die In It
  3. Damage
  4. Walls Of Eden
  5. Bazaar Bizarre
  6. Priest
  7. The Gospel Of Judas
  8. Ruins
  9. Loreley
  10. Leaving The Planet Earth
  11. The Art Of Being Alone
  12. Never Let You Go
  13. The Look (Roxette Cover)
  14. Drag Me To Hell
  15. Winter’s Dying Heart
  16. Raining Stars
  17. Blood For Blood
  18. Blood & Glitter
  19. Lords Of Fyre
  20. Cha Cha Cha (Käärijä Cover)
  21. Schrei Nach Liebe (Die Ärzte Cover)
  22. Moonstruck
  23. Light Can Only Shine In The Darkness

Das Lordfest 2025 ist längst mehr als ein ambitioniertes Heimspiel – es ist ein fest etablierter Fixpunkt im winterlichen Metal-Kalender. Heute bringen Lord Of The Lost die Sporthalle Hamburg vor rund 7.000 begeisterten Fans erneut zum Beben und beweisen eindrucksvoll, dass der Zuspruch dem Festival Recht gibt. Nach einem intensiven Konzert- und Festivaljahr schließt die Band um Frontmann Chris Harms ihre Saison vor heimischem Publikum ab, das jede Note frenetisch feiert. Als Headliner zelebrieren Lord Of The Lost ihre nunmehr vierzehnjährige Karriere mit einer Show, die ihre stetige visuelle und musikalische Neuerfindung zwischen Dark Metal, Industrial, Glam und Dark Rock widerspiegelt. Gestärkt durch internationale Erfolge präsentiert sich die Hamburger Formation in absoluter Höchstform. Bereits vor dem Hauptact sorgt ein hochkarätiges Line-Up mit den schwedischen Industrial-Metal-Veteranen Pain, den Kölner Modern-Metal-Vertretern Setyøursails sowie Pyogenesis für eine elektrisierende Atmosphäre.

Heimspiel mit Nachdruck: Das Lordfest 2025

Pünktlich um 17 Uhr öffnen die Türen der Sporthalle in Hamburg. Den Anfang des Lordfest machen gut eine Stunde später Pyogenesis. Die Stuttgarter Musiker verfügen über ein extrem breites Spektrum und verknüpfen diverse Subgenres miteinander. Von Death-Metal-Hooks über Gothic-Metal-Riffs ist alles in den Werken integriert. Ein Fokus liegt dabei auf Alternative-Rock-Klängen, die in kraftvolle Pop-Strukturen gebettet werden. Das Interesse ist bereits zur frühen Stunde ordentlich. Alle der 7000 erwarteten Besucher sind jedoch noch nicht in der Sporthalle aufgeschlagen. Die Kulisse kann sich dennoch sehen lassen. Mit Steam Paves Its Way (The Machine) und Will I Ever Feel The Same springen sie direkt ins Set. Sänger und Gitarrist Flo V. Schwarz sucht sofort die Interaktion mit dem Publikum. Viel Zeit bleibt der Truppe aus dem Süden der Republik auch nicht, die mit einer Spielzeit von ca. 30 Minuten auskommen muss. Der Weg aus Stuttgart ist zumindest nicht umsonst. Trotz der kurzen Session werden die Stücke All I Am Is Bleeding und Flesh And Hair positiv aufgenommen. Pyogenesis sorgen als Opener für einen guten Start in einen ereignisreichen Abend.

Bereits um 18:40 Uhr entert der zweite Act Setyøursails die Bühne. Die Band aus Köln zieht ihren Metalcore auf. Im Fokus steht Jules Mitch. Die Frontfrau bringt zusammen mit ihren Kollegen moderne Core-Elemente zum Tragen. Neben dem Metalcore liegt melodischer Hardcore in der Luft. Trotz der durchaus erheblich unterschiedlichen Handschriften können auch Setyøursails beim Hamburger Publikum punkten. Mit ihren drei Studioalben im Gepäck lassen sie direkt zum Start den Titeltrack des aktuellen Langeisen Bad Blood aus dem Sack. Es folgen Why und In My Head. Viel Zeit bleibt auch dem zweiten Protagonisten nicht. Insgesamt formen neun Tracks das Set des Abends. Immer wieder springt dabei Gitarrist André Alves Rodrigues heraus, der neben Jules immer wieder Höhepunkte streuen kann. Setyøursails haben sich in den letzten vier Jahren schnell einen Namen in der Szene machen können. Der zweite Longplayer Nightfall von 2022 sorgte für den Durchbruch der Kölner Band. Live schnell gewachsen, macht Halo richtig Spaß. Das geht nicht nur mir so, sondern auch den bereits zahlreichen Moshern vor der Bühne. Die Zeit vergeht wie im Fluge und so ist nach Best Of Me auch für Setyøursails der wohlverdiente Feierabend angesagt.

Als Co-Headliner haben sich Lord Of The Lost die Schweden Pain eingeladen. Das Projekt von Peter Tägtgren bekommt somit etwas mehr Spielzeit als die ersten beiden Combos. Pain stehen für eine intensive Show, für moderne Riffs und abgefahrene Klänge. Seit 2007 haben sie neun Studioalben veröffentlicht und zählen vor allem live als eine absolute Genre-Granate. Wer die Skandinavier vorab schon auf der Stage erlebt hat, weiß: Peter und Pain nehmen keine Gefangenen, und mit diesem Vorsatz startet der elektronisch versehene Dark Metal mit Alternative Rock direkt mit den ersten Hits. Als Opener-Duo bringen I Just Dropped By (To Say Goodbye) und Don’t Wake The Dead die Meute zum Schwitzen. Pain als direkter Lord Of The Lost Support zahlt sich ab der ersten Sekunde aus. Die norddeutschen Headbanger haben Bock und lassen sich nicht lange bitten. Call Me zündet immer, und wem das noch nicht reicht, der wird spätestens von Same Old Song vom Hocker gezogen. Im zweiten Teil der Show warten ausschließlich Klassiker und Evergreens. The Great Pretender lässt das Tanzbein schwingen, während Party In My Head zur bunten Kopfsache wird. Let Me Out und Shut Your Mouth beenden mit einem fulminanten Finale. Alleine für Pain hat sich für viele Auswärtige der Trip nach Hamburg gelohnt.

Keine Kosten und Mühen gescheut und dabei noch auf die Hitdichte geachtet

Das Lordfest steht zweifelsohne im Schatten des Hauptacts und Headliners Lord Of The Lost. Mit einem lauten Knall fällt der Vorhang um 21:10 Uhr und die Sporthalle eskaliert. The Things We Do For Love eröffnet den Sprung in eine intensive LOTL-Show, die klotzt und zu keiner Zeit kleckert. Chris Harms ist bestens aufgelegt und wie seine Mitstreiter über den herzlichen Empfang sichtbar ergriffen. Mit I Will Die In It und Damage legen die Hanseaten sofort nach. Spritzig und voller Tatendrang wird die ganze Bühne bearbeitet und die Stimmung kocht sofort hoch. Den Siedepunkt können Lord Of The Lost (das darf bereits verraten werden) bis zum Ende halten. Feuer und Flamme wird gezündet, was das Zeug hält, schließlich isst das Auge mit. Da sind die durchaus schlichten Outfits im gedeckten Schwarz noch am unspektakulärsten. Was die Produktion auffährt, ist oberste Klasse und sonst nur bei Acts der absoluten Superlative zu sehen. Neben der starken Setlist wurden somit keine Kosten und Mühen gescheut. Mit knapp über 60 Euro liegt das Preis-Leistungs-Verhältnis ohnehin im mehr als grünen Bereich, was die drei Bands im Vorprogramm alleine bewiesen haben. Die Krone setzen sich Lord Of The Lost auf. Chris stimmt Bazaar Bizarre an, während die Gitarren die heiße Luft schneiden. Winterliche Temperaturen in Hamburg dringen zu keiner Zeit in die Halle ein. Die durch die Pyrotechnik aufgeheizte Halle entfacht mit Drag Me To Hell einen emotionalen Wirbelsturm. Satte 23 Songs stehen auf dem Programm. Dabei bekommen sie auch von Beyond The Black Unterstützung oder zelebrieren den Kracher Lords Of Fyre. Die ESC-Hymne Blood & Glitter darf da nicht fehlen, aber auch ein zweiter ESC-Song wird zelebriert. Die Coverversion von Cha Cha Cha (Käärijä-Cover) scheppert durchs weite Rund. Gleich drei Songs anderer Interpreten werden zum Besten gegeben. The Look (Roxette-Cover) macht den Anfang, während Schrei Nach Liebe von Die Ärzte ein ganz klares Signal aussendet. Auch beim Headliner verfliegt die Zeit. Viel zu schnell befinden wir uns auf der Zielgeraden. Moonstruck und Light Can Only Shine In The Darkness schließen das Lordfest 2025 und machen Lust auf das Festival im nächsten Jahr. Während sich Lord Of The Lost noch feiern lassen, steht schon der Termin für 2026. Durch den hohen Zuspruch wird die Veranstaltung ausgeweitet und wird am 18.12. und 19.12.2026 in Hamburg in der Große Freiheit 36 stattfinden.