Festivalname: Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS)
Headliner: Saltatio Mortis
Vorbands: Mr. Hurley und die Pulveraffen, Versengold, Faun, Kaperfahrt, Harmony Reign
Ort: Bückeburg
Datum: 25. & 26.07.2026
Kosten: Samstag, 25.07.2026 Markt und Musikbühne – Gäste 7-14 Jahre: VVK: 39,00 €, AK: 41,00 €; Gäste ab 15 Jahre: VVK: 78,00 €, AK: 82,00 €
Genre: Pirate Metal, Folk Metal, Medival Metal
Veranstalter: Mittelalterliche Phantasie Veranstaltungen Gisbert Hiller
Link: www.spectaculum.de
Setlisten:
- Affentotenkopp
- O.S.
- Achterbahn Am Achterdeck
- Piraten: Megageil!
- Leuchtturm
- Mit’n Hut
- Zu Fuß
- Mann Über Bord
- Mein Charakter
- Meine Schnauze
- Mit’n Herz
- Unser Untergang
- Tortuga
- Blackbeard
- Was Wollen Wir trinken / Spielmannsschwur / The Wild Rover / Libertalia / Knightclub / Und’n Tripper / Julia Und Die Räuber / Thekenmädchen
- Die Nacht Ist Noch jung
Zugabe:
- Auf In Die Schlacht
- Drunken Sailor Medley
- Santa Sangria
- Der Haifisch 2024
- Medley
- Blau Wie Das Meer
- Der Tag Mag Kommen
- Klabauterfrau
- Der Tag, An Dem Die Götter Sich Betranken
- Solange jemand Geige Spielt
- Die Halbe Welt
- Wem? Uns!
- Falscher Leuchtturm
- The Devil Is a Barmaid
- Feuergeist
- Niemals Sang- Und Klanglos
- Verliebt in Eine Insel
- Haut Mir Kein‘ Stein
- Dans Op De Deel
- Hey Hanna
- Eingenordet
- Hoch Die Krüge
- Klopapier
- Thekenmädchen
- Kobold Im Kopp
Zugabe:
- Die Letzte Runde
- Butter Bei Die Fische
- Abgesang
- Ich Habe Keine Angst
- Wo Sind Die Clowns
- Brunhild
- Loki
- Odins Raben
- Heimdall
- Der Himmel Muss Warten
- Dessous Le Pont De Nantes
- Was Wollen Wir Trinken
- Pray To The Hunter
- Ich Schrei Deinen Namen in Die Nacht
- My Mother Told Me / Valhalla Calling
- We Might Be Giants
- Mittelalter
- Vogelfrei
- Keine Regeln
- Prometheus
Zugabe:
- Für Immer Jung
- Finsterwacht
- Spielmannsschwur
Nachdem Kollege René bereits in Rastede auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) zu Gast war (zum Bericht geht es hier), fand am vergangenen Wochenende das MPS in Bückeburg statt – um genau zu sein das MPS Bückeburg 1, denn am Wacken-Wochenende wird ein zweites MPS in Bückeburg stattfinden. Bückeburg 1 findet am Samstag, dem 25., und Sonntag, dem 26.07.2026 statt, ich bin aber nur am Samstag vor Ort auf meinem ersten MPS.

Über den Schlossgarten geht es Richtung Eingang, und auf dem Weg dahin sind schon allerlei Leute in Gewandung bei strahlendem Sonnenschein in dieselbe Richtung unterwegs. Hinter dem Eingang dann direkt eine andere Welt – Lagerleben mit Zelten und offenem Feuer, über dem gegrillt wird, Strohballen zum Sitzen und dazu allerlei mittelalterliche Klänge. Von da aus geht es einmal quer über das Gelände zur Musikarena-MPS-Bühne, auf Mr. Hurley Und Die Pulveraffen bereits aufspielen. Auf dem Weg dorthin gibt es neben mehr Lagerleben auch einige beeindruckende Statuen zu bestaunen. Am Turnierplatz der Ritter vorbei geht es dann weiter in Richtung Bühne, vor der bereits eine stattliche Menge zu Piraten: Megageil! feiert. Das Quartett aus dem karibischen Osnabrück haut einen Piratenhit nach dem anderen raus und schafft es bereits am frühen Nachmittag, die MPS-Fans zum Tanzen zu animieren. Bei Knallern wie Leuchtturm, Blackbeard oder Meine Schnauze kein Wunder. Zum Ende des Sets positionieren sich Mr. Hurley und seine Mitmusiker auch noch einmal ganz deutlich – mit Der Haifisch 2024 machen sie unmissverständlich klar, dass sie nichts von der AfD halten, und bekommen bei der Textzeile „Ahoi und F*CK DIE AFD“ dafür auch massiven Applaus der Menge. Mit Blau Wie Das Meer stimmen sie dann noch auf den weiteren Tag ein und verabschieden sich nach beinahe zwei Stunden Spielzeit in den wohlverdienten Feierabend.

Nach einer guten halben Stunde Pause geht es dann mit Versengold weiter. Die steigen mit Der Tag Mag Kommen in den Nachmittag ein und erzählen danach von der Klabauterfrau und Der Tag, An Dem Die Götter Sich Betranken. Man merkt deutlich, dass die ersten Reihen textsicher mitsingen, und auch den Jungs sieht man deutlich an, dass sie die Veranstaltung schätzen und mit Herz und Seele auf dem MPS zu Hause sind. Nach The Devil Is A Barmaid beschließe ich dann aber mal weiter übers Gelände zu wandern und mir auch etwas zu futtern zu suchen.

Auf dem Markt gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt – vom Grill, aus der Pfanne oder auch Frittiertes ist zu finden. Einen Platz im Schatten zu finden, gestaltet sich hingegen etwas schwieriger, aber unter den zahlreichen Sonnensegeln ist dann doch ein Plätzchen frei und in der Nähe befindet sich auch die Festivalbühne, auf der gerade Katerfahrt aufspielen, die auch zahlreiche Besucher zum Tanzen bringen. Und auch Harmony Glen können im Anschluss mit Banjo und Dudelsack überzeugen.

Am frühen Abend geht es auf der Musikbühne dann mit Faun weiter. Hier wird mystischer Pagan-Folk geboten, der viele an Naturgeister erinnernde Fans vor die bringt. Insgesamt geht es deutlich ruhiger zu als noch bei Versengold und den Pulveraffen, aber die Stimmung nimmt das Publikum trotzdem mit.
Ich beschließe aber, nachdem ich meine Fotos gemacht habe, noch mal übers Gelände zu gehen, und komme dabei an zahlreichen Ständen mit Handwerkskunst und auch an einer Vorführung auf dem Ritterplatz vorbei, bevor ich dann zu Saltatio Mortis wieder an der Musikbühne stehe.

Nun ist es auf dem Festivalbereich auch richtig voll, man merkt auch deutlich, dass Alea Der Bescheidene und seine Mitstreiter definitiv ein würdiger Headliner sind, der auch ordentlich Leute zieht. Pünktlich um 22 Uhr geht es dann auch los und die Jungs steigen mit Ich Habe Keine Angst in den Abend ein, gefolgt von Wo Sind Die Clowns und Brunhild. Bei Loki lodern dann zum ersten Mal die Flammen gen Himmel und davon gibt es reichlich – was auch im Laufe des Abends immer wieder ordentliche Akzente setzt. Wie schon die Bands zuvor, lässt auch Alea die letzten Jahre Revue passieren, denn 2027 soll es (zunächst) keine Musikbühne geben und Veranstalter Gisi will wieder etwas kleiner treten. Nichtsdestotrotz würdigen alle Bands das MPS und dessen Chef, ohne die sie nicht so erfolgreich geworden wären. Bei allen ernsten Worten gibt es auch genug Musik – so stimmt die Menge bei Was Wollen Wir Trinken textsicher ein und auch Ich Schrei Deinen Namen In Die Nacht und das Medley aus My Mother Told Me und Valhalla Calling kommen sehr gut an. Zwischendurch geht es für Alea noch im aufblasbaren Wikingerboot über die Menge. Für Immer Jung, Finsterwacht und Spielmannsschwur bilden die Zugabe, nach der sich die Menge auch relativ zügig zerstreut und gen Heimat, Heerlager oder Campingplatz strebt.











































