Order To Ruin – The Book Of Nemesis

“Gegenwind für die Weichspüler der Szene!“

Artist: Order To Ruin

Herkunft: Münster, Deutschland

Album: The Book Of Nemesis

Spiellänge: 40:07 Minuten

Genre: Melodic Death Metal, Thrash Metal

Release: 25.05.2015

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/OrderToRuin

Bandmitglieder:

Gesang – Mike Seidel
Gitarre – Denis Pfeffer
Gitarre – Simon Buse

Tracklist:

  1. The book of Nemesis
  2. Nightborn
  3. Age of kings
  4. Dead end mansion
  5. Devil among the sheep
  6. My fiction god
  7. One carved in doom
  8. Eclipse of the moon
  9. The Necromancer

Order To Ruin - The Book Of Nemesis

Münster ist eine Stadt, aus der bereits so einiges hervorgegangen ist, was den deutschen Metal bewegt hat. So entsteht dort auch das Metal Festival Vainstream und auch Bands wie Neaera und Crosscut nennen die Universitätsstadt ihre Heimat. So ist es auch mit der Band, die auf den Namen Order To Ruin hört. Bei ihrem sechsten Release The Book Of Nemesis bringen sie in stilistischer Anlehnung an ihre anderen drei Full-Length-Alben einen ordentlichen Genremix aus Melodic Death Metal und Thrash Metal auf eine vierzig Minuten lange LP.

Mit Melodien, die nicht so klingen, als hätte man sie bereits tausende Male gehört und einer Stimme, die wirklich eher dem Thrash als dem Death Metal entliehen ist, spielen vor allem aber auch Black Metal-angehauchte Zwischenpassagen eine nicht ganz unwichtige Rolle auf dem seit dem 25.05.2015 erhältlichen Album.

Atmosphärisch – durch den Einsatz von Samplern – und mit aggressiven Stakkato Riffs bringen Songs wie Dead End Mansion und The Necromancer genau da Tiefgang rein, wo zum Beispiel mein Favoritensong My Fiction God an die guten Zeiten von Bands wie Norther oder Children Of Bodom erinnern lässt.

Fazit: Da, wo die Szene zum Beispiel bei In Flames, Trivium und Co. immer weiter Richtung Weichspüler absinkt, bringen Order To Ruin „frischen-alten“ Wind in den Metalmarkt und das, ohne angestaubt zu wirken. Sicher gibt es einige Bands, die das besser können, jedoch wenn man überlegt, dass die Münsteraner Kapelle mit The Book Of Nemesis ihr sechstes Release in drei Jahren Bandgeschichte veröffentlicht hat, dann kann man über den etwas schwachen Schlagzeug-Bumms hinwegsehen. Denn - ehrlich gesagt - habe ich hier nicht viel zu meckern. Wer die Band mag, muss hier einfach zugreifen. Wer mal wieder Melodic Death Metal hören will, der auch mal auf die Fresse hauen kann, ist hier ebenfalls goldrichtig.

Anspieltipps: My Fiction God, One Caved In Doom und The Age Of Kings
Kai R.
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