Witching Hour – Past Midnight… (Re-Release)

19.06.2026 – Ancient Black Metal, Heavy Metal, Black Metal, Thrash Metal, Speed Metal – Dying Victims Productions – 34:24 Minuten

Am 19. Juni 2026 erscheint Past Midnight…, das zweite Studioalbum der Saarländer Witching Hour von 2011, erneut auf Vinyl. Die Wiederveröffentlichung erfolgt über Dying Victims Productions, lizenziert von Evil Spell Records, und setzt die Reihe hochwertiger Re-Releases des Bandkatalogs fort. Sammler können zwischen der CD, einer klassischen schwarzen Vinyl-Ausgabe und einer limitierten Dark Green/Black Galaxy Vinyl Edition wählen, die zusätzlich mit einem exklusiven Patch ausgestattet ist.

Parallel zu den Wiederveröffentlichungen sorgte die Band mit ihrem aktuellen Album Descending… Where Time Has Ceased to Exist, das bereits im Mai 2026 veröffentlicht wurde, für frisches Material. Dennoch lohnt sich der Blick zurück auf Past Midnight…, ein Album, das für die Entwicklung der Saarländer einen weiteren Meilenstein darstellt.

Zwischen düsteren Legenden und schwarzer Magie

Bereits der Albumtitel gibt die Richtung vor. Die sogenannte „Witching Hour“ beschreibt jene geheimnisvolle Zeit zwischen Mitternacht und Morgengrauen, in der, alten Überlieferungen zufolge, die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Schatten verschwimmen. Diese finstere Symbolik zieht sich auch hier, ebenso wie im Debüt Rise Of The Desecrated von 2009, wie ein roter Faden durch das gesamte Album und verleiht den Songs eine atmosphärische, okkulte Aura. Das von der Band als Ancient Metal bezeichnete Genre erhält also eine weitere Veröffentlichung.

Mehr Reife, ohne die Wurzeln zu vergessen

Musikalisch bleiben Witching Hour ihrem Blackened-Thrash-Fundament treu, präsentieren sich jedoch deutlich gereifter als auf dem Debüt, das mir schon sehr gefiel. Das instrumentale Intro Past Midnight… schafft zunächst eine stimmungsvolle Grundlage, bevor Under Evil Spells mit hoher Geschwindigkeit und aggressiver Energie das Kommando übernimmt.

Im Tempo wird dann auf der gesamten Platte nicht nachgelassen. Songs, die für eine Unholy Night das absolut Richtige sind. Die Songs von Witching Hour haben mittlerweile einen hohen Wiedererkennungswert für mich. Die Arrangements wirken dieses Mal strukturierter, die Übergänge flüssiger und die Songs insgesamt fokussierter. Trotz dieser Entwicklung verliert die Band nichts von ihrer ursprünglichen Wildheit.

Gitarrenarbeit als große Stärke

Hier und dort treten verstärkt melodische Elemente hervor. Vor allem – aber nicht nur – Black Countess demonstriert eindrucksvoll, wie gut aggressive Thrash-Riffs und eingängige Harmonien miteinander harmonieren können. Die Gitarren stehen dabei klar im Mittelpunkt. Daneben muss ich noch einmal den sehr prägnanten Gesang hervorheben. Ein weiterer Höhepunkt ist für mich auch Hail The Cult.

Verbesserter Sound mit authentischem Old-School-Flair

Auch klanglich zeigt sich eine deutliche Weiterentwicklung. Der Sound besitzt weiterhin die raue, ungeschliffene Atmosphäre klassischer Underground-Produktionen, wirkt aber noch einmal druckvoller und ausgewogener als auf dem Debüt. Dadurch gewinnen die Songs noch einmal an Qualität, ohne ihr Underground-Flair zu verlieren.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Witching Hour – Past Midnight… in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Witching Hour – Past Midnight… (Re-Release)
Fazit zu Past Midnight...
Past Midnight... verbindet die rohe Energie des Blackened Thrash Metal mit einer deutlich gereifteren Herangehensweise an Songwriting und Melodie. Witching Hour bleiben ihren Old-School-Wurzeln treu, erweitern ihren Sound jedoch um zahlreiche einprägsame Heavy-Metal-Momente. Die Neuauflage bietet die perfekte Gelegenheit, ein starkes und oft übersehenes Album der Saarländer wiederzuentdecken. Ich selbst freue mich schon jetzt auf das noch ausstehende dritte Album der Band, welches am 24. Juli erscheinen wird.

Anspieltipps: Under Evil Spells, Black Countess und Hail The Cult
Juergen S.
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