The Scepter – Shadows In The Tower

24.07.2026 – Heavy Metal, Power Metal – No Remorse Records – 29:14 Minuten

Kanadischer Heavy Metal ist nicht erst seit Skull Fist und Riot City ein Qualitätsmerkmal. Wer denkt nicht sofort an die progressiven Thrasher Voivod, Anvil oder Annihilator? Mit The Scepter aus Ottawa taucht ein neuer Name am Firmament auf. Die Truppe hat sich 2018 gegründet und veröffentlichte 2023 erste Singles. 2026 ist nun Zeit für das Debüt Shadows In The Tower, eine Scheibe, die sich kurzfasst und in knapp 30 Minuten alles erzählt.

Shadows In The Tower fasst sich kurz

Acht Stücke gibt es auf dem Debüt und der Anfang Riding Out erinnert an die bereits genannten NWoTHM-Bands aus Kanada. Die Vocals von Jean-Pierre Abboud sind nicht in den Höhenlagen unterwegs wie andere Kollegen. Die Instrumente sind bewusst geerdet produziert und erinnern an diverse Labelkollegen im No-Remorse-Records-Rooster.

Where Art Thou nimmt das Tempo etwas zurück und setzt auf eingängigen Refrain, Protector Of The Skies legt gleich wieder eine Schippe drauf, ergänzt mit intensivem Gitarrensound. Das Ding könnte auch auf einer verschollenen Undergroundperle des US-Metals aus den 80ern stammen. Trink Aus meinen die Hosen, Drink On ist die Antwort von The Scepter. Fast im Style von Judas Priest und Co. präsentiert die Truppe eine Mitmachnummer, die auf der Bühne perfekt funktionieren sollte.

Auch Burn Bundy Burn agiert zwischen Tempo und klassischem Metal, Mitsingpassagen inklusive. Die finalen drei Songs sind die Langläufer der Platte. Dreimal mehr als vier Minuten. Progressiv werden The Scepter nicht, aber Dunes ist etwas verspielter, mit leichten 80er-Jahre-Blind-Guardian-Vibes, was die Band stark auf den Punkt bringt.

Das Finale nennt sich Taarakian Blood und Shadows In The Tower, bei denen sich als Inspiration zum Songwriting Battalions Of Fear und Follow The Blind auf dem Plattenteller drehten. Wie bei Dunes sind auch die beiden Teile kompetent umgesetzt und zeigen, dass hier eine junge Band mit Potenzial am Werk ist. Eine Prise Kai-Hansen-Helloween folgt zum guten Schluss und dürfte 80er-Jahre-Freaks munden.

Hier geht es für weitere Informationen zu The Scepter – Shadows In The Tower in unserem Time For Metal Release-Kalender.

The Scepter – Shadows In The Tower
Fazit Shadows In The Tower
The Scepter liefern mit Shadows In The Tower ein starkes Debüt. Klar, der Sound ist nicht unbekannt oder neu, aber kompetent in das Jahr 2026 verpflanzt. Dass die Truppe Fans von Blind Guardian, Helloween und dem US-Metals der 80er-Jahre ist, versteht sich von selbst. The Scepter präsentieren blank geputzte alte Räder mit einem neuen Anstrich.

Die Zielgruppe von No Remorse ist identisch mit der Zielgruppe von The Scepter, sodass sich die Frage stellt, wann die Truppe zum Keep It True Festival kommt.

Anspieltipps: Protector Of The Skies, Drink On und Dunes
Jürgen F.
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