Witching Hour – Where Pale Winds Take Them High…(Re-Release)

24.07.2026 - Ancient Black Metal, Heavy Metal, Black Metal, Thrash Metal, Speed Metal – Dying Victims Productions – 24:29 Minuten

Mit Where Pale Winds Take Them High… erfährt eine längst vergriffene Veröffentlichung der saarländischen Black-/Speed-Metal-Band Witching Hour am 24.07.2026 ihre verdiente Rückkehr auf Vinyl. Dying Victims Productions, lizenziert von Evil Spell Records, setzt damit die Neuauflage des Bandkatalogs konsequent fort. Neben der CD und klassischem schwarzem Vinyl erscheint die EP auch als limitierte Dark Green/Black Galaxy Vinyl Edition, der zusätzlich ein exklusiver Patch beiliegt. Nachdem die Band erst im Mai mit Descending… Where Time Has Ceased to Exist neues Material veröffentlicht hat, bietet sich nun die Gelegenheit, einen Blick auf eine weitere Station ihrer Entwicklung zu werfen.

Rau, ungeschliffen und unverkennbar Witching Hour

Die ursprünglich 2014 erschienene EP knüpft direkt an die ersten beiden Alben Rise Of The Desecrated (2009) und Past Midnight… (2011) an. Bereits das kurze Instrumental Where Pale Winds Take Them High… lässt keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht. Nach einem stimmungsvollen Einstieg bricht das für Witching Hour typische Klangchaos los – roh, rumpelig und mit genau der richtigen Portion Underground-Charme. Nahtlos geht der Opener in About A Curse Of A Morbid Century über, bei dem sofort die markanten Vocals einsetzen und der typische Sound der Saarländer in voller Wucht zuschlägt.

Wer Witching Hour kennt, weiß inzwischen genau, was ihn erwartet – und genau das macht den Reiz dieser Band aus. Hier wird nichts modernisiert oder glattpoliert. Stattdessen gibt es eine ehrliche Mischung aus Black Metal und Speed Metal, die kompromisslos klingt und ihre ganz eigene Handschrift besitzt. Mittlerweile ist dies bereits die vierte Veröffentlichung der Band, die ich besprechen durfte, und der Wiedererkennungswert ist beeindruckend hoch. Es fehlt eigentlich nur noch das dritte Album …And Silent Grief Shadows The Passing Moon von 2018.

Zwischen Tempo und Atmosphäre

Produktionstechnisch wirkt die EP angenehm roh, gleichzeitig aber deutlich ausgereifter als das Debütalbum. Vor allem So I’ve Chosen Death und From The Black Crypts Of Fullmoon treiben den Blackened-Speed-Metal der Band mit hoher Energie voran und zeigen, wie sicher Witching Hour ihren Stil bereits gefunden hatten.

Einen gelungenen Kontrast bildet das abschließende Von Unaussprechlichen Kulten. Der Song nimmt das Tempo deutlich zurück, verzichtet vollständig auf Gesang. Dadurch entsteht ein langes, atmosphärisches Finale, das wie ein düsteres Nachspiel wirkt und die EP stimmungsvoll ausklingen lässt.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Witching Hour – Where Pale Winds Take Them High…(Re-Release) in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Witching Hour – Where Pale Winds Take Them High…(Re-Release)
Fazit zu Where Pale Winds Take Them High…
Die EP Where Pale Winds Take Them High… dokumentiert eindrucksvoll den Entwicklungsschritt zwischen den ersten Alben und den späteren Werken der Band. Der Sound bleibt angenehm rau, die Songs besitzen bereits einen hohen Wiedererkennungswert und transportieren genau jene ungeschliffene Energie, für die Witching Hour seit Jahren geschätzt werden. Wer klassischen Blackened Speed Metal mit Underground-Charme liebt und seine Sammlung um eine hochwertige Vinyl-Neuauflage erweitern möchte, sollte hier unbedingt zugreifen.

Anspieltipps: So I've Chosen Death, From The Black Crypts Of Fullmoon und Von Unaussprechlichen Kulten
Juergen S.
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