Verstorbene Helden 2025

Wir blicken zurück und erinnern uns

Silvester ist vorüber und die Welt hofft auf ein besseres 2026. Dennoch wollen wir noch einmal zurückblicken auf all jene, die 2025 die große Bühne des Lebens verlassen haben und nicht mehr auf den Jahreswechsel 2026 anstoßen konnten. Ihr Feuer ist erloschen, doch ihre Musik oder ihre Verdienste für die Musik leben weiter! Jeder Einzelne von ihnen hat sich in seiner Kunst schon einmal auf die eine oder andere Weise dem Tod zugewandt, nun haben sie die letzte Grenze überschritten und gesellten sich zu all den Legenden, die im Jenseits eine Kapelle sondergleichen auf die Beine stellen können. Die Liste ist lang und muss ständig erweitert werden. Viel zu früh machte der Tod begnadete Musiker zu dem, was sie heute sind: Rocklegenden! Der Tod macht weder beim Alter noch beim Bekanntheitsgrad Unterschiede …, der Tod ist eben ein Arschloch!

01.01.2025, Russ North

Das Jahr hat nicht mal begonnen, da erwischt es bereits den Ersten. Russ North, ein britischer Heavy-Metal-Sänger, der durch seine Mitgliedschaft bei Cloven Hoof bekannt wurde. Seine markante, kraftvolle Stimme prägte Alben wie Dominator (1988) und trug maßgeblich zum melodischen, epischen Stil der Band bei. Auch bei Projekten wie Tredegar und Hell hinterließ er deutliche Spuren in der NWOBHM-Szene. Russ North verstarb 2023 nach langer Krankheit an den Folgen von Kehlkopfkrebs.

03.01.2025, Manfred Schütz

Möglicherweise sagt einem der Name Manfred Schütz zunächst nichts, doch er war eine zentrale Figur der Musikszene. Unter anderem gründete er das Label SPV sowie das Label M.i.G. Music. Mitte der Siebziger eröffnete er seinen ersten Plattenladen und ließ im Laufe der Zeit mehrere weitere folgen. 1984 wurde die SPV GmbH gegründet, die unter anderem als Vertrieb für Roadrunner Records, Noise Records, Nuclear Blast und Century Media fungierte. SPV galt als führender Vertrieb im Heavy Metal, unter anderem für Motörhead, Alice Cooper, Fury In The Slaughterhouse und Whitesnake. Mit der deutschen Firma M.i.G. wurden zudem Neuauflagen von Krautrock-Bands und Wiederveröffentlichungen der WDR-Rockpalast-Sendungen realisiert. Manfred Schütz war damit ein wichtiger Wegbereiter der Szene und verstarb im Alter von 74 Jahren.

05.01.2025, Fredrik „Freddie Eugene“ Lindgren

Mit Fredrik „Freddie Eugene“ Lindgren geht ein schwedischer Gitarrist, der eine prägende Figur der frühen Stockholmer Death-Metal-Szene war. Begonnen hat er als Teil von Nihilist, die als Keimzelle des schwedischen Death-Metal-Sounds gelten. Bekannt wurde er als Gründungsmitglied von Unleashed und prägte die ersten beiden Alben Where No Life Dwells und Shadows In The Deep mit seinem rauen, treibenden Gitarrenspiel. Später widmete sich Lindgren unter anderem Terra Firma sowie weiteren Rock- und Metalprojekten. Mit seinem Stil hinterließ er bleibende Eindrücke im extremen Metal. Nähere Angaben zur Todesursache sind nicht bekannt.

07.01.2025, Ragne Wahlquist

Wer den frühen skandinavischen Heavy Metal kennt, kommt an Ragne Wahlquist nicht vorbei. Der schwedische Gitarrist, Sänger und Songwriter wurde bekannt durch seine Rolle als Mitbegründer von Heavy Load, einer der ersten echten Heavy-Metal-Bands Schwedens. Vom NWOBHM beeinflusst, entstanden Alben wie Full Speed At High Level, Death Or Glory und Stronger Than Evil. Die Band ebnete den Weg für die spätere schwedische Metal-Szene. Dabei prägten Wahlquists markantes Gitarrenspiel, sein Gespür für epische Hymnen und seine Leidenschaft für Fantasy- und Metal-Ästhetik den Sound von Heavy Load und machten die Band zu einer Kultformation. Bis zuletzt war er musikalisch aktiv und arbeitete an neuem Material für Heavy Load. Ragne Wahlquist verstarb im Alter von 69 Jahren nach längerer Krankheit. Damit geht ein echter Heavy-Metal-Pionier von der Bühne.

16.01.2025, Christiano Fusco

Die Thrash-Metal-Band Necrodeath verliert mit Christiano Fusco ihren Schlagzeuger und langjähriges Mitglied. Der italienische Drummer prägte den kompromisslosen, aggressiven Stil der Band maßgeblich. Zu hören ist er auf mehreren Alben, unter anderem auf Ton(e)s Of Hate. Fusco galt als feste Größe der europäischen Extreme-Metal-Szene. Er verstarb 2025 nach langer Krankheit. Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke im italienischen Metal-Underground.

27.01.2025, Aaron Rossi

Mit Aaron Rossi geht ein weiterer Schlagzeuger von uns. Bekannt wurde er durch seine Arbeit mit Prong und Ministry. Er trommelte unter anderem auf den Prong-Alben Power Of The Damager und Carved Into Stone und prägte damit den modernen Groove Metal der Band. Ab 2007 war Rossi fester Drummer bei Ministry, und gerade die Liveauftritte profitierten von ihm. Zu hören ist er auf den Alben The Last Sucker (2007) und From Beer To Eternity (2013). Außerdem war er beim Projekt Ankla aktiv und trug zu dessen Erfolg bei. Aaron Rossi wurde nur 44 Jahre alt; ein Herzinfarkt riss ihn aus dem Leben.

05.02.2025, Lothar Antoni

Die Band Trance trauert um ihren ehemaligen Sänger Lothar Antoni. Der deutsche Sänger war auf dem Debütalbum Break Out von 1982 zu hören, das bis heute als Klassiker des frühen deutschen Heavy Metal gilt. Damit erlangten Trance auch internationale Beachtung. Seine Stimme, kraftvoll und markant, war ein Markenzeichen des melodischen Sounds und prägte die damalige Szene. Nach seiner Zeit bei Trance wurde es merklich ruhiger um Antoni, doch viele Fans behalten ihn als prägende Stimme einer wichtigen Phase des deutschen Metal in Erinnerung. Sein musikalisches Vermächtnis lebt in den Trance-Werken bis 1998 weiter.

17.02.2025, Jamie Muir

Auch bei diesem Musiker dürften nur echte Fans wissen, um wen es geht. Jamie Muir war ein britischer Perkussionist und Klangkünstler, der vor allem durch seine kurze, aber legendäre Zeit bei King Crimson bekannt wurde. 1972 stieß er zur Band und durfte auf dem Album Larks’ Tongues In Aspic entscheidend mitwirken. Sein Spiel war alles andere als konventionell. Muir nutzte Metall, Ketten, Glocken, Alltagsgegenstände und improvisierte Klangquellen und erweiterte damit das Verständnis von Rhythmus und Geräusch im Progressive Rock. King Crimson erfanden sich in verschiedenen Phasen immer wieder neu, und in einer dieser radikalen Umbruchszeiten durfte Jamie Muir mitwirken. Dies dauerte nur ein Jahr, war für die Band jedoch ein echter Gewinn. Auf der Bühne war Jamie Muir ebenso unberechenbar wie im Studio. Die damals hochgradig experimentelle Phase wurde von ihm eher als Ritual, denn als klassisches Rockkonzert verstanden. Trotz des Erfolgs zog sich Muir bereits 1973 aus der Musik zurück, um sich dem Buddhismus zu widmen. Er lebte danach zurückgezogen und kehrte nie dauerhaft ins Musikgeschäft zurück. Jamie Muir verstarb im Alter von 82 Jahren. Sein Einfluss misst sich nicht an einer langen Diskografie, sondern an der Radikalität seines Ansatzes, und bleibt damit als wichtige Randfigur der Musikgeschichte bestehen.

19.02.2025, Karl Cochran

Am heutigen Tag verlässt uns ein amerikanischer Gitarrist, Songwriter und Produzent: Karl Cochran. Bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Joe Lynn Turner sowie Mitgliedern von Kiss. Ace Frehley, Eric Singer und Bruce Kulick setzten auf seine Gitarrenarbeit und schätzten sein kraftvolles und zugleich melodisches Spiel. Auch beim Eric Singer Project unterstützte er bereitwillig. Bei einigen Kiss-Stücken fungierte Cochran als Songwriter und war unter anderem an Into The Void auf dem Album Psycho Circus beteiligt. Dadurch wurde er im Laufe der Zeit zu einem geschätzten Musiker in der Hard-Rock- und Metal-Szene. Bereits 2014 erlitt Karl Cochran bei einem schweren Autounfall lebensbedrohliche Verletzungen, von denen er sich nie vollständig erholte. Nun verstarb er an den Spätfolgen dieses Unfalls.

25.02.2025, Coburn Pharr

Obwohl Coburn Pharr nur zwei Jahre bei den amerikanischen Thrashern von Annihilator war, hat er in dieser Zeit wohl deren erfolgreichstes Album Never, Neverland eingesungen. Davor verdiente er sich seine Sporen bei Omen, einer US-Power-Metal-Band. Mit seiner kraftvollen, hohen Stimme und seinem melodischen Gespür verlieh Pharr Songs wie Road To Ruin oder I Am In Command einen unverwechselbaren Charakter. Dadurch konnten sich Annihilator auch international weiter etablieren. Nach seinem Ausstieg bei Annihilator blieb Pharr musikalisch aktiv, trat jedoch deutlich seltener in Erscheinung und zog sich weitgehend aus dem Rampenlicht zurück. Coburn Pharr verstarb am heutigen Tag, aber sein Name bleibt untrennbar mit Never, Neverland verbunden.

28.02.2025, David Johannson

Der berühmte Frontmann, Sänger und Songwriter der New York Dolls, David Johansen, bleibt als eine der schillerndsten Figuren der Rockgeschichte in Erinnerung. Als Sänger einer der einflussreichsten Proto-Punk-Bands der frühen 1970er-Jahre legte er mit Alben wie New York Dolls (1973) und Too Much Too Soon (1974) den Grundstein für Punk, Glam und späteren Alternative Rock. Damit beeinflusste er Generationen von Musikern. Nach dem Ende der New York Dolls startete Johansen eine vielseitige Solokarriere und erfand sich mit seinem Alter Ego Buster Poindexter neu, mit dem er auch außerhalb der Rockszene Erfolge feierte. Zudem war er als Schauspieler aktiv und trat in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen auf. David Johansen war bekannt für seine charismatische Bühnenpräsenz, seinen Humor und seine künstlerische Wandlungsfähigkeit. Er verstarb 2025 im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Mit ihm verliert die Musikwelt eine prägende Persönlichkeit des Genres.

01.03.2025, Joey Molland

Der bei der britischen Band Badfinger berühmt gewordene Gitarrist Joey Molland war keiner, der sich in den Vordergrund drängte. Vielleicht ist genau das der Grund, warum seine Musik bis heute so selbstverständlich wirkt. Geboren 1947 in Liverpool, wuchs er mitten in jener Szene auf, aus der so viele große britische Bands hervorgingen. 1969 stieß Molland zu Badfinger und wirkte unter anderem bei den bis heute als Meilensteine des melodischen Rock und Power Pop geltenden Alben No Dice und Straight Up mit. Songs wie Day After Day oder Baby Blue leben von starken Melodien, klaren Arrangements und einer Gitarrenarbeit, die nie aufdringlich ist, aber immer genau da sitzt, wo sie gebraucht wird. Mollands Spiel war präzise, songdienlich und frei von Eitelkeit. Badfinger standen zunächst bei Apple Records unter Vertrag, arbeiteten mit George Harrison zusammen und schienen auf dem Sprung zu etwas Großem. Leider wechselten sie dann zu Warner Brothers, und die folgenden Alben waren nicht mehr so erfolgreich. Molland verließ daraufhin die Band – und damit begann das tragische Ende: Die Ausbeutung der Band durch Plattenfirmen und Manager führte zum Selbstmord von Pete Ham durch Erhängen in seiner Garage. Acht Jahre später folgte das zweite Gründungsmitglied Tom Evans, ebenfalls durch Erhängen. Das dritte Gründungsmitglied, Mike Gibbins, verstarb 2005 eines natürlichen Todes. Nun folgt mit Joey Molland das letzte verbliebene Gründungsmitglied einer Band, die leider durch Ausbeutung und Geldgier der Manager nie den großen Sprung schaffte. Molland setzte seine Musik bis zu seinem Tod fort, veröffentlichte Soloalben und hielt das Erbe der Band über Jahrzehnte auf der Bühne lebendig. Kein großes Comeback, keine Neuerfindung – einfach weitermachen. Für die Songs, für die Menschen, die sie hören wollten.

06.03.2025, Sergio „Kiskilla“ Cisneros

Heute nehmen wir Abschied von Sergio „Kiskilla“ Cisneros. Er wurde als Musiker von Mägo De Oz bekannt und prägte die Band in ihrer wichtigsten Phase. Jahrelang war er mitverantwortlich für den typischen Sound der Band, und seine Keyboards waren mehr als nur Begleitung. Sie gaben den Songs Tiefe, Dramaturgie und oft erst ihre emotionale Wirkung, ohne dass Kiskilla sich je in den Vordergrund drängte. Sein Spiel war unverzichtbar und oft das verbindende Element zwischen Härte und Melodie. Daneben trat er als Komponist und Arrangeur auf und trug maßgeblich dazu bei, dass Mägo De Oz ihren unverwechselbaren Stil entwickeln konnten, mit dem sie weit über Spanien hinaus Erfolg hatten. Bekannt wurde die Band auch durch ihren hohen Musikerwechsel und die Tatsache, dass sie bis zu zehn Personen auf der Bühne einsetzten. Auch nach seinem Ausstieg blieb Sergio Cisneros musikalisch aktiv, arbeitete jedoch eher im Hintergrund und fern des Rampenlichts. Sergio „Kiskilla“ Cisneros verstarb im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

06.03.2025, Brian James

Brian James war ein Gründungsmitglied von The Damned. Der britische Gitarrist und Songwriter gehörte zu den zentralen Figuren des frühen Punk. Er schrieb die Single New Rose, die bis heute als erste offizielle Punk-Veröffentlichung aus Großbritannien gilt. Seine Handschrift ist auch auf dem Debütalbum Damned Damned Damned deutlich zu hören. Schnell, direkt und ohne Umwege lieferte Brian James die Songs, die Haltung und den Sound für eine Band, die von Anfang an anders war als ihre Zeitgenossen. Seine Zeit bei The Damned war allerdings nur kurz. Nach seinem Ausstieg gründete er Tanz Der Youth und spielte später bei The Lords Of The New Church. Zudem arbeitete er mit Künstlern wie Stiv Bators zusammen. Dabei bewegte er sich stets zwischen Punk, Post-Punk und düsterem Rock, ohne sich je zu wiederholen oder anzubiedern. Brian James galt als Macher, der nicht im Rampenlicht stehen wollte. Ohne ihn wären viele Entwicklungen im britischen Punk kaum denkbar gewesen. Brian James verstarb im Alter von 70 Jahren. Mit ihm verliert die Musik einen ihrer prägenden Punk-Gründer.

15.03.2025, James Leslie „Les“ Binks

Mit Les Binks geht ein weiterer Schlagzeuger von uns. Sein Name ist untrennbar mit Judas Priest verbunden. Er stieß Ende der 1970er-Jahre zur Band und verlieh ihr mit seinem präzisen, zugleich dynamischen Spiel eine entscheidende Richtung in ihrer Entwicklung. Auf Alben wie Stained Class, Hell Bent For Leather / Killing Machine und dem legendären Livealbum Unleashed In The East setzte Binks Maßstäbe für einen modernen Drumstil im Metal. Seine Doublebass-Arbeit sowie sein Gespür für Tempo und Struktur trugen wesentlich dazu bei, dass Judas Priest den Schritt vom harten Rock zur Speerspitze des Heavy Metal machten. Trotz dieser Erfolge verließ Les Binks Ende der Siebziger die Band, blieb der Musik jedoch verbunden, unter anderem bei Lionhearted, Tytan oder auch im Umfeld von K.K. Downing, wenn auch fern des großen Rampenlichts. Les Binks verstarb im Alter von 73 Jahren, ohne dass eine genaue Todesursache bekannt wurde. Sein Beitrag zur Geschichte von Judas Priest und zum Sound des klassischen Heavy Metal bleibt unbestritten.

16.03.2025, Andrea Neuenhofen „AnNa R.“

Auch wenn es hier um Metal und Rock geht, hat gerade AnNa R. von Rosenstolz es verdient, erwähnt zu werden. Sie war eine der prägenden Stimmen der deutschen Popmusik. Als Sängerin von Rosenstolz gab sie Millionen von Menschen eine Stimme für Gefühle, Zweifel und Selbstbehauptung. Gemeinsam mit Peter Plate formte sie ab den frühen 1990er-Jahren ein Duo, das sich konsequent abseits gängiger Trends bewegte und dennoch immer größer wurde. Mit den Alben Die Suche Geht Weiter, Herz, Kassengift und Das Große Leben wurden Rosenstolz zu einer der erfolgreichsten deutschen Bands ihrer Zeit. AnNa R.s Gesang lebte von Brüchen, von Verletzlichkeit und Stärke. Rosenstolz schrieben Songs über Liebe, Außenseitertum, Hoffnung und Absturz, die von AnNa R. offen und unmittelbar vorgetragen wurden. Gerade diese Offenheit machte Rosenstolz für viele zu mehr als nur einer Band. Später nutzte sie ihre Bekanntheit, um Spenden für Menschen mit HIV und Aids zu sammeln. 2012 trennten sich die Wege von Plate und AnNa R, die anschließend mit Gleis 8 und auch mit Silly erfolgreich weitermachte. Auch dort blieb sie sich und ihrem Stil treu. AnNa R. verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren.

29.03.2025, Dirk Schröder

Dirk Schröder war Gründer und markante Stimme von Iron Angel. Zunächst noch erfolglos unter dem Namen Metal Gods brachte die Umbenennung die Wende. Nach einigen Demos konnte 1985 Hellish Crossfire veröffentlicht werden, und nicht wenige sehen darin den Beginn des Speed- und Power Metals in Deutschland. Dabei galt Schröders hoher, aggressiver Gesang als Markenzeichen. Es folgte ein zweites Album, das deutlich softer ausfiel, und nach internen Unstimmigkeiten löste sich Iron Angel auf. Dirk Schröder zog sich zunächst aus dem Musikgeschäft zurück, bis 1997 ein neuer Versuch gestartet wurde. Das geplante dritte Album Rebirth erschien jedoch nicht, da Gitarrist Peter Wittke bei einem Autounfall verstarb. Es gab weitere Aktivitäten, und 2007 wurde eine Platte in Eigenregie veröffentlicht. Kurz danach wurde die Band erneut aufgelöst. Erst 2014 fand man wieder zusammen, und das offizielle dritte Album wurde fertiggestellt. Mit Hellbound zeigte Dirk, dass seine Stimme nichts von ihrer Wucht verloren hatte und dass Iron Angel mehr waren als nur eine nostalgische Erinnerung. 2020 erschien noch eine weitere Platte, doch dann verkündeten Iron Angel 2023 das endgültige Ende der Band. Dirk Schröder verstarb nun nach kurzer Krankheit mit 58 Jahren.

19.04.2025, Ricky Siahaan

Indonesien ist nicht gerade bekannt für Rock- und Metal-Musik. Eine der bekanntesten Bands des Landes ist Seringai. Zu ihr gehörte Ricky Siahaan. Der Gitarrist war eine zentrale Figur der südostasiatischen Metal-Szene. Seit den frühen 2000er-Jahren stehen Seringai für kompromisslosen, modernen Metal mit Hardcore- und Thrash-Einflüssen. Mit Alben wie Serigala Militia und Seperti Api wurden Seringai zu einer der wichtigsten Metalbands Indonesiens. Ricky Siahaans Gitarrenspiel setzte weniger auf Virtuosität, dafür umso mehr auf Groove und Energie, anders als bei vielen westlichen Bands. Neben seiner Rolle als Musiker war er auch als Manager und Netzwerker aktiv und engagierte sich stark für den Aufbau und die internationale Sichtbarkeit der indonesischen Heavy-Musik-Szene. Ricky Siahaan verstarb im Alter von 48 Jahren während einer Tour in Japan an den Folgen eines Herzinfarkts.

29.04.2025, Mike Peters

Mag man Alternative-Rockmusik, kommt man an The Alarm kaum vorbei. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Band mit Songs wie Sixty Eight Guns, Strength und Rain In The Summertime bekannt. Ihr walisischer Frontmann Mike Peters war nicht nur Sänger, sondern auch Gitarrist und Songwriter. Seine markante Stimme, irgendwo zwischen Punk und stadiontauglichem Rock verankert, war bis zur Auflösung 1991 fester Bestandteil der Band. Auch nach dem ersten Ende von The Alarm blieb Mike Peters aktiv, reformierte die Band mehrfach und veröffentlichte zahlreiche Alben, stets getragen von seinem unverwechselbaren Gesang sowie einem klaren politischen und humanen Anspruch. Neben der Musik wurde Mike Peters für seinen offenen Umgang mit seiner Krankheit bekannt. Über viele Jahre kämpfte er öffentlich gegen den Krebs und nutzte seine Bekanntheit, um mit der Love Hope Strength Foundation andere Betroffene zu unterstützen. Letztlich verstarb Mike Peters nach langer Krankheit.

19.05.2025, Chris Hager

Vielleicht ist der Name Chris Hager zunächst nicht so geläufig. Bringt man ihn jedoch mit der Band Ratt zusammen, passt das Bild. Er war ein US-amerikanischer Gitarrist und gehörte zur frühen Geschichte von Mickey Ratt, jener Band, aus der später Ratt hervorgingen. Zunächst war Hager in der Formationsphase dabei und an den ersten Demos und Aufnahmen beteiligt. Das war lange bevor Ratt ihren kommerziellen Durchbruch im Glam- und Hard-Rock-Mainstream feierten. Damit war Chris Hager Teil der rauen, noch ungeschliffenen Anfangszeit des Sunset-Strip-Rock. Damals wurde viel ausprobiert, geprobt und verworfen, lange bevor sich Erfolg einstellte. Bevor Ratt bekannt wurden, verließ Hager die Formation und ging andere Wege, blieb der Rockmusik jedoch treu. Auch wenn sein Name später im Schatten der großen Erfolgsjahre stand, gehört Chris Hager fest zur Vorgeschichte einer der bekanntesten US-Hard-Rock-Bands der 1980er-Jahre. Chris Hager verstarb im Alter von 67 Jahren.

11.06.2025, Brian Wilson

Mit Brian Wilson geht der letzte der Wilson-Brüder, die The Beach Boys 1961 gegründet hatten. Brian war einer der größten Songwriter der Popgeschichte und der kreative Kopf der Surfmusik. Bekannt wurden The Beach Boys durch Songs wie Barbara Ann, California Girls oder Good Vibrations, die eingängige Melodien mit bis dahin unerhörten harmonischen Tiefen und komplexen Studioideen verbanden. Dieser Erfolg hielt bis Mitte der sechziger Jahre an, nicht selten erschienen mehrere Singles pro Jahr. Während ihre Karriere in den späten Sechzigern in den USA an Strahlkraft verlor, wurden The Beach Boys in Europa immer erfolgreicher. Brian Wilson zog sich 1965 zunächst vom Tourleben zurück und schuf mit dem Album Pet Sounds ein Werk, das Popmusik neu definierte und Künstler von The Beatles bis heute beeinflusst. Weitere Alben wurden eingespielt, auch wenn sein Leben von schweren psychischen Krisen und Drogenkonsum geprägt war, die ihn lange Zeit aus der Öffentlichkeit drängten und seine Karriere immer wieder unterbrachen. Trotzdem kehrte Brian Wilson mehrfach zurück, veröffentlichte Soloalben und brachte sein lange als unvollendet geltendes Werk Smile schließlich doch noch auf die Bühne. The Beach Boys wurden nie offiziell aufgelöst, und im Jahr 2012 absolvierte die Band eine weltumspannende Tour mit über 75 Konzerten. Dabei unterstützte Brian Wilson mit seiner eigenen Band die Beach Boys, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit Längerem von Mike Love geführt wurden. Brian Wilson verstarb 2025 im Alter von 82 Jahren.

23.06.2025, Mick Ralphs

Mit Mick Ralphs geht ein britischer Gitarrist und Songwriter, der zu den tragenden Figuren des klassischen Hard Rock der 1970er-Jahre gehörte. Bekannt wurde er zunächst mit Mott The Hoople, die mit Songs wie Rock On oder dem unverwüstlichen All The Young Dudes die Hitparaden unsicher machten. Sein Gitarrenspiel spielte dabei eine zentrale Rolle und prägte den rauen, zugleich eingängigen Sound der Band. 1973 verließ Ralphs die Band und gründete gemeinsam mit Paul Rodgers Bad Company. Dort schrieb er einige der größten Klassiker der Band, darunter Can’t Get Enough, Good Lovin’ Gone Bad und Feel Like Makin’ Love. Bad Company standen für erdigen, schnörkellosen Rock, getragen von der Stimme von Paul Rodgers und dem klaren, präzisen Gitarrenspiel von Mick Ralphs, der dabei oft das ruhige Zentrum der Band war. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2016 zog sich Mick Ralphs aus der Öffentlichkeit zurück. Nun ist er im Alter von 81 Jahren an den Spätfolgen dieser Erkrankung verstorben.

03.07.2025, Dany Lademacher

Dany Lademacher wurde vor allem als Gitarrist von Herman Brood & His Wild Romance bekannt. Über Jahrzehnte hinweg prägte er Generationen von Gitarristen. Er war ein Klangarchitekt, ein kreativer Freigeist und ein leidenschaftlicher Bühnenmensch, der für seine Musik lebte. Bevor er zu Herman Brood stieß, sammelte er in verschiedenen Bands Erfahrungen. Sein unverwechselbarer Stil, eine Mischung aus melodischer Eleganz, punkiger Direktheit und bluesiger Wärme, verlieh gerade den Brood-Songs jene besondere Energie, die sie bis heute zeitlos wirken lässt. Klassiker wie Saturday Night tragen seine Handschrift, und gerade bei Live-Auftritten bewegte sich sein Spiel zwischen kontrollierter Präzision und wilder Improvisation. Später gründete Dany Lademacher eigene Bands und arbeitete mit unterschiedlichen Künstlern zusammen. Sein Gitarrenton war dabei stets unverkennbar: klar, druckvoll, emotional und immer mit einer Spur Rebellion. Viele jüngere Gitarristen nannten ihn bis zuletzt als wichtige Inspiration, nicht nur wegen seiner technischen Fähigkeiten, sondern vor allem wegen seiner kompromisslosen Authentizität. Dany Lademacher galt als warmherziger, humorvoller Mensch, der trotz Ruhm und Anerkennung bodenständig blieb. Mit 75 Jahren endete seine musikalische Reise.

04.07.2025, Kevin Riddles

Kenny Riddles, eigentlich Kenneth William Riddle, war ein britischer Bassist und Gründungsmitglied von Angel Witch. Verwurzelt im Hard Rock der 1970er-Jahre, spielte er auf dem legendären selbstbetitelten Debütalbum von 1980. Damit gehört er zu den frühen Vertretern der New Wave Of British Heavy Metal, auch wenn der Sound zunächst noch kantiger und kompromissloser war. Das Angel Witch-Debüt gilt als Grundstock für okkult gefärbten Heavy Metal und diente Doom- und Death-Metal-Bands als Vorlage. Anders als viele andere Bassisten gab Riddles, ähnlich wie Geezer Butler, den Songs schwere und trockene Substanz. Nach dem ersten Album wechselte er zu der von ihm mitgegründeten Band Tytan, kehrte aber immer wieder zu Angel Witch zurück. Über Jahrzehnte blieb er seiner ersten Band verbunden, wirkte bei Reunions und späteren Alben mit und gründete zudem Kev Riddles’ Baphomet, mit der er die Songs von Angel Witch am Leben erhielt. Kenny Riddles wurde 68 Jahre alt.

08.07.2025, Tim Cronin

Mit Tim Cronin geht eine der prägenden Figuren der frühen Monster Magnet-Geschichte. Er war Gründungsmitglied und damit maßgeblich daran beteiligt, den rohen, psychedelischen Space-Rock-Sound der Band zu formen. Auf dem Debüt Spine Of God fungierte er zunächst als Sänger und Bassist, bevor er später innerhalb der Band an die Drums wechselte und sich stärker auf das Visuelle und Konzeptionelle konzentrierte. Monster Magnet ließen den Krautrock aufleben, legten den Grundstein für Stoner Rock und feierten ihre Erfolge mitten in der Grunge-Zeit. Auch nach seinem Ausstieg blieb Cronin kreativ aktiv. Mit Projekten wie The Ribeye Brothers bewegte er sich weiterhin zwischen Psychedelic, Garage und Underground-Rock. Tim Cronin war nie der Lauteste oder Auffälligste, aber jemand, der Atmosphäre, Haltung und viel gute Laune einbrachte. Zudem leitete der Musiker beinahe vier Jahrzehnte lang den unabhängigen Plattenladen Jack’s Music Shoppe in Red Bank (New Jersey). Tim Cronin verstarb im Alter von 63 Jahren an ALS. Seine ehemalige Band gedachte ihm in einem Statement:

„Es bricht mir das Herz, mitteilen zu müssen, dass Tim heute Morgen verstorben ist. Bis zu seinem letzten Moment war er der freundlichste, großzügigste und lustigste Mensch, den ich je getroffen habe. Er hat Tausende von Leben berührt und zum Besseren verändert. Er war der Mittelpunkt des Universums, und jetzt haben wir alle unseren Mittelpunkt verloren.“

21.07.2025, Ulrich „Uli“ Mentzel

Mit Ulrich Mentzel, dem ehemaligen Frontmann der Band Wortmord (von 2008 bis 2013), ist ein wichtiger Vertreter der deutschen Thrash-Metal-Szene im Alter von 58 Jahren verstorben. Ursache war offenbar übermäßiger Alkoholgenuss und das daraus resultierende Leberversagen. Damit wird er wohl auf Chris Witchhunter von Sodom treffen, dem es bereits 2008 ähnlich ergangen war. Wortmord war die Band von Peppi Dominik (bekannt als „Grave Violater“ bei Sodom). 2010 veröffentlichten sie das Album Wortgeburt, auf dem unter anderem einige bekannte Musiker aus der Ruhrgebiet-Thrash-Metal-Szene als Gäste mitwirkten.

22.07.2025, Ozzy Osbourne

Tja, und nun erwischt es einen der ganz Großen. Erwartet haben es viele, und sein letzter Auftritt in Birmingham ließ kaum noch etwas anderes zu. Einer der Gründer des Heavy Metal, Ozzy Osbourne, reiht sich in den riesigen Himmelchor ein. Nur wenige Tage nach dem umjubelten Konzert Back To The Beginning, bei dem Größen wie Metallica, Slayer, Guns n’ Roses und Anthrax dem Sänger Ehre erwiesen, hat er seinen Abschied von der Erde genommen. Auch die legendäre Urbesetzung von Black Sabbath kam noch einmal zusammen, und so durfte der „Madman des Heavy Metal“, der Prince Of Darkness und Fledermausschreck, sich noch einmal von all seinen Freunden verabschieden. Sichtlich gezeichnet nahm er dieses Event mit einem Funkeln in den Augen wahr.

Über die Geschichte des Mannes braucht man nicht mehr viel zu erzählen, denn sie dürfte eigentlich jedermann bekannt sein. Als einer der einflussreichsten Sänger in der Geschichte des Heavy Metal hatte er großen Anteil an den vielen Subgenres der Metalszene. Doom, Black, aber auch Death und moderner Metal wären sicherlich nicht so ohne Weiteres entstanden, hätten Black Sabbath in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern nicht Alben wie Paranoid oder Black Sabbath sowie Songs wie Iron Man und War Pigs veröffentlicht. Natürlich war er auch solo ein großer Künstler. Crazy Train, Mr. Crowley, Dreamer oder Diary Of A Madman zeugen davon. Ebenso unvergessen: die Soap The Osbournes. Seine Stimme war sein Markenzeichen, auch wenn Drogen, Alkohol und Tabletten in den frühen Jahren ständige Begleiter waren. Nichtsdestotrotz überwand er all diese Süchte, doch gegen die Krankheit Parkinson war letztlich nichts mehr auszurichten. So bleiben die Erinnerung, sein Einsatz für wohltätige Zwecke und sein musikalisches Vermächtnis. Ozzy Osbourne wurde 77 Jahre alt.

22.07.2025, Georg Kooymanns

Lang ist die Geschichte um George Kooymans und die mit seinem Namen verbundene Band Golden Earring. 1961 gründeten Kooymans und Rinus Gerritsen im Alter von 13 beziehungsweise 15 Jahren zunächst The Tornados. Bereits ein Jahr später benannten sie sich in The Golden Earrings um. Daraus wurde schließlich Golden Earring, und die Band konnte schon früh erste Erfolge verbuchen. Zunächst noch eher poppig unterwegs, später mit Eight Miles High psychedelisch angehaucht, wurde der Sound Anfang der Siebziger deutlich härter. Die Erfolge stellten sich schnell ein, und in der Besetzung George Kooymans, Cesar Zuiderwijk, Barry Hay und Rinus Gerritsen fand die Band jene Formation, die sie weltweit erfolgreich machte. Songs wie Radar Love, Twilight Zone oder Buddy Joe stammten aus der Feder von Kooymans und machten die Band zu einer der am längsten existierenden Kapellen der Rockgeschichte. Über Jahrzehnte hinweg blieben sie präsent, bis sich George Kooymans 2021 krankheitsbedingt zurückziehen musste. Die Band zog daraus die einzig konsequente Entscheidung und löste sich auf. Damit waren sie bis zu diesem Zeitpunkt ein Jahr länger im Geschäft als die Rolling Stones. George Kooymans wurde 77 Jahre alt.

29.07.2025, Paul Mario Day

Paul Mario Day war der erste Sänger von Iron Maiden. Dort blieb er nur ein Jahr, begleitete aber die ersten Schritte in der langjährigen Karriere dieser Band. Damit ist er Teil der ursprünglichen Formation, die bis heute als eine der größten des NWOBHM gilt. Die Songs, die Auftritte und die gesamte Ausrichtung der Band befanden sich noch im Werden. Dabei brachte Day eine eher klassische Hard-Rock-Stimme mit, was musikalisch nicht dauerhaft zur härter werdenden Vision von Steve Harris passte. Sein Ausstieg war eine logische Entwicklung. Nach Iron Maiden blieb Day der Musik treu, arbeitete unter anderem mit More und war später auch im Umfeld von Wildfire aktiv. Der kommerzielle Durchbruch blieb aus, doch unter den Fans der „Eisernen Jungfrau“ wird sein Name nie vergessen.

01.08.2025, David Roach

David Roach von Junkyard war mit seiner Band ein fester Bestandteil der amerikanischen Hard-Rock- und Sleaze-Szene. Seine raue, unverkennbare Stimme war Markenzeichen der Band und verhalf ihr zum Erfolg. Allerdings hielt der Ruhm nur kurz, denn bevor ein drittes Album veröffentlicht werden sollte, löste sich die Band 1992 auf. Erst 2000 gab es eine Reunion, und auch das lange verschobene dritte Album kam noch auf den Markt. Songs wie Blooze, Hollywood oder Simple Man gaben Roach die Bühne. Seine Stimme klang nicht, als würde er über das Leben singen, sondern, als würde er es gerade durchleben. Der große kommerzielle Durchbruch blieb jedoch aus. Junkyard passte nicht wirklich ins Glam-Schema und war für den Mainstream zu kantig. David Roach steht für eine Ära, in der er kein Rockstar war, sondern ein Frontmann mit Ecken, Kanten und einer Stimme, die Spuren hinterlassen hat. Er verstarb mit 59 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens.

01.08.2025, Eric Wunder

Mit Erik Wunder ist der kreative Kopf der Death-Doom-Band Cobalt und der Post-Folkrock-Band Man’s Gin im Alter von 42 Jahren verstorben. Über Wunder sind nur wenige Informationen bekannt, außer dass er seit 2003 bei Cobalt alle Instrumente selbst einspielte und den Gesang übernahm. Die Nachricht von Wunders Tod wurde über das Label Profound Lore Records veröffentlicht.

04.08.2025, Larry Gillstrom

Larry Gillstrom wurde mit der Band Kick Axe bekannt. Gegründet in Kanada, erzielten sie mit ihren ersten drei Alben mehr als nur Achtungserfolge. Bevor das vierte Album erschien, löste sich die Band 1988 zunächst auf. 2004 wurde das vierte Album erneut veröffentlicht, und seitdem sind Kick Axe immer wieder unterwegs. Larry Gillstrom verstarb im Alter von 70 Jahren an Krebs.

20.08.2025, Brent Hinds

Der ehemalige Gitarrist und Gründungsmitglied von Mastodon, Brent Hinds, ist nach einem Unfall im Alter von 51 Jahren aus dem Leben gerissen worden. Erst im März hatte er einvernehmlich Mastodon verlassen, um sich anderen Projekten zu widmen. Knapp ein halbes Jahr später ereignete sich das tragische Unglück. Mit Hinds hatten Mastodon viele Erfolge gefeiert, und auch mit seinen anderen Projekten hatte Brent viele Freunde gewonnen. Er galt als einer der eigenwilligsten Köpfe im modernen Metal. Technisch versiert, stilistisch offen und immer ein wenig unberechenbar, war er ein wertvoller Bestandteil der modernen Metalszene. Sein Spiel verband schwere Riffs mit progressiven Strukturen und griff dabei auch auf Southern Rock und Psychedelic zurück. Gerade diese Mischung machte Mastodon von Anfang an besonders. Seine Handschrift ist auf Alben wie Leviathan, Blood Mountain oder Crack The Skye deutlich zu spüren.

27.08.2025, Jürgen Bartsch

Jürgen Bartsch war der wichtigste Kopf von Bethlehem, einer deutschen Extreme-Metal-Band. Als Bassist und Songwriter war er maßgeblich dafür verantwortlich, dass Bethlehem Anfang der 1990er-Jahre einen ganz eigenen, verstörenden Klangkosmos entwickelten, der irgendwo zwischen Doom, Black Metal und absoluter Trostlosigkeit liegt. Bartsch sah Bethlehem nie als klassische Metalband. Innere Abgründe und psychische Extreme waren seine Themen. Die frühen Werke wie Dark Metal oder Dictius Te Necare gelten bis heute als stilbildend. Dabei überwogen kompromisslose Düsternis und emotionale Härte. Der Begriff DSBM – Depressive Suicidal Black Metal – wurde durch Bethlehem überhaupt erst greifbar. Die Band arbeitete mit wechselnden Sängern, und Schreien, Flüstern, Wahnsinn und Verzweiflung wurden dabei intensiv interpretiert. Jürgen Bartsch war der Strippenzieher im Hintergrund, der eine Vision hatte und diese ohne Rücksicht auf Erwartungen durchzog. Der frühe Extreme Metal steht für eine Zeit, in der er noch wirklich unbequem war – eigentlich nicht konsumierbar, nicht glatt, nicht gefällig. Jürgen Bartsch war das einzig konstante Mitglied von Bethlehem und produzierte insgesamt zehn Alben. Nach kurzer schwerer Krankheit ist er heute verstorben.

31.08.2025, Guido „Atomic Steif“ Richter

Guido „Atomic Steif“ Richter wurde bekannt durch seine Mitarbeit bei den deutschen Thrashern von Sodom. Zuvor war er bereits bei Violent Force und Living Death aktiv. Zwei Jahre saß er dann bei Sodom an den Drums und spielte damit in einer wichtigen Phase der Ruhrpottmetaller. Er brachte eine neue Präzision und Wucht in den Sound der Band. Better Off Dead und Tapping The Vein entstanden mit ihm und gelten als einige der härtesten und kompromisslosesten Alben der Band. Guido Richter wurde nur 57 Jahre alt. Sein Tod wurde nun über die Social-Media-Kanäle von Tom Angelripper bekannt gegeben.

06.09.2025, Rick Davies

Auch wenn Supertramp nicht zum Metal gehören, waren sie in den Siebzigern und Achtzigern eine äußerst wichtige Band. An ihrem Erfolg hatte Rick Davies als Mitgründer, Keyboarder, Sänger und Songwriter maßgeblichen Anteil. Er war das ruhende, oft unterschätzte Zentrum von Supertramp und hielt die Band über Jahrzehnte hinweg zusammen. Geboren 1944 in England, brachte Davies eine bluesige, jazzige Grundhaltung mit, die sich deutlich von der helleren, melodischeren Seite von Roger Hodgson unterschied. Genau dieses Spannungsfeld machte den Sound von Supertramp aus. Davies verfügte über eine warme, leicht raue Stimme und bildete damit das Gegenstück zu Hodgsons Falsettgesang. Stücke wie Bloody Well Right, Goodbye Stranger oder From Now On tragen seine Handschrift deutlich. Alben wie Crime Of The Century, Breakfast In America oder Even In The Quietest Moments zeugen vom Potenzial der Band und ihrer kreativen Köpfe. Nach dem Ausstieg von Hodgson hielt Davies Supertramp am Leben, auch wenn die ganz großen Erfolge danach ausblieben. 2018 wurden die Aktivitäten der Band schließlich eingestellt, danach war Rick Davies noch mit Ricky And The Rockets aktiv. Mit 81 Jahren erlag er nun einem Krebsleiden.

07.09.2025, Allen Blickle

Mit Allen Blickle ist am heutigen Tag ein ehemaliger Schlagzeuger der Prog-Metal-Band Baroness verstorben. Von 2003 bis 2013 war er hinter der Schießbude für den Sound verantwortlich. 2012 kam es während der Europatournee zu einem schweren Busunfall, bei dem sich Allen Blickle und Matt Maggioni schwere Rückenverletzungen zuzogen. Dies führte schließlich zu Blickles Ausstieg bei Baroness. Er war weiterhin bei anderen Bands aktiv und bis zuletzt bei Romantic Dividends. Mit nur 42 Jahren ist Allen Blickle von uns gegangen; über die Todesursache gibt es keine klaren Angaben.

16.09.2025, Thomas ‚Tompa‘ Lindberg

Mit Tomas „Tompa“ Lindberg geht ein Musiker, der untrennbar mit der Göteborger Melodic-Death-Metal-Szene verbunden war. Seine größte Bekanntheit erlangte er als Sänger von At The Gates, die er 1990 mitgründete. Davor war er bereits unter dem Namen Goatspell bei Grotesque aktiv und verdiente sich dort seine ersten Sporen. Nach nur vier Alben lösten sich At The Gates zunächst auf, ehe es 2008 zu einer Reunion-Tour kam. In der Zwischenzeit stellte Lindberg seine Stimme weiteren Bands wie Disfear, Skitsystem, Nightrage oder The Haunted zur Verfügung. Diese Projekte waren musikalisch eher im Hardcore- und Crust-Bereich angesiedelt als im klassischen Melodic-Death-Metal. Viele andere Künstler schätzten seinen markanten Gesang, sodass er auch auf zahlreichen Alben als Gastsänger zu hören war. Unvergessen bleiben jedoch seine Leistungen auf den At The Gates-Platten The Red In The Sky Is Ours, With Fear I Kiss The Burning Darkness und vor allem Slaughter Of The Soul, die bis heute als Meilensteine gelten. Nach der Reunion spielten At The Gates zunächst einige Festivals, ehe man ankündigte, dass über die Zukunft der Band noch keine klaren Aussagen vorlägen. Das änderte sich 2010, und seitdem war die Band mit neuen Alben und Tourneen wieder regelmäßig präsent. Im Dezember 2023 wurde bei Tomas Lindberg ein adenoid-zystisches Karzinom diagnostiziert, eine seltene und aggressive Form von Krebs im Mund- und Gaumenbereich. Nach mehr als zwei Jahren Therapie und mehreren Operationen verlor er mit nur 52 Jahren den Kampf gegen diese Erkrankung.

08.10.2025, Stephen Wayne „Ace“ Finchum

Ace Finchum war der ursprüngliche Schlagzeuger der walisischen Glam- und Hard-Rock-Band Tigertailz und gehörte damit zur allerersten Phase der Band. Mit ihnen veröffentlichte er die ersten drei Alben Young & Crazy, Bezerk und Banzai!. 1996 lösten sich Tigertailz zunächst auf, und Finchum spielte in der Folge unter anderem bei Angel Witch und Tokyo Blade, bevor er 2011 noch einmal zu Tigertailz zurückkehrte. Ace Finchum verstarb im Alter von 62 Jahren.

10.10.2025, John Lodge

Auch The Moody Blues sind keiner Metalband zuzuordnen, doch ihr Wirken und ihr Einfluss verdienen Beachtung. Einer der zentralen Köpfe war John Lodge, der als melodisches Rückgrat der Band gilt. Seit 1966 spielte er Bass und prägte den Sound auch gesanglich entscheidend mit. The Moody Blues gehörten zu den Bands, die den Progressive Rock der späten Sechziger maßgeblich mitformten. Lodge war Teil jener klassischen Besetzung, die aus der Band weit mehr machte als nur ein Produkt ihrer Zeit. Stücke wie Ride My See-Saw, I’m Just A Singer (In A Rock And Roll Band) oder Isn’t Life Strange tragen deutlich seine Handschrift. Alben wie Days Of Future Passed, In Search Of The Lost Chord oder Seventh Sojourn wären ohne seinen Beitrag kaum denkbar gewesen. Als die Hochphase der Band vorüber war und zwischen 1973 und 1978 eine kreative Pause eingelegt wurde, machte John Lodge zunächst solo weiter. Danach blieb er den Moody Blues treu und hielt das Erbe der Band hoch. Neue Alben erschienen zwar kaum noch, doch die Band tourte weiterhin regelmäßig. Seit 2018 ist es jedoch sehr ruhig geworden. John Lodge verstarb im Alter von 82 Jahren.

11.10.2025, Ian Watkins

Hier gibt es nicht viel zusagen. Watkins, ehemaliger Lostprophets-Sänger, wurde zu 35 Jahren Haft wegen schweren Kindesmissbrauchs verurteilt. Er wurde in einem britischen Gefängnis durch Mitinsassen getötet. Die Band hat sich aufgelöst.

16.10.202, Ace Frehley

Mit Ace Frehley, dem „Spaceman“, ist eines der Gründungsmitglieder von Kiss verstorben. Als Gitarrist und Songwriter war er eine prägende Figur des Hard Rock. Geboren als Paul Daniel Frehley in New York City, interessierte er sich früh für die Gitarre. Aus dieser Leidenschaft wurde schließlich eine Berufung. Mit seinem markanten Gitarrenspiel, kreativen Soli und seiner unverwechselbaren Bühnenpersönlichkeit trug Frehley maßgeblich zum visuellen und musikalischen Konzept von Kiss bei. Bei vielen Hits der Band stand sein Name in den Credits. Songs wie Shock Me, Cold Gin oder Rocket Ride tragen deutlich seine Handschrift. Melodische Hooks und prägnante Riffs zeichneten sein Spiel aus. Neun Jahre lang war Ace Frehley ein treibendes Mitglied der Band und hinterließ auf Alben wie Alive!, Destroyer und Love Gun bleibende Spuren. Nach seinem Ausstieg startete er eine erfolgreiche Solokarriere. 1996 kehrte er für die Reunion-Tournee der Originalbesetzung zu Kiss zurück und festigte damit den Kultstatus der Band weiter. Ace Frehley verstarb nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren.

16.10.2025, Klaus Doldinger

Mit Klaus Doldinger verliert die deutsche Musikszene einen bedeutenden Musiker. Auch wenn sein Spielfeld der Jazz war und er mit seiner Band Passport Erfolge feierte, darf er hier nicht unerwähnt bleiben. Er schuf diverse Platten, und auch in der Filmwelt ist er kein Unbekannter. Es lässt sich behaupten, dass fast jeder zumindest ein Stück von ihm kennt. So schrieb er die Titelmelodie des Tatorts, komponierte die Filmmusik zu Das Boot und auch zu Michael Endes Die unendliche Geschichte. Doldinger verband Jazz mit Rock, Elektronik und Weltmusik zu einem eigenen, sofort erkennbaren Klang, der anspruchsvoll und zugleich populär war. Bis ins hohe Alter stand er auf der Bühne, gab Konzerte mit Passport und arbeitete im Studio, getrieben von ungebrochener Neugier und Energie. Damit und mit über 5.000 Konzerten sowie zahlreichen Alben hat er es zu einer Größe in der deutschen Kulturgeschichte gebracht. Klaus Doldinger ist im Alter von 89 Jahren in Icking bei München verstorben.

18.10.2025, Sam Rivers

Vom Jazz zum Nu Metal. Sam Rivers war Bassist und Gründungsmitglied von Limp Bizkit. Begonnen hatte er an der Tuba, fand die Gitarre jedoch deutlich interessanter. Zunächst spielte er in einer Jazzband, bevor er 1994 gemeinsam mit Fred Durst und John Otto Limp Bizkit gründete. Bereits das erste Album Three Dollar Bill, Y’all$ verkaufte sich rund sechs Millionen Mal. Weitere Alben folgten und machten Limp Bizkit zu einer der erfolgreichsten Bands des Genres. Rivers’ Bassspiel verband Groove, Härte und Rhythmusgefühl und bildete ein zentrales Fundament des typischen Sounds der Band. Infolge einer schweren Alkoholkrankheit erhielt Sam Rivers 2017 eine neue Leber. Laut amerikanischen Medien soll sich sein Zustand in den letzten Monaten deutlich verschlechtert haben, offenbar im Zusammenhang mit dem Transplantat. Sam Rivers wurde nur 48 Jahre alt.

31.10.2025, Klaus Hess

Klaus Hess dürfte vielen bekannt sein. Er war ein deutscher Gitarrist, Sänger und Komponist, der als Gründungsmitglied der hannoverschen Rockband Jane große Erfolge erzielte. In den frühen Siebzigern galten Jane als wegweisend im Krautrock, wobei die Band melodiöser, aber auch gitarrenorientierter agierte als etwa Can oder Amon Düül. Hess war neben Nadolny, Panka und Maucher Teil der Urformation und prägte Alben wie Together, Fire, Water, Earth & Air, Jane III sowie die legendäre Liveplatte Jane Live. Weitere Veröffentlichungen folgten, doch in den Achtzigern stellten sich die großen Erfolge nicht mehr im selben Maße ein. Hess veröffentlichte weiterhin Soloalben, bis es zum Rechtsstreit um den Namen Jane kam. Ein Gericht entschied, dass der Bandname nur noch in Verbindung mit einem Zusatz genutzt werden durfte. So entstanden Formationen wie Peter Pankas Jane, Lady Jane, Klaus Hess’ Jane und Mother Jane, die jeweils auf ihre Weise das Vermächtnis der Band weitertrugen. Inzwischen sind alle Musiker der auf dem Album Together noch vereinten Besetzung verstorben und damit sinnbildlich wiedervereint. Klaus Hess wurde 78 Jahre alt und verstarb an einem Lungenleiden.

02.11.2025, Thomas Klein

Thomas Klein war ein deutscher Metal-Gitarrist und Gründungsmitglied der Dortmunder Heavy-Metal-Band Warrant, die vor allem in den 1980er-Jahren in der deutschen Underground-Szene bekannt wurde. Als Teil der frühen Heavy- und Speed-Metal-Szene, zu der auch Grave Digger oder Living Death zählen, hielten es Warrant eher im kleineren Rahmen. Die erste EP First Strike und das Album The Enforcer waren zwar Erfolge, doch langfristig konnte dieser Weg nicht weiter ausgebaut werden. Mitte der Achtzigerjahre lösten sich Warrant zunächst auf, um später einen weiteren Versuch zu starten. Auch in dieser Phase wurden jedoch nur wenige neue Veröffentlichungen realisiert. Thomas Klein verstarb vollkommen unerwartet im Alter von 59 Jahren.

20.11.2025, Gary Mounfield (Mani)

Gary „Mani“ Mounfield war ein englischer Bassist, der zunächst mit The Stone Roses und später mit Primal Scream große Erfolge feierte. Anfang der Achtziger begann er bei der Punkband The Patrol, aus der später The Stone Roses hervorgingen, jener Band, die zu den Vorreitern des sogenannten Britpop zählen sollte. 1989 erschien das selbstbetitelte Debütalbum The Stone Roses, das ohne Manis Bassspiel kaum diesen Einfluss entfaltet hätte. Bis 1996 veröffentlichte die Band lediglich zwei Alben, ehe sie sich nach internen Querelen auflöste. Trotz dieser kurzen Diskografie gelten The Stone Roses und ihr Bassist bis heute als prägende Einflüsse für zahlreiche Indie- und Britpop-Bands. Nach der Auflösung wechselte Mani zu Primal Scream, bei denen er rund 15 Jahre lang den Bass spielte. Auf Alben wie Vanishing Point oder XTRMNTR ist sein Spiel deutlich zu hören. Sein Tod löste zahlreiche Reaktionen aus. Liam Gallagher, Tim Burgess und Ian Brown nannten ihn als treibende Inspiration. Bei seiner Trauerfeier in der Manchester Cathedral wurde sein Sarg mit dem Artwork des Stone Roses-Debüts geschmückt. Ehemalige Kollegen aus The Stone Roses, Primal Scream sowie Liam Gallagher selbst trugen ihn zu Grabe – ein starkes Zeichen seines Stellenwerts in der britischen Musikgeschichte. Gary „Mani“ Mounfield litt seit Langem an Atemwegserkrankungen und verstarb daran im Alter von 63 Jahren.

22.12.2025, Christopher „Chris“ Anton Rea

Driving Home For Christmas und Josephine sind nur zwei seiner bekanntesten Hits. Die Rede ist von Chris Rea, dessen rauchige, tiefe Stimme nun nicht mehr live zu hören sein wird. Der britische Musiker blickte auf eine bewegte Karriere zurück und veröffentlichte insgesamt 25 Studioalben. Werke wie Road To Hell, Auberge oder On The Beach sind Klassiker, die immer wieder zeigen, welch außergewöhnlicher Musiker er war. Er selbst bezeichnete sich nie als Rockstar, sondern schlicht als Musiker, und lebte bewusst in eher normalen, bodenständigen Verhältnissen. 1994 wurde bei Chris Rea Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Nach zahlreichen Operationen, langen Krankenhausaufenthalten und einem Schlaganfall gelang es ihm dennoch, wieder auf Tournee zu gehen. Neben seinen Alben arbeitete Rea auch als Filmkomponist und trat gelegentlich selbst in Filmen auf. Er wurde 74 Jahre alt, und Driving Home For Christmas wird uns noch lange begleiten.

26.12.2025, Perry Bamonte

Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es leider noch einen bekannten Musiker zu betrauern. Perry Bamonte, langjähriger Gitarrist und Keyboarder von The Cure, ist im Alter von 65 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Seit 1984 war er in verschiedenen Funktionen für The Cure tätig, unter anderem als Road-Crew-Mitglied, Gitarrentechniker und Assistent von Robert Smith, bevor er 1990 fester Keyboarder und Gitarrist der Band wurde. Nachdem er 2005 zunächst ausgestiegen war, kehrte er nach 17 Jahren zurück, spielte seitdem wieder zahlreiche Konzerte und war 2024 an der Aufnahme des Albums Songs In A Lost World beteiligt. Bamonte wirkte an vier Studioalben mit und stand bei fast 500 Konzerten mit der Band auf der Bühne.

Weiterhin sind noch folgende prominente Künstler, Musiker und Personen des öffentlichen Lebens verstorben. Die Liste ließe sich bestimmt noch weiterführen.

Oliviero Toscani, David Lynch, Horst Janson, Gene Hackman, Roberta Flack, Rick Butler, David Ball, Jane Godall, Claudia Cardinale, Robert Redford, Giorgio Armani, Horst Krause, Graham Greene, Terence Stamp, Ulli Potofski, Frank Mill, Laura Dahlmeier, Felix Baumgartner, Connie Francis, Malcolm-Jamal Warner, Marcel Mann, Max Schautzer, Horst Köhler, Gerhart Baum, Carlo Von Tiedemann, Val Kilmer, Hans Peter Korff, Michael Madsen, Julian McMahon, Wayne Osmond, Garth Hudson, Marianne Faithful, Jesse Colin Young, Clem Burke, Rick Derringer, Sly Stone, Lou Christie, Bobby Sherman, Frank Laufenberg, Harald Schindler, Bobby Whitlock, Terry Reid, Mark Volman, Viv Prince, Terry Edward Draper, Robby Turner, Jack White (Horst Nußbaum), Jimmy Cliff, Steve Cropper, Rolf Becker,Nadja Abd el Farrag (Naddel), Ingrid Van Bergen, Udo Kier, Alice und Ellen Kessler, Diane Keaton, Wanda Perdelwitz, Hulk Hoogan, Diogo Jota, Papst Franziskus, Xatar, Richard Chamberlain, Ralf Schimpf, Bruce Glover, Ernst Hilbich, Graham Nation, Otto Schenk, Rob Reiner, Susanne Steiger, Uwe Kokisch, Brigitte Bardot, Peter Sattmann, Malte Pittner