2024 markierte für die Kölner Band 4 Kings einen bedeutenden Schritt nach vorn: Mit der kraftvollen Stimme von Eva als neuer Frontfrau und Keno am Bass, hat sich der Sound der Band hörbar weiterentwickelt. Die Kombination aus energiegeladenen Riffs, technischer Raffinesse und Evas ausdrucksstarkem Gesang verleiht dem klassischen Old-School-Metal eine moderne, progressive Note – ohne die Wurzeln im Heavy Metal, Thrash Metal und Alternative Metal zu verleugnen. Die Vocals stehen dabei zweifelsohne im Fokus. Die EP Evil Serenade kommt auf eine Spielzeit von 25 Minuten und zieht Fans verschiedenster Generationen in ihren Bann. Zudem arbeitet die Band mit Hochdruck an ihrem nächsten Album, das noch 2025 erscheinen soll. So weit ist es aber noch nicht und für uns Grund genug, die sechs Songs mal laut aufzudrehen.
Gesanglich kann man Eva in die Schiene von Guano Apes Frontfrau Sandra Nasić schieben. Weniger Alternative und etwas härter ist die starke Frau von 4 Kings unterwegs. Die tieferen Passagen stechen besonders positiv heraus, die höheren Gesangsfarben haben hingegen noch etwas Luft nach oben. Dennoch eine gute Leistung, an der nicht nur sie, sondern auch die ganze Formation wachsen kann. Das Songwriting ist gereift, die Handschrift fest und griffig und Nummern wie Into The Nightsky oder The Devils Speaks haben einen eigenen Charakter. Leichte progressive Klangwände bauen sich in die trashig alternative Heavy-Metal-Kunst. Amor agiert im Verhältnis zu den anderen Tracks düster und bestimmend. In ihrem Korsett agieren 4 Kings agil und flexibel. Der ganz große Höhepunkt bleibt auf der Platte jedoch aus und hinterlässt eine gute EP, die vor allem Fans von alternativen Vocal-Klängen ansprechen dürfte. Da darf man gespannt sein, was das kommende Album ans Tageslicht fördert und ob der positive Trend aufrecht gehalten werden kann.
Hier! geht es für weitere Informationen zu 4 Kings – Evil Serenade in unserem Time For Metal Release-Kalender.



