Artist: Cadaver
Herkunft: Råde, Fredrikstad, Viken, Norwegen
Album: D.G.A.F.
Spiellänge: 10:36 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 17.04.2020
Label: Nuclear Blast
Links: https://www.facebook.com/cadavertheband/
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https://myspace.com/cadaver
Bandmitglieder:
Gesang, Bassgitarre – Jeff Walker
Gitarre – Neddo
Schlagzeug – Dirk Verbeuren
Jeff Walker (Carcass) als Gastmusiker im Song D.G.A.F.
Tracklist:
- D.G.A.F.
- Deformed Insanity
- Disgrace
Die norwegischen Death Metaller Cadaver sind in der Szene wahrlich keine Unbekannten. Die Band gründete sich bereits 1988 und ließ 1990 mit Hallucinating Anxiety ihren ersten Longplayer auf die Welt los. Relativ kurz danach, 1992, legte man mit …In Pains nach. Dann aber folgte die erste größere Schaffenspause. Zwölf Jahre ließ man sich mit der dritten Veröffentlichung Necrosis aus 2004 Zeit. Und dann wieder Off, sozusagen. Cadaver kündigten mit der Single Circle Of Morbidity vergangenes Jahr zugleich einen Longplayer an, dessen Release allerdings der aktuellen Corona-Pandemie zum Opfer fiel.
Insofern ist die aktuelle EP D.G.A.F. quasi als Überbrückung zu verstehen. Lediglich drei Tracks sind enthalten und kommen mit einer Gesamtspielzeit von knapp über zehn Minuten beinahe beiläufig bemessen daher. Wie dem auch sei, es mag Fans geben, die den Norwegern bis heute die Stange halten und sich ob dieser Erscheinung sicher freuen werden.
Ob die Qualität der drei Songs ebenso beiläufig rüberkommt, obliegt natürlich der jeweiligen subjektiven Einschätzung. Zum Titeltrack haben Cadaver sich die Unterstützung von Carcass Sänger und Bassist Jeff Walker gesichert. Warum? Das wissen nur die Herren selbst.
D.G.A.F. selbst besitz mit den ersten Tönen eine schöne Mystik und lässt zunächst mal aufhorchen. Genretypisch nimmt die Geschichte dann zusehends Fahrt auf und geht recht flüssig den Gehörgang runter. Jeff Walkers Stimme hat Charisma, das ist man von ihm ja so auch gewohnt. Das zerfahrene Gitarrenspiel, vordringlich in den Soli, wirkt allerdings ein wenig uninspiriert und vor allem die Drums sind zu dominant gemischt. Dennoch hat die Sache Charme.
Gleiches gilt für Deformed Insanity. Da kommt insgesamt gesehen nichts Unerwartetes auf uns zu. Die Doublebass pflügen unermüdlich durch den Acker, täuschen über die vorhandene Tristesse des Songs allerdings nicht hinweg. Die gefällige und äußerst modern wirkende Bridge lockert das Gesamtgefüge zwar auf, mehr aber leider auch nicht. Blass wäre übertrieben, aber dieser Track hat zu wenig, an dem man sich auch nach mehrmaligem Hören erinnern könnte.
Schwermütiger und schleppender, zumindest anfangs, gleitet dann Disgrace zusehends in eine gewisse Monotonie ab. Das Songwriting und Arrangement müht sich letztlich nur am Refrain ab und fällt dann leider der Ideenlosigkeit zum Opfer.




