“Im Heimathafen angekommen!“
Artist: Amon Amarth
Herkunft: Stockholm, Schweden
Album: Jomsviking
Spiellänge: 52:31 Minuten
Genre: Metal, Death Metal, Melodic Death Metal
Release: 25.03.2016
Label: Sony Music
Link: https://www.facebook.com/OfficialAmonAmarth
Bandmitglieder:
Gesang – Johan Hegg
Gitarre – Olavi Mikkonen
Gitarre – Johan Söderberg
Bassgitarre – Ted Lundström
Tracklist:
1. First Kill
2. Wanderer
3. On A Sea Of Blood
4. One Against All
5. Raise Your Horns
6. The Way Of Vikings
7. At Dawns First Light
8. One Thousand Burning Arrows
9. Vengeance Is My Name
10. A Dream That Cannot Be
11. Back On Northern Shores
Amon Amarth bilden eine feste Konstanz, die in den letzten Jahren immer eine Veränderung suchen, ohne die eigenen Werte über Bord zu werfen. Das Konzept der ersten vier Studioalben Once Sent From The Golden Hall, The Avenger, The Crusher und Versus The World ist mit dem vom neuen Silberling Jomsviking kaum noch zu vergleichen. Seit Fate Of Norns zieht es Sänger Johan Hegg mit den heidnischen Lyrics immer weiter in die melodischen Death Metal-Breitengrade, die durchaus Gefallen finden. Jeder, der, wie meine Person, nach Twillight Of The Thunder God die Skandinavier etwas aus den Augen verloren hat, bekommt knackige elf Hymnen serviert.
Den Anfang der über fünfzig Minuten lange Reise durch das verschneite Schweden macht First Kill, der durch das zweite verbliebene Gründungsmitglied in Form von Gitarrist Olavi Mikkonen den prägnanten Amon Amarth-Sound erhält. Flinke Nummern wie Wanderer oder auch On A Sea Of Blood stampfen wie eine wilde Horde Nordmänner und streichen die Einflüsse aus der ganzen Bandgeschichte zusammen, ohne die eigene Kunst zu kopieren. Mit etwas Fantasie findet man sogar Riffs aus den ersten vier Platten wieder, die nur in einem viel weicheren Korsett getragen werden. Wer an teils verkrampfte Stücke der letzten Langeisen wie auf Sutur Rising denkt, wird freudigerweise schnell eines Besseren belehrt. Die dröhnenden Vocals von Johan Hegg werden durch Liebe zum Detail gespeist. Feine Akzente setzen hier die Höhepunkte, ohne zwingend in jeder Komposition Mitgröhl-Refrains anbieten zu müssen. Das Quartett trifft, das kann man bereits bei der Hälfte von Jomsviking sagen, den Nerv der heutigen Zeit. One Against All geht schnell ins Ohr, Raise Your Horns lässt die Köpfe anmutig kreisen, während The Way Of Vikings perfide eingängig die einfach typischen Amon Amarth-Rezepte zusammenrührt. Angst davor, dass den Gitarristen Johan Söderberg und Ted Lundström mit den beiden alten Hasen zum Ende die Puste ausgeht, braucht man nicht haben. Wie ein berühmter roter Faden ziehen Vengeance Is My Name, A Deam That Cannot Be und Back On Northern Shore weiter die Strippen, ohne sie auch nur einmal schleifen zu lassen.



