Moontowers, Andernach Metaldays 2023 pic by Big Simonski

Interview mit Kuschke und Dommermuth zum neuen Moontowers-Album „Lethal Messiah“

„Ohne uns gäbe es die Szene nicht, ganz einfach!“

Artist: Moontowers

Herkunft: Koblenz, Deutschland

Genre: Heavy Metal, Metal, Doom Metal

Label: Fucking Kill Records

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Dommermuth
Gitarre – Kuschke
Schlagzeug – Kratz
Bass, Background Gesang – Baulig

Moontowers, Andernach Metaldays 2023
pic by Big Simonski

Moontowers sind am 12.06.2026 mit ihrem neuen Album Lethal Messiah zurück! Also mal wieder Zeit, mit Musikern ein Interview zu machen. Kuschke (Gitarre) und Dommermuth kommen mich besuchen. Das Wetter ist zu kalt, um in meinem heimischen Gadda Da Vida 1, 2, 3 Astra Pils zu nehmen. Also geht es ins Wohnzimmer und ein paar Astra Pils werden es auch dort. Es entwickelt sich ein wirklich langes Gespräch, bei dem auch viel gelacht wird. Es war mir eine Freude, mich mit den beiden Koblenzer Musikern zu unterhalten. Das Review zum neuen Album Lethal Messiah bekommt ihr hier bei uns von Time For Metal demnächst natürlich auch! Hier das Interview:

Time For Metal / Juergen S.
Ihr habt mit Crimson Harvest 2020 bereits euer Debüt veröffentlicht – was kam danach, wie habt ihr euch mit der Band seitdem weiterentwickelt?

Moontowers / Dommermuth
Das kann ich dir sagen, was danach kam: Da kam der Lockdown. Da kam keine Releaseparty, auf der wir mit Lord Vigo spielen wollten. Es kamen keine Konzerte mit der Platte, es gab kein, kein, kein – viel kein!

Moontowers / Kuschke
Doch, ein Konzert mit Asphyx in der Kirche in Essen.

Moontowers / Dommermuth
Ja, das war schön in der Kirche. Aber ansonsten haben wir uns direkt dran gemacht und Songs geschrieben. Wir haben die Zeit im Proberaum genutzt und fingen eben an, Songs zu schreiben. Unter dem Eindruck der Pandemie/des Lockdowns. Mich persönlich hat es damals auch schwer mitgenommen, als Trump Präsident geworden ist. Das Album ist ja schon eine Zeit her und wir konnten in dem ganzen Zeitraum nicht so viel live spielen. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, ich bin jetzt so weit weg von dem Thema – Trump gibt/gab es ja nicht mehr und jetzt ist er wieder da. Somit ist das Album aktueller als zuvor.

Moontowers, Rockfestival Rengsdorf 2019
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Moontowers / Kuschke
Ja, das war schon komisch damals. Das hat uns das Genick gebrochen, wäre jetzt der falsche Ausdruck, das hat aber unseren Start mit dem Debütalbum unheimlich behindert bzw. verzögert.

Time For Metal / Juergen S.
Das Problem hatten allerdings einige andere Bands damals auch.

Moontowers / Dommermuth
Ja, das stimmt. Da haben sich einige Bands aufgelöst, auch in unserem Umfeld. Sehr viele hat dieser Lockdown getroffen.

Moontowers / Kuschke
Das war total schade, ich fand das Album gut, es ist aber durch die Situation damals etwas untergegangen.

Moontowers / Dommermuth
Wir haben es aber echt gut absetzen können über das Internet, da war ich schon ein wenig überrascht. Obwohl wir es nicht live spielen konnten, haben wir es noch gut verkauft.

Moontowers / Kuschke
Wir haben aber noch ein paar Exemplare auf Lager (lacht).

Moontowers / Dommermuth
Restexemplare wären noch da, ja!

Time For Metal / Juergen S.
Das wäre auch meine nächste Frage schon gewesen. Euer erstes Album Crimson Harvest hat bereits einen starken Eindruck hinterlassen. Wie blickt ihr heute auf das Debüt zurück?

Moontowers / Dommermuth
Beim Debüt damals habe ich mir als Sound eher was Rohes vorgestellt. Es ist nah an einem Demo dran, natürlich besser produziert, aber doch eher roh. Das ist damals alles ziemlich live entstanden. Beim neuen Album haben wir jetzt mal alles im Studio ausgeschöpft, was es gibt. Wir haben zum Beispiel eine Gastsängerin dabei.

Time For Metal / Juergen S.
Oh, wer ist das?

Moontowers / Dommermuth
Mona Lay heißt die. Sie ist aus Prün. Sie ist eine Soul-/Blues-Sängerin.

Moontowers / Kuschke
Mona hat eine Sade-Coverband und eine richtig geile Stimme. Das passt total.

Moontowers / Dommermuth
Bei dem neuen Album haben wir uns die Prämisse gesetzt: Sagt einfach mal, was ihr bei dem Song so haben wollt, ob es nun ein Orchester, oder Alphörner sind. Haut es einfach mal so raus und dann schauen wir mal, ob wir das umgesetzt bekommen – so ungefähr jedenfalls. Wir haben uns im Studio echt nicht zurückgehalten. Dann kam noch die Entscheidung, dass wir es noch zu jemand anderem geben, in diesem Fall zum Janosch (Anmerkung der Redaktion: Jan Janosch Gensheimer). Aufgenommen haben wir beim Contra in Koblenz in seinem Airstream Studio und haben es dann zum Janosch zum Mix und Mastering gegeben. Das war ein ganz hervorragender Schritt, weil der Janosch dann noch mal mit ganz anderen Ohren daran gegangen ist und damit noch viel aus den Songs rausgeholt hat, was vorher noch „unter der Decke“ gelegen hat. Der ist quasi wie ein Producer daran gegangen, der Janosch war schon sehr wichtig.

Moontowers, Florinsmarkt 2022
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Moontowers / Kuschke
Bei der Crimson Harvest war das so, dass der Kratz und ich noch viele Songs alleine geschrieben haben. Jetzt, innerhalb der Jahre nach der Pandemie, haben wir uns unheimlich viel im Probenraum getroffen und gemeinsam die Songs geschrieben. Da sind ganz viele Ideen entstanden, die wir gemeinsam ausgearbeitet haben. Ich finde, das macht das neue Album auch noch einmal etwas abwechslungsreicher als das erste Album.

Time For Metal / Juergen S.
Das sind wahrscheinlich die Erfahrungen aus der Arbeit an Crimson Harvest, die ihr nun im neuen Album umgesetzt habt?

Moontowers / Dommermuth
Ja, du bist am Anfang eher noch so auf der Suche, oder willst dich definieren. Irgendwann war uns dann klar, wie wir klingen wollen. Diesen Schritt sind wir jetzt einfach weitergegangen.

Moontowers / Kuschke
Wobei wir da relativ offen sind. Es gibt nicht einen Song, der den gesamten Sound definiert. Wir haben jetzt ziemlich abwechslungsreiche Songs, so finde ich. Wir sind zum Beispiel keine reine Doom-Band. Wir haben zwar langsame, oder auch sehr langsame Parts drin.

Moontowers / Dommermuth
Wir haben auch klassische Heavy-Metal-Sachen dabei.

Moontowers / Kuschke
Ja, manchmal den typischen Iron-Maiden-Galopp-Rhythmus halt. Das will ich mal behaupten, auch wenn der Kratz das nicht so gerne hört (lacht). Ich finde das zweite Album noch viel abwechslungsreicher. Da sind ultralangsame Sachen dabei, aber auch schnellere. Von den Stimmungen her ist das ein richtiges Up und Down.

Time For Metal / Juergen S.
Euer neues Album erscheint im Juni (am 12. Juni) – wie wird der Titel sein, worauf dürfen sich eure Fans besonders freuen?

Moontowers / Dommermuth
Lethal Messiah wird der Titel sein.

Moontowers / Kuschke
Es wird ein sehr geiles und abwechslungsreiches Album sein mit unheimlich vielen Emotionen und einer Menge geiler Hooklines. Ich muss schon sagen, dass der Dirk (Anmerkung der Redaktion: Dommermuth) sich dieses Mal wirklich übertroffen hat. Er ist ja Meister im Refrain-Schreiben. Der macht so geile Refrains, die bleiben direkt im Ohr hängen. Ein Song heißt Kenoma. Dirk, magst du mal von dem Song erzählen, was das bedeutet? Also alleine, wenn du den Song hörst, singst du später im Auto: Kenoma, Kenoma… Du weißt überhaupt nicht, was das bedeutet, aber du singst einfach mit.

Moontowers / Dommermuth
Also vom Hintergrund des Lockdowns: Die Dystrophie ist ja nicht so weit weg vom Gedankengang her. Viele Songs gehen halt darum, dass sich die Menschheit zum Aus hin manövriert, oder wir mit Vollgas gegen die Wand fahren. Kenoma ist halt eine Lehre. Es gibt die, die behaupten: Es gibt einen Gott und alles ist sinnbehaftet, und Kenoma ist die Lehre von „alles ist leer und es gibt nichts, was Sinn ergibt“. Alles existiert einfach nur so für sich. Darüber habe ich einen Song gemacht. Der heißt dann Kenoma – The Cult Of The Void. Also, wo nichts einfach mehr ist, oder alles ist egal und nach mir die Sintflut.

Moontowers, Der Detze Rockt 2019,
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Moontowers / Kuschke
Sehr philosophisch halt.

Time For Metal / Juergen S.
Ja, das ist ein Ansatz, ein guter Ansatz. Dann können wir ja noch einen trinken. Habt ihr euer Bier leer? Dann geh’ ich noch was holen (lacht).
Gibt es musikalische oder thematische Unterschiede zwischen Crimson Harvest und dem neuen Release?

Moontowers / Kuschke
Dirk, ich glaube, beim ersten Album hast du mehr so den Fantasy-Ansatz gehabt?

Moontowers / Dommermuth
Ja, genau. Von den Texten her war es eher im Fantasy-Bereich angedockt. Jetzt sind wir eher in der jetzigen Welt, wobei die manchmal in Fantasy-Themen verpackt ist. Ich bin manchmal in so drei Schichten unterwegs: eine Ebene, wo ich von mir singe, eine Ebene, die in der Fantasy passiert, und eine Ebene, die mit der Welt, oder unserer Band zu tun hat. Deshalb ist es auch immer schwer zu sagen, worüber handelt der Song. Ich könnte dir da mehrere Deutungen geben. Auf der Platte (CD oder Vinyl) sind auf der letzten Seite QR-Codes drauf, die kannst du scannen und kommst dann auf eine Youtube-Seite: Da ist dann ein Video, in dem erzählt wird, worum es in dem Song geht. Von jedem Song bekommst du die Geschichte im Hintergrund erzählt. Das bekommst du halt nur exklusiv, wenn du die CD oder das Vinyl hast, ansonsten kommst du im Internet nicht dran.

Time For Metal / Juergen S.
Also, du musst schon die Hardware in Form von CD oder Vinyl haben?

Moontowers / Dommermuth
Ja genau, für die Freibiergesichter, die nur streamen, gibt es das Content halt nicht (lacht).

Moontowers / Kuschke
Musikalisch würde ich sagen, es ist noch abwechslungsreicher als der Vorgänger. Wir haben dieses Mal auch unheimlich Wert auf den Gesang gelegt. Der Dirk hat sich sehr viel Zeit genommen.

Moontowers / Dommermuth
Markus (Anmerkung der Redaktion: Kuschke), wo du das gerade sagst: ich habe jetzt gedacht, ich gehe mehr an meine Grenzen und es gibt da Passagen, wo ich absichtlich meine Stimme überschlagen lasse. Ich gehe an die Grenze zum Schreien, um Schmerz auszudrücken.

Time For Metal / Juergen S.
Was heißt Grenze stimmlich? Du kommst ja eigentlich aus dem Blues!

Moontowers / Dommermuth
Stimmlich die Höhe. Ich kann gut tief singen und laut und rau auch. Aber leise und hoch sind so meine Grenzen. Jetzt geh’ ich mal höher und lasse die Stimme absichtlich überschlagen, um Schmerz darzustellen. Das habe ich früher nie gemacht. Das ist für mich eine neue Erfahrung gewesen.

Time For Metal / Juergen S.
Was hat euren Sound aktuell besonders beeinflusst?

Moontowers / Kuschke
Es fließt alles in den Sound ein. Alles, was man geil findet, was man schon mal gehört hat. Wir vier kommen ja teilweise aus ganz unterschiedlichen Ecken. Wenn wir zusammen im Proberaum sind, kommen manchmal ganz schön verrückte Sachen dabei heraus.

Time For Metal / Juergen S.
Wie läuft bei euch normalerweise das Songwriting ab? Entsteht zuerst die Musik oder eher die Idee bzw. Stimmung hinter einem Song? Gibt es einen Mastermind?

Moontowers / Kuschke
Wie schon gesagt, beim ersten Album ist ganz viel entstanden durch Jamming zwischen Kratz und mir. Jetzt kommen aber verstärkt die einzelnen Akteure ins Spiel und bringen ihre Ideen mit ein. Das Songwriting ist ganz unterschiedlich. Manchmal kommt man mit fast fertigen Songs in den Proberaum, dann wird da rumgejammt und es entstehen noch mehr Ideen. Manchmal ist nur eine ganz kleine Idee da, die dann erst ausgearbeitet wird.

Moontowers, Der Detze Rockt 2019,
Pic by Big Simonski

Moontowers / Dommermuth
Wenn ich schreibe, dann habe ich eine Grundstimmung. Ich habe ein Gefühl, das will ich dann ausdrücken.

Time For Metal / Juergen S.
Aber du schreibst die Lyrics alleine?

Moontowers / Dommermuth
Ja, die Lyrics schreibe ich alleine. Aber einen Song schreiben ist für mich immer erst die Musik. Da sitze ich mit der Gitarre und schreibe einen Song. Ich habe immer zuerst die Musik.

Moontowers / Kuschke
Das Songwriting ist schon sehr interessant. Das hat bei Moontowers kein Schema F.

Time For Metal / Juergen S.
Gibt es auf dem neuen Album einen Track, der euch persönlich besonders viel bedeutet?

Moontowers / Dommermuth
Ich habe viele, die ich gerne mag, aber Prometheus ist mein Fav-Track.

Moontowers / Kuschke
Ja, der könnte auch noch auf der Crimson Harvest sein. So ein epischer Song, als Überleitung zum neuen Album. Ich schwanke da allerdings immer. Manchmal ist es der und ein anderes Mal ist es ein anderer Song.

Moontowers / Dommermuth
Sind halt alles Songs, die eine depressive oder schlechte Grundstimmung haben, bis auf Towerlords. Towerlords ist ein Song, der direkt über unsere Band geht, der die Band beschreibt. Den Song könnte man aber auch so sehen, als ob jemand in eine mittelalterliche Schlacht reitet. Der sticht halt raus. Nicht dass er besser wäre als die anderen Songs, der hat halt ein anderes Thema und eine andere musikalische Grundhaltung.

Moontowers / Kuschke
Daher haben wir den als Opener gewählt, weil er direkt nach vorne geht! Wenn wir direkt mit einem langsamen, depressiven Track angefangen hätten, dann wäre das vlt. für den einen oder anderen etwas zu viel gewesen.

Time For Metal / Juergen S.
Wie wichtig ist euch die regionale Szene rund um Koblenz für eure Entwicklung als Band gewesen?

Moontowers / Dommermuth
Hä? (lacht). Wir kommen ja aus der Koblenzer Szene, aus verschiedenen Bands. Ohne uns gäbe es die Szene nicht, ganz einfach!

Moontowers / Kuschke
Wir sind die Szene (lacht). Wenn wir nix machen würden, gäbe es nix in Koblenz! In Koblenz musst du die Sache echt selbst in die Hand nehmen. Das war schon immer so und in Koblenz muss man gegen Widerstände ankämpfen.

Time For Metal / Juergen S.
Geil, wir sind die Szene! Das lassen wir so stehen!!!
Live oder Studio – wo fühlt ihr euch als Band am meisten zu Hause?

Moontowers, Rockfestival Rengsdorf 2019
Pic by Big Simonski

Moontowers / Dommermuth
Live! Ich mache generell nur Musik, um auf der Bühne zu stehen! Die Bühne ist das A und O.

Moontowers / Kuschke
Ja, live ist geil. Allerdings ist für mich mittlerweile das Drumherum halt sehr anstrengend. Die Reisen und so … Am wohlsten fühle ich mich eigentlich im Proberaum: Songs machen und Bier dabei trinken …

Moontowers / Dommermuth
Ja, du hast ja auch genug Live-Konzerte (Anmerkung der Redaktion: mit Desaster), ich aber nicht.

Time For Metal / Juergen S.
Gab es während der Produktion des neuen Albums besondere Herausforderungen oder überraschende Momente?

Moontowers / Kuschke
Überraschende Momente? (lacht). Wir hatten unheimlich viel Pech. Wir hatten das Album im September 2024 aufgenommen. Jetzt haben wir 2026, da kannst du schon erahnen, dass es ein paar Probleme gab. Dann haben wir aber gemerkt, die Soundvorstellungen sind doch etwas unterschiedlich und wir brauchen einen externen Produzenten. Das hat dann lange gedauert, bis wir dann jemanden (Janosch) gefunden haben bzw. die Entscheidung getroffen wurde. Und dann gab es noch die Suche nach einer Plattenfirma, weil wir es dieses Mal nicht DIY im Eigenvertrieb machen wollten. Es gab einige Labels, die interessiert waren, u. a. auch ein amerikanisches Label, was dann allerdings an unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert ist. Fucking Kill Records aus Deutschland hat dann den Zuschlag bekommen. Durch unsere Schuld, weil wir unbedingt eine Picture Disc wollten, hat Fucking Kill Records nicht auf sein Stamm-Presswerk gesetzt. Das Presswerk, das dann gefunden wurde, hat absolute Scheiße gebaut. Es hat sich dann über Monate verzögert und in die Länge gezogen, bis endlich die Vinyleditionen (wir haben eine schwarze, eine farbige und eine Picturedisc) fertig waren.

Moontowers / Dommermuth
Zwischendurch gab es mal eine Testpress, die war aber so schlecht, dass wir die wieder zurückschicken mussten. Der Labelchef von Fuckin Kill Records war dann so genervt und hat denen gesagt, er traue sich gar nicht mehr, den Jungs (also uns) zu schreiben. Mitte letzten Jahres hätten wir gedacht, dass das Album da rauskommt. Dann haben wir gesagt: Ja gut, klappt halt nicht – dann wird es eben vor Weihnachten. Und jetzt siehst du, wann es rauskommt!

Time For Metal / Juergen S.
Ja, es ist doch noch vor Weihnachten (lacht)

Moontowers / Dommermuth
Ja, aber nicht der 06.12.(25), sondern der 12.06.(26).

Moontowers / Kuschke
Also, wie gesagt, das hat echt viel Zeit und Kraft gebraucht, um das Album endlich rauszubringen.

Moontowers / Dommermuth
Und jetzt haben wir leider auch noch die Hürde mit unserem Schlagzeuger. Aus gesundheitlichen Gründen kann der Kratz momentan nicht live spielen. Wir haben uns dann jetzt nach einem Ersatz umgesehen, um dann im Dezember live spielen zu können. So lange müssen wir jetzt mit dem Ersatz-Schlagzeuger noch proben. Vlt. aber auch schon früher, wenn Angebote kämen …

Time For Metal / Juergen S.
Habt ihr denn schon jemanden? Der Name darf bestimmt noch nicht genannt werden.

Moontowers / Dommermuth
Du kennst ihn …

Time For Metal / Juergen S.
Ich erahne, wer. Ok, ich halte die Schnauze…
Vlt. eine blöde Frage: Was möchtet ihr mit eurer Musik beim Publikum auslösen?

Moontowers / Kuschke
Eine gute Frage – überhaupt keine blöde Frage.

Moontowers / Dommermuth
Erst einmal, dass sich das Publikum mit den Themen auseinandersetzt, dass es vlt. nachdenklich wird. Und dass die Fans musikalisch abgeholt werden.

Moontowers / Kuschke
Ich mache ja Musik, um Gefühl in Musik zu transportieren, und dann möchte ich natürlich, dass das den Hörer erreicht. Eigentlich mache ich die Musik für mich selbst, aber wenn genau das, was ich empfinde, auch den Hörer erreicht, dann ist das schon toll.

Moontowers / Dommermuth
Ich sag mal so: wenn mir das gefällt, dann wird es auch andere Leute geben, denen es gefällt, denn so outstanding bin ich in meinem Geschmack (glaube ich) nicht. Das reicht dann schon.

Moontowers / Kuschke
Ich habe auch mit meinen anderen Bands nie Musik gemacht, um jemand anderen zu gefallen. Oder um Mainstream zu sein, oder um Geld zu verdienen.

Time For Metal / Juergen S.
Wenn ihr auf die nächsten Jahre blickt: Welche Ziele oder Träume habt ihr noch mit Moontowers? Live, live, live…?

Moontowers / Dommermuth
Live, live, live… Ich bin allerdings im Kopf auch schon beim nächsten Album. Jetzt ist die Proberaumsituation die letzte Zeit allerdings zurückgefahren worden wegen der gesundheitlichen Probleme von unserem Schlagzeuger.

Time For Metal / Juergen S.
Wie alle meine Interviewpartner hast du nun zum Abschluss die Möglichkeit, noch Themen anzusprechen, die im bisherigen Gespräch vielleicht zu kurz gekommen sind, oder gerne auch Grüße und persönliche Worte loszuwerden. Ich bedanke mich herzlich für deine Zeit und dafür, dass ihr euch die Zeit und Mühe für dieses Interview genommen habt.

Moontowers / Kuschke
Danke dir, Jürgen, für die Möglichkeit, das Album etwas in die Öffentlichkeit zu bringen. Worüber wollen wir noch reden, Dirk?

Moontowers / Dommermuth
Was mich die letzten Wochen wieder so begleitet hat und toll ist, ist die Szene. Wo wir uns zuletzt beim A Chance For Metal getroffen haben, oder im Florinsmarkt beim Konzert mit der Coverband. Wenn da dann Leute sind, die man kennt, kommt man direkt ins Gespräch. Meist sind die Leute auch an der Band Moontowers interessiert. Wir sind halt immer noch ein Thema und werden wahrgenommen.

Moontowers, Der Detze Rockt 2019,
Pic by Big Simonski