Ignea: kündigen neues Studioalbum an

„Monumental“ erscheint am 23. Oktober über Napalm Records

Ignea geben sich auf ihrem neuen Album Monumental, das am 23. Oktober 2026 über Napalm Records erscheint, der Nostalgie hin. Nach Dreams Of Lands Unseen (2023) navigiert das ukrainische Quartett in den neun neuen Songs einzigartige Facetten der Vergangenheit – von der Erhabenheit und Ambition der Weltall-Träume zur Zeit des Kalten Krieges über die Melancholie des urbanen Verfalls und vergessener modernistischer Strukturen bis hin zum emotionalen Gewicht persönlicher und kollektiver Erinnerung. Alle Texte auf Monumental wurden von Sängerin Helle Bohdanova geschrieben. Die Musik stammt von Keyboarder Yevhenii Zhytniuk, ebenfalls unter Mitwirkung von Bohdanova. Mixing und Mastering übernahm der Grammy-nominierte Produzent Jacob Hansen, der für seine Arbeit mit Bands wie Delain, Amaranthe, Volbeat, Amon Amarth, Arch Enemy und Epica bekannt ist.

Photo credit: Lame Perfect

Auf Monumental nehmen Ignea ihr Publikum mit auf eine wehmütige Reise, die die Nostalgie in all ihren Höhen und Tiefen aufgreift. Musik und Texten wohnt eine sanfte Traurigkeit inne – schließlich bringt Nostalgie neben schönen Momenten auch das Bewusstsein, dass diese Zeit so nie wieder kommt …

Helle Bohdanova über Monumental:
„Im 17. Jahrhundert galt Nostalgie als tödliche Krankheit – und in gewisser Weise ist sie das bis heute. Sie ist ein universelles Gefühl, das uns alle begleitet und uns in eine Vergangenheit zurückzieht, die rückblickend oft sanfter erscheint, als sie tatsächlich war – besonders in den schwierigen Momenten der Gegenwart. Ein großer Teil dieses Albums wurde von der modernistischen Architektur inspiriert: monumentalen Betonbauten, die einst als Symbole des Fortschritts und einer besseren Zukunft errichtet wurden und heute langsam dem Verfall preisgegeben sind. Sie wirken wie Zeitkapseln – Denkmäler unerfüllter Hoffnungen und Visionen. Orte, an denen die einst erträumte Zukunft nie Wirklichkeit wurde, deren Echo jedoch noch immer durch die Ruinen und leuchtenden Mosaike nachhallt.“

Monumental ist Igneas zweites Werk, das während des Krieges in ihrem Heimatland entstand. Die Aufnahmen fanden hauptsächlich im Winter 2025/26 statt, inmitten von eisigen Temperaturen und Stromausfällen in Kyiv.

Monumental Tracklist:
1. Darkness
2. Dreams Of Lands Unseen
3. Presence Of The Past
4. Prefab (Feat. Combichrist)
5. What Buildings Dream Of
6. I Am In Hell
7. Between No Longer And Not Yet
8. Harmony Manufactured (Feat. Hiraes)
9. Nadir

Monumental wird in den folgenden Formaten verfügbar sein:
• 1-LP Splatter-Vinyl, inkl. Booklet im LP-Format – streng limitiert (nur über den Napalm Records-Mailorder erhältlich)
• Bundle: 1-CD Jewelcase + T-Shirt (nur über den Napalm Records-Mailorder erhältlich)
• 1-LP Solid Silver Vinyl
• 1-CD Jewelcase
• Digitales Album

Musikalisch mischt Monumental technische Riffs mit Industrial-Anstrich, atmosphärischen Zwischenspielen, großen Chören und melodischen Passagen, um Nostalgieschübe darzustellen in denen Dunkelheit, Reflexion und Ehrfurcht aufeinandertreffen. Visuell und konzeptuell schöpfen Ignea aus Retrofuturismus, modernistischer und monumentaler Architektur sowie industriellem Design. So erbauen sie eine Welt, in der Klang, Bild und Erinnerung eins werden. Das Album steht als Ode an die Vergangenheit, ist eine Meditation verlorener und nie verwirklichter Zukunftsvorstellungen, und feiert die anhaltende Schönheit, die im Verborgenen versteckt liegt. Der Eröffnungssong Darkness schafft das emotionale Fundament und erbaut das Klanggerüst der Nostalgie, in die wir uns flüchten, wenn unser Leben uns überfordert, und in der die Vergangenheit stets sanfter wirkt, als sie es noch als Gegenwart war. Der Song schwankt zwischen melancholisch-unheimlichen Strophen und einem hoffnungsvollen Refrain, die ihren Höhepunkt in einem kathartischen Moment mit Chor und Blastbeats finden. Dreams Of Lands Unseen erkundet die Weltraumforschung im Kalten Krieg – eine Zeit, in der die Menschheit ihre größten Hoffnungen in den Kosmos setzte. In den Marsch-Melodien liegt das Echo des Propaganda-getriebenen Optimismus der Zeit, während schillernde Keyboard- und Theremin-Soli eine charakteristische Achtziger-Atmosphäre schaffen. Dem folgt Presence Of The Past, den Ignea der städtischen Dekadenz widmen, dieses bittersüße Gefühl, das dem Leben in einer Stadt innewohnt, die sich stetig verändert, verfällt, wiederaufgebaut wird, Vergessen und Erinnerung schafft – gleichzeitig.

Prefab ist der Rave-Soundtrack für Metalheads, eine stampfende Hymne mit Industrial-Ikone Andy LaPlegua von Combichrist als Gast, dessen unverwechselbare Stimme die Atmosphäre des Tracks sowie sein Thema perfekt ergänzt. Das zweite Feature des Albums bring Harmony Manufactured, in dem Helle Bohdanova sich das Mikrofon mit Britta Görtz von Hiraes teilt. Schnelle Riffs und roboterhafte Growls schaffen einen mechanischen Puls, während sorgsam gesetzte Arrangements die Präzisionsarbeit von Ingenieurswesen und Design vertonen. In Sound und Lyrics erkundet der Track, wie technischer Perfektion noch immer Emotion, Schönheit und beständige Erinnerung innewohnen kann. Zu What Buildings Dream Of drosseln Ignea das Tempo und schaffen eine Metal-Ballade mit stimmungsaufhellendem Refrain, deren subtile elektronische Beats den Herzschlag zur rohen Struktur monumentaler Architektur schaffen. Er ist Tribut an die Schönheit, Zerbrechlichkeit und das stille Innenleben der Gebäude, die unsere Landschaft und kollektives Vorstellungsvermögen formen. Besonders unerwartet ist I Am In Hell, ein kurzes Interludium im Stil einer retro-futuristischen Fernsehwerbung aus den Sechzigern. Ignea graben sich mit Between No Longer And Not Yet noch weiter in die Vergangenheit: Der Song ist ein Doom-Metal-Stück mit dunklen Jazz-Elementen, das das Gefühl vertont, eine Vinyl-Scheibe aufzulegen. Die Zeit wölbt sich durch den Klang um sich selbst, entfaltet mit jeder Umdrehung der Nadel Erinnerungen – eine Reflexion der Schönheit und der Trauer, die der Nostalgie innewohnt. Das orchestrale Outro Nadir beschließt Monumental und hinterlässt Hörende in einem Stadium von Sehnsucht, Hoffnung und leiser Melancholie.

Ignea sind:
Helle Bohdanova – Gesang
Yevhenii Zhytniuk – Keys
Dmytro Vinnichenko – Gitarre
Oleksandr Kamyshyn – Bass