Eventname: Frisson Live 2026 Tour
Headliner: Tarja
Vorbands: Symphonity, The Skys
Ort: Hyde Park, Osnabrück
Datum: 15.10.2026
Kosten: ab ca. 53,10 € VVK
Genre: Symphonic Metal, Symphonic Rock
Besucher: ca. 450 Besucher
Veranstalter: Libby Rockt! Events & Konzerte GmbH
Link: https://tarjaturunen.com/
Setliste Tarja:
- Frisson Noir
- Lost Northern Star
- Neverlight
- Love To Hate
- At Sea
- Little Lies
- Tears In Rain
- I Walk Alone
- Ciarán’s Well
- I Don’t Care
- Dead Promises
- The Trace Outlives
- Until My Last Breath
- Against The Odds
Mit der Frisson Live 2026 Tour präsentiert Tarja ihr aktuelles Album. Dafür zieht die finnische Gruppe um die markante Sängerin Tarja Turunen in diesem Herbst durch Europa und macht dabei diverse Stopps in Deutschland. Am heutigen Abend gastiert die Tour im kultigen Hyde Park in Osnabrück. Die Location feiert dieser Tage den fünfzigsten Geburtstag und war bereits Austragungsstätte diverser Konzerte. Unter anderem war Tarja selber vor 15 Jahren auf ihrer What Lies Beneath-Tour im Frühjahr 2011 im durchaus legendären Musikclub Hyde Park. Nach mehreren Standortwechseln ist die Heimat des Clubs seit 2000 das Industriegebiet am Fürstenauer Weg.
Vor noch wenig Publikum starten The Skys in den Abend

Den Anfang macht auf der Frisson Live 2026 Tour der litauische Act The Skys. Gegründet wurde die Formation 1995 und die festen Säulen bilden Sänger und Gitarrist Jonas Čiurlionis sowie Božena Buinicka am Keyboard, die ebenfalls Gesangspassagen übernimmt. Trotz der kurzen Stage-Time fallen die Ansagen von Jonas recht ausschweifend aus. Als Trio gestalten sie ihr Set, welches zum Start nicht auf den besten Sound setzen kann. Einzelne Komponenten werden zu laut abgemischt und auch leichtes Übersteuern begleitet die progressiven Klänge. Sowohl der Mischer als auch die Band kommen jedoch im Laufe des Auftritts immer besser rein, sodass die letzten Tracks auf einem deutlich verbesserten Klangbild aufgebaut werden können. Gut 30 Minuten zeigen The Skys ihre dunkle Kunst und verarbeiten dabei verschiedene Handschriften, bei denen der berühmte Funke nur bedingt auf das Publikum überspringt.
Symphonity setzten auf starke Symphonic-Metal-Attacken

Auch bei Symphonity bleibt der Hyde Park weit weg von einem vollen Haus. Wer bei ausverkauften Shows war, weiß, zu welchem Hexenkessel das weite Rund anschwellen kann. Nur gut 450 Headbanger zieht es heute in den Club. Dafür ist die Stimmung durch die Bank weg gut. Davon profitieren auch die Tschechen Symphonity. Erstmals mit dauerhafter Frontfrau in Form von Lucie Červenková Mlynářov am Start, muss man sich an die neue Ausrichtung erst einmal gewöhnen. Motivation und Spielfreude kann man Symphonity nicht absprechen. Die Wechsel im Line-Up müssen ihre Anhänger jedoch erst mal verdauen. Mit verschiedensten Gesangsfarben beleben die Osteuropäer ihre Session und bringen mit dem Cover Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann von Nena die Fans auf ihre Seite. Ein guter Auftritt, dem nur die kleine berühmte Prise Pfeffer fehlt, um sich von den vielen anderen Genre-Bands abzusetzen.
Tarja Turunen erobert Bühne und die Herzen ihrer Fans

Ganz anders Tarja Turunen mit ihrer Band, die sofort die Herzen ihrer Anhänger erobert. Tarja ist und bleibt nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern gibt sich Fan nah und ist dabei super sympathisch. Ihre Ansagen bringen die Augen des Publikums zum Leuchten und auch die Frontfrau selber strahlt bis über beide Ohren. Die Stimmung ist locker, gar familiär, und der Hyde Park liegt den Finnen mit den beiden ersten Werken Frisson Noir und Lost Northern Star zu Füßen. Mit im Schlepptau hat Tarja eine perfekt abgestimmte Band. Harte Tracks, warme Balladen und harmonische Symphonic-Metal-Atmosphären werden auf dem höchsten Level zelebriert. Love To Hate, At Sea und Little Lies machen nicht nur Spaß, sondern gehen auch unter die Haut. Der sparsam gehaltene Bühnengraben bringt die Fans hautnah an die Band. Neben den einzelnen Musikern genießt auch Tarja den direkten Kontakt und bringt die Meute mit ihren Interaktionen direkt zum Schwitzen. I Walk Alone und I Don’t Care werden genauso gefeiert wie Dead Promises, der das Finale einläutet. Dead Promises ist der erste Part der vierteiligen Zugabe. The Trace Outlives darf auch in Osnabrück nicht fehlen. Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt. Auch wenn man Tarja noch mehr Besucher gewünscht hätte, macht diese intime Show Lust auf mehr. Nach Until My Last Breath und Against The Odds fällt der Vorhang zum letzten Mal. Zufrieden finden die Besucher den Weg in den lauschigen Herbstabend, der trotz Mitte Oktober warm und herzlich, wie der Auftritt von Tarja Turunen ausfällt.



















