Elbeforum Rockt! am 31.10.2026 im Elbeforum Brunsbüttel

Sechs Bands, ein neues Festival und jede Menge Strom auf den Gitarrensaiten

Event: Elbeforum Rockt! 2026

Bands: Ratoath, Breaking Resistance, Pay Pandora, Back To School, Elivra, Rising Insane

Ort: Elbeforum, Brunsbüttel, Schleswig-Holstein, Deutschland

Datum: 31.10.2026

Kosten: 40 Euro VVK

Zuschauer: ca. 350

Genre: Hardrock, Punkrock, Metalcore und moderner Metal

Veranstalter: Elbeforum Brunsbüttel

Link: https://elbeforum.de/

Am 31. Oktober 2026 feiert das Elbeforum Rockt! seine Premiere. Sechs Bands, unterschiedliche Spielarten harter Musik und ein ganzer Tag im Zeichen von Gitarren, Drums und verzerrten Saiten sollen Brunsbüttel einen neuen Platz im norddeutschen Rock- und Metal-Kalender verschaffen. Der Veranstaltungsbeginn ist für 13:30 Uhr angesetzt. Das Line-Up reicht vom regional verwurzelten Hardrock über Punkrock bis hin zu modernem Metalcore.

Das Elbeforum ist in Brunsbüttel vor allem als Kultur- und Veranstaltungsstätte bekannt. Theater, Konzerte und weitere Veranstaltungen gehören hier zum Programm. Mit Elbeforum Rockt! kommt nun eine deutlich härtere musikalische Farbe hinzu. Der Vorteil einer solchen Location liegt auf der Hand: Statt sich bei norddeutschem Herbstwetter durch Schlamm zu kämpfen, findet das Festival unter einem festen Dach statt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, auch wenn die Currywurst bereits nach zwei Stunden ausverkauft ist. Ob aus der Premiere eine regelmäßige Veranstaltung wird, dürfte nicht zuletzt davon abhängen, wie gut das Konzept bei Publikum und Bands ankommt.

Ratoath 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Den Anfang machen Ratoath aus Weddingstedt. Die 2019 gegründete Band steht für Hardrock und eröffnet den Festivaltag mit einem Set aus sieben Songs. Die Setliste muss das Trio anpassen, denn ihr Gitarrist Tim muss kurzfristig krankheitsbedingt passen. Er wird physikalisch durch einen Pappaufsteller und musikalisch durch eine Bandaufnahme ersetzt. Die Formation bietet einen kompakten Einblick in ihr eigenes Material und setzt den ersten musikalischen Akzent des Tages. Gerade bei einem Festival mit mehreren Stilrichtungen ist der Auftakt wichtig: Er gibt die Richtung vor, ohne den weiteren Bands die Möglichkeit zu nehmen, anschließend ihren ganz eigenen Klang auf die Bühne zu bringen.

Breaking Resistance 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Mit Breaking Resistance aus Heide geht es anschließend in deutlich härtere Gefilde. Metalcore und Heavy Metal treffen bei der Band auf harte Riffs, melodische Passagen und kraftvollen Gesang. Inhaltlich beschäftigen sich ihre deutschsprachigen Texte unter anderem mit persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Problemen und dem eigenen Standpunkt. Damit fügt sich die Formation in ein Line-Up ein, das nicht ausschließlich auf klassischen Hardrock setzt, sondern auch moderne Metal-Spielarten berücksichtigt.

Pay Pandora 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Pay Pandora stammen ebenfalls aus Heide. Die Band ist seit 2014 aktiv und bringt eine weitere Portion Hardrock nach Brunsbüttel. Nach dem Metalcore von Breaking Resistance sorgt die Band für einen stilistischen Wechsel, ohne die Gitarren in den Hintergrund zu rücken. Die Gruppe gehört mittlerweile zu den regelmäßig auftretenden Namen der norddeutschen Festivalszene. Die Jungs um Sängerin Chiara waren Gewinner des Publikumspreises beim Local Heroes Bandwettbewerb 2016. Chiara nahm zudem bei The Voice Of Germany teil. Die Band ist nach einer vermeintlichen Auflösung nun doch wieder in der Originalbesetzung zusammen und spielte nach fast zwei Jahren in diesem Sommer wieder ihre ersten Gigs mit neuen Songs und noch wilderer Show. Ihr heutiger Aufritt mit 90 Minuten ist der längste seit langer Zeit und bietet einen Querschnitt durch die gesamte musikalische Geschichte der beliebten Band.

Back to School 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Back To School kommen ebenfalls aus Dithmarschen und verbinden Punkrock mit eingängigen Melodien. Als musikalische Bezugspunkte werden unter anderem Blink-182, Die Ärzte und Green Day genannt. Musikalisch erinnern sie stark an die Highschool-Rock-’n‘-Roll-Zeit. Die Formation setzt auf eigene Songs, markante Gitarren und dynamisches Schlagzeugspiel. Dabei reicht die Bandbreite von druckvollen Punknummern bis zu ruhigeren Momenten. So bildet Back To School einen willkommenen Kontrast zu den härteren Metalcore-Acts des Tages. An Showelementen mangelt es jedenfalls nicht. Da tauschen der Bassist und der Drummer die Plätze, da surft der Drummer, der begeisterter Surfer ist, auf einem Gitarrenkoffer über die Köpfe des Publikums. Da spielt die Band inmitten der Menge oder klebt sich falsche Bärte an. Auch lassen sie das Publikum mit Bällen spielen oder lassen eine Wall of Death bilden.

Die regionale Herkunft gleich mehrerer Acts unterstreicht, dass Elbeforum Rockt! nicht nur ein Gastspiel überregional bekannter Namen sein möchte, sondern auch Bands aus der Umgebung eine Bühne bietet. Leider leert sich der Saal nach den lokalen Bands deutlich.

Elivra 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Elivra aus Berlin bringen melodischen Metalcore ins Elbeforum. Schwere Riffs, progressive Rhythmen und eine atmosphärische Ausrichtung prägen den Sound der erst 2024 gegründeten Formation. Besonders der Wechsel zwischen intensiven, druckvollen Passagen und fragileren Momenten gehört zum musikalischen Konzept. Damit bereiten Elivra den Boden für den Headliner und erweitern die stilistische Spannweite des Festivals.

Rising Insane 2026 Brunsbüttel; Foto: Norbert Czybulka

Als Headliner schließen Rising Insane aus Ganderkesee bei Bremen den Festivaltag ab. Die Band verbindet modernen Metalcore mit melodischen Elementen und setzt damit den härteren Schlusspunkt hinter ein Programm, das von klassischem Hardrock bis zu zeitgemäßen Metal-Spielarten reicht. Mit ihrem heutigen Programm supporten die Jungs ihr gerade erschienenes Debütalbum Deathrace, das sie im November und Dezember mit einer eigenen Headlinertour quer durch die Republik vorstellen.

Fazit

Elbeforum Rockt! bringt sechs Bands unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung nach Brunsbüttel und erweitert das Kulturprogramm des Elbeforums um ein Festival für Rock- und Metal-Fans. Besonders die Mischung aus regionalen Formationen und moderneren Metal-Acts macht das Konzept interessant. Ob aus dem Debüt ein fester Termin im norddeutschen Veranstaltungskalender wird, muss sich zeigen. Die Premiere liefert dafür jedenfalls eine breite musikalische Grundlage. Die Preise der Gastronomie sind im Rahmen und die etwa 350 Gäste hatten zusehends Spaß am Geschehen.

Da nicht alle Bands bei Setlist.fm vertreten sind, könnt ihr alle gespielten Songs hier noch einmal abrufen:

Setlisten:

  1. Deathrace
  2. Countdown
  3. Outrage
  4. Good Enough
  5. The Hell Song
  6. Escalation
  7. Malicious
  8. Carousel
  9. Dirt
  10. Traumatized
  11. Narcissist
  12. Grey
  13. Drag Me Under
  14. Chemicals
  15. Half Alive
  16. Dark
  17. Error
  18. When My Anger Burns
  19. Blinding Lights

  1. Intro
  2. Sleeper
  3. Curtains
  4. Beginning
  5. Eclosion (KRAS)
  6. Systematic
  7. MXC
  8. Somewhere
  9. All (Of This) Is Temporary
  10. Vultures

  1. Intro (Holy Cage)
  2. Quicksand
  3. Wasting Time
  4. All The Small Things
  5. Intro (Turn The Volume Up)
  6. Another Party Song
  7. Astronaut
  8. Want You Bad
  9. Fix This World
  10. Irgendwann
  11. Happy End
  12. Devils Daughters
  13. A Thousand Times
  14. What’s My Age Again?
  15. How To Do It Better
  16. Up All Night
  17. Sadie
  18. Good Riddance
  19. Intro (We Are All Humans)
  20. Echoes
  21. On The Side Lane
  22. Dammit
  23. Quarantine
  24. Manchmal
  25. Fat Lip
  26. Whole Again
  27. Words Unspoken
  28. Denkmal
  29. Hey Jude

  1. Follow My Voice
  2. Banshee
  3. Sound Thunderstorm
  4. Thats What You Get
  5. Take Off
  6. Catch Me
  7. Perfekte Welle
  8. The Hunter And The Prey
  9. No Bet
  10. Drama Baby
  11. Satisfied
  12. Are You Gonna Be My Girl
  13. Without You
  14. Remember
  15. Come What May
  16. I Love Rock ’n‘ Roll
  17. Good In Bad
  18. I Could

  1. Wurzel
  2. Gefangen Im Nichts
  3. Kopf Im Sand
  4. Sog Des Unglücks
  5. Früher Mal
  6. Weggelaufen
  7. Aquarium
  8. Krähe
  9. Digitale Welt

  1. Human Resources
  2. Mourn No More
  3. The Letter
  4. Amber & Plastic
  5. Toxic River
  6. Glacier
  7. Scaremonger