A Life Divided – Human

“Kein Metal, etwas Rock – trotzdem richtig gut!“

Artist: A Life Divided

Herkunft: München, Deutschland

Album: Human

Spiellänge: 52:12 Minuten

Genre: Electronic Rock, Rock, Gothic Rock

Release: 10.04.2015

Label: AFM Records

Link: https://www.facebook.com/alifedivided

Bandmitglieder:

Gesang – Jürgen Plangger
Gitarre – Tony Berger
Gitarre – Mike Hofstätter
Bassgitarre – Tobi Egger
Keyboard, Gitarre – Erik Damköhler
Schlagzeug – Korl Fuhrmann

Tracklist:

  1. Burst
  2. The Most Beautiful Black
  3. Inside Me
  4. Own Mistake
  5. Right Where I Belong
  6. Just Nothing
  7. Could You
  8. Drive
  9. My Apology
  10. Believe
  11. Live Forever
  12. Lay Me Down
  13. Happy End

A Life Divided - Human

Die Band A Life Divided gibt es tatsächlich schon seit dem Jahr 2003. Die ersten beiden Alben wurden noch komplett in Eigenregie veröffentlicht, das dritte Album Passenger aus dem Jahr 2011 erschien dann erstmals über AFM Records. In 2013 gab es den Nachfolger The Great Escape und am 10.04.2015 wird mit Human das fünfte Album der Band veröffentlicht. In der doch schon recht langen Bandgeschichte konnte man als Support von Bands wie Oomph, Eisbrecher, Apocalyptica und Mono Inc. und auch mit Auftritten bei Festivals, wie dem M’Era Luna oder dem Amphi Festival die Fangemeinde stetig vergrößern. In diesem Jahr steht neben der eigenen Human-Tour im Oktober bereits für den April und Mai ein Supportslot der Gipfelstürmer-Tour von Unheilig an. Also reichlich Gelegenheit, die Jungs auch mal live zu erleben. Aber erst mal hören, was sie auf dem Album vorlegen…

Der Ausbruch beginnt mit Burst, das ich mit gutem Willen durchaus noch in die Rock-Schublade packen würde. Irgendwie eine Mischung aus Hardcore Superstar und The Rasmus, die dieses im Midtempo gehaltene Lied da präsentiert. Klingt schon mal nicht schlecht, mal sehen, wie es weiter geht.

The Most Beautiful Black ist dann, genau wie Inside Me, so poppig und radiotauglich, dass mein Finger kurz über der Skip-Taste schwebt. Schmeißt mich glatt weit zurück in die Zeiten, als Alphaville noch erfolgreich am Start waren.

Als ob mich A Life Divided für mein Durchhaltevermögen belohnen wollen, wird mit Own Mistake ordentlich das Gaspedal durchgetreten, und es wird mal in Richtung Rock abgebogen.

Bei Just Nothing fange ich an, mich auf die Spielart von A Life Divided einzuschießen, wobei es wahrscheinlich am sehr schrägen Gitarrenriff liegt 😀 Aber wenn das teilweise eingestreute Keyboard nicht wäre, könnte ich mir hier auch gut eine der diversen Alternative Rock Bands auf der Bühne vorstellen. Richtig gut gemacht.

Auch Could You, das für mich so klingt, als ob Roxette und Depeche Mode gemeinsame Sache gemacht haben, kann mich durchaus begeistern, schließlich habe ich beide Bands vor Urzeiten mal sehr gern gehört. 🙂 Abgesehen davon liefern A Life Divided bis hierher schon mal ein sehr abwechslungsreiches Album.

Beim ersten Song Burst hatte ich ja schon mal den Vergleich mit The Rasmus, und auch Believe schlägt in diese Kerbe. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich mal geschaut, ob es The Rasmus überhaupt noch gibt, und siehe da, die Jungs sind nach wie vor sehr aktiv. Das wäre doch mal ein feines Line-Up. 🙂

Zwei Bands, die ich ebenfalls sehr gern höre, nämlich 30 Seconds To Mars und Muse, haben A Life Divided in Live Forever sehr genial zusammengeführt, mein absolutes Highlight des Albums.

Mit Lay Me Down gibt es auch tatsächlich so etwas, wie eine Powerballade, bevor dann bei Happy End der Name Programm ist. Mit Keyboardspielerein schleicht sich der Song langsam an, bevor dann schlicht und ergreifend die gute Laune ausbricht. Man möchte grinsen, hüpfen, kreischen, tanzen bis zur kompletten Verausgabung. Den Backgroundchor finde ich etwas arg übertrieben, das tut dem Spaß zum fröhlichen Ende aber keinen Abbruch.

Fazit: Ich bin ja nicht nur auf Metal oder Rock festgelegt, aber mit diesem Album hatte ich zunächst doch einige Startschwierigkeiten. Mit jedem weiteren Lied kam dann aber doch ein gewisser Hörspaß auf, der auch noch steigerungsfähig war und der dazu führte, dass ich nach dem ersten Hören gleich die Repeat-Taste gedrückt habe. Für reinrassige Metal-Fans, die auf harte Gitarrenriffs und Doublebass-Einlagen absolut nicht verzichten mögen, ist dieses Album nicht wirklich zu empfehlen. Aber wer auch gern mal die Bands hört, die A Life Divided bereits supportet haben, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich werde auf jeden Fall sehen, dass ich mir die beiden Vorgängeralben noch zu Gemüte führe. Und die Human-Tour führt ja auch ins Ruhrgebiet. 🙂

Anspieltipps: Just Nothing, Could You, Believe, Live Forever und Happy End
Heike L.
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