Delain – The Human Contradiction

“Melodisch trotz Härte!“

Artist: Delain

Herkunft: Niederlande

Album: The Human Contradiction

Spiellänge: 43:28 Minuten

Genre: Symphonic Metal, Melodic Metal

Release: 04.04.2014

Label: Napalm Records

Link: http://www.delain.nl/

Klingt wie: Within Temptation

Bandmitglieder:

Gesang – Charlotte Wessels
Gitarre – Timo Somers
Bass – Otto Schimmelpenninck van der Oije
Keyboard – Martijn Westerholt
Schlagzeug – Sander Zoer

Tracklist:

  1. Here Come The Vultures
  2. Your Body Is A Battleground
  3. Stardust
  4. My Masquerade
  5. Tell Me, Mechanist
  6. Sing To Me
  7. Army Of Dolls
  8. Lullaby
  9. The Tragedy Of The Commons
Delain - The Human Contradiction

Ich war ja schon fast ein wenig überrascht, dass Delain bereits ein Jahr nach ihrem Debüt bei Napalm Records ihr viertes Album und damit das erste Studioalbum mit neuem Label herausgebracht haben. Mit The Human Contradiction schickt das niederländische Quintett knapp 44 Minuten Musik ins Rennen, die wirklich ordentlich geworden sind.

Der gesamte Sound und die Produktion wurde von der Band selber gestemmt. Mit The Human Contradiction hat Delain zur Runderneuerung aufgerufen und verabschieden sich etwas vom Pop Rock und legen etwas an Härte zu. Dafür präsentiert sich das vierte Album als absolut ausgegoren. Trotzdem kann sich Delain gerade mit der verbleibenden Pop-Note von Genrekollegen wie z.B. Within Temptation absetzen. Klassischer Gesang, chorale und orchestrale Elemente werden eher als Bonus eingesetzt. Die eingängige Herangehensweise auf The Human Contradiction erschafft eine ganz eigene Form des Melodic Symphonic Metal. Die Band hat von den ersten zarten Klängen an die Balance zwischen Liedern gefunden, die eine gewisse Zeit brauchen, um sich zu entfalten und Liedern, die es rasch auf den Punkt bringen.

Der Opener Here Come The Vultures zeigt gleich zu Beginn etwas von der neu gewonnen Härte. Das dunkle und atmosphärische Intro ist perfekt für die einmalige Stimme von Charlotte Wesseles. Darüber hinaus lässt der Song es förmlich nur so krachen. Derart harte Riffs ist man von den Niederländern nicht gewohnt, aber es steht ihnen. Auch wenn Delain versuchen, die hohe Komplexität über das gesamte Album zu erhalten, gelingt es ihnen nicht immer. Das Resultat sind belanglose Nummern wie Stardust oder My Masquerade. Trotzdem lässt The Human Contradiction nicht viele Kritikpunkte offen. Man könnte lediglich kritisieren, dass dem Album neben dem bombenstarken Intro ein paar richtige Hits fehlen.

 

Fazit: The Human Contradiction ist eine wirklich gute Scheibe geworden. Als Gesamtpaket funktioniert das Album einwandfrei und ist wirklich abwechslungsreich. Wenn man sich vereinzelt Songs herauspickt, sieht das Bild schon wieder etwas anders aus. Es empfiehlt sich daher, das Album in einem Stück anzuhören. Wenn man nach der Hälfte einfach aufhören würde, würde die Wirkung verpuffen.

Anspieltipps: Here Come The Vultures , Lullaby und Tell Me, Mechanist
Rene W.
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