Die Apokalyptischen Reiter – Schrei!Nachten XMAS Festival Tour 2018 – Support: Deserted Fear und Cypecore am 27.12. im JUZ Live Club, Andernach

“Die Apokalyptischen Reiter – Schrei!Nachten XMAS Festival Tour 2018 – Support: Deserted Fear und Cypecore am 27.12. im JUZ Live Club, Andernach“

Headliner: Die Apokalyptischen Reiter

Vorbands: Deserted Fear, Cypecore

Ort: JUZ Andernach, Stadionstr. 88, 56626 Andernach

Datum: 27.12.2018

Kosten: 30 € VVK, 35 € AK

Genre: Melodic Death Metal, Death Metal, Heavy Metal, Folk Metal, Experimental Metal, Power Metal, Thrash Metal, Symphonic Metal, Neue Deutsche Härte

Besucher: 666 Besucher

Veranstalter: A Chance For Metal www.acfm.info

Link: https://www.facebook.com/events/192220208210114/

Setlisten:


1. Intro
2. The Alliance
3. Where To World Make Sense
4. Values Of Life
5. Dreamsmasher
6. Identity
7. Values Of Death
8. The Hills Have Eyes
9. Saint Of Zion


1. Wir Sind Zurück
2. Es Wird Schlimmer
3. Herz In Flammen
4. Der Adler
5. Brüder Auf Leben Und Tod
6. Auf Und Nieder
7. Der Seemann
8. Drums Of G.
9. Der Rote Reiter
10. Die Schönheit Der Sklaverei
11. Hört Mich An
12. Gitarren Solo Elfriede
13. Elfriede
14. Der Kleine Wicht
15. Reitermania
16. Franz Weiss
17. Intro – Wenn Ich Träume
18. Vom Ende Der Welt
19. The Great Experience
20. Wir Reiten
21. Metal Will Never Die / March Of Revenge
22. Outro

Weihnachten war gestern, endlich Schluss mit der maroden Sinnlichkeit. Wie gut, dass es im JUZ in Andernach einen Tag nach Weihnachten Schrei!Nachten gibt. Endlich ist es aus mit der unerträglichen besinnlichen Zeit. Der Metal kommt zurück in die heilige Halle des JUZ nach Andernach.
Und wie!!! Die Apokalyptischen Reiter werden heute mit ihrer Schrei!Nachten XMAS Festival Tour 2018 einfallen und die Halle erstürmen. Supportet werden sie von Cypecore und Deserted Fear.

Heute bin ich mal wieder mit meiner Frau unterwegs. Das heißt, ich kann ausgelassen feiern, denn die Rückfahrt ist gesichert. Gerade rechtzeitig betreten wir die Halle, da beginnen Cypecore bereits mit ihrer Show. Also keine Zeit die Bekannten lange zu begrüßen, kurzes Händeklatschen und ab geht es in den Fotograben.

  

Cypecore aus Mannheim gehören mit Sicherheit zu den spannendsten Acts der deutschen Metalszene. Zwar nicht neu in der Szene, starteten sie mit ihrem letzten Album The Alliance richtig durch. Die Band hat sich einem noch recht neuen Genre im Metal verschrieben, dem Sci-Fi Metal. Hinter diesem Begriff steht eine besondere Form des Melodic Death Metals mit Parts von Industrial Metal. Vertreten waren sie bereits auf solch renommierten Festivals wie With Full Force, Wacken, Summerbreeze oder dem RockHarz.

Cypecore überzeugen heute Abend voll und ganz mit ihrer futuristischen / apokalyptischen Show. Das Ganze ist eine Apokalypse der Sinne. Sie überzeugen sowohl mit den visuellen Effekten als auch mit ihrer Musik. Die Bühne bleibt weitestgehend in nur wenig Licht eingehüllt. Dafür stehen die vier Protagonisten in so was wie, ich würde mal sagen, Raumanzügen auf der Bühne. In diesen Anzügen sind Lichteffekte eingebaut. Das kommt total gespenstisch / apokalyptisch rüber. So soll es auch sein, handeln ihre Alben doch von einer futuristischen, post-apokalyptischen Welt, die im 22. Jahrhundert nach dem 3. Weltkrieg spielt. Dieses visuelle Inferno auf der Bühne wird durch den superben Sound unterstützt. Nicht nur Songs des neuen Albums The Alliance stehen auf der Setlist, sondern auch ältere.

  

Leider stehen Cypecore heute als Quartett auf der Bühne. Dies hat einen traurigen Hintergrund, denn Bassist Christoph „Desolator“ Heckel ist Ende Oktober dieses Jahres an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Ich habe mit den Jungs nach dem Gig noch gesprochen, auch über den Verlust von Christoph. Der Verlust ist echt schwer für die Band, aber man merkt, dass er noch bei ihnen ist. Daher war es auch gut die Tour ohne Bassisten zu spielen. In Memory of Christoph „Desolator“ Heckel.

Zur heutigen Performance der Show von Cypecore hier in Andernach gilt die Losung: Mission Schrei!Nachten completed!!!

Deserted Fear kommen, wie die heutigen Headliner, ebenfalls aus Thüringen. Genauer gesagt aus Eisenberg.
Jetzt geht es soundmäßig noch etwas heftiger zu. Das Quartett spielt klassischen Death Metal, wobei u.a. Bands wie Dismember oder Asphyx für die Jungs markante Einflüsse darstellen. Jetzt rollt hier eine richtige Death Metal Lawine heran, so wie wir es hier in Andernach vom legendären Death Feast Festival her kennen. Es kann schon sein, dass es dem einen oder anderen Fan des heutigen Topacts etwas zu heftig ist, weil sie Deserted Fear nicht kennen. Mir gefällt es jedoch außerordentlich gut, was die Band hier abliefert.

  

Sie sind für mich keine Unbekannten mehr. Ich konnte mich von ihnen in diesem Jahr bereits auf dem Metal Frenzy Open Air in Gardelegen überzeugen. Bei diesem Sound muss man wirklich aufpassen, dass einen die Death Metal Lawine nicht erdrückt und man bei dieser brachialen Gewalt noch zum Luftholen kommt. Eine visuelle Show ist bei Deserted Fear nicht angesagt. Hier müssen die Songs und der Sound alleine überzeugen. Das haut bei Deserted Fear auch hin. Spaß haben sie dabei allemal. Das merkt man ihnen auf der Bühne und auch anschließend im Gespräch am Merchstand an. Das, was sie auf der Bühne tun, können sie musikalisch superb, denn es stehen schließlich unzählige Konzert- und Festivalauftritte auf der Habenseite der Thüringer. So überzeugen sie heute Abend die Fans mit ihrer Version des gepflegten Krachs. Auch hier ist anzumerken: Mission Schrei!Nachten completed!!!

  

Ich hatte zwar mit der Band abgesprochen, dass sie mir noch eine Setlist zur Verfügung stellt, dies ist aber irgendwie dann doch untergegangen. Auf jeden Fall waren vom letzten Album Dead Shore Rising die Songs The Fall Of Leaden Skies und The Carnage und vom Album My Emipre die Songs Battalion Of Insanities, Field Of Death und Bury Your Dead dabei. Im Februar 2019 wird ihr neuestes Album mit den Titel Drowned By Humanity erscheinen. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Drowned By Humanity wurde übrigens von niemand Geringerem als vom Schweden Henrik Udd produziert. Der zeichnet sich unter anderem für die Erfindung des Swedish Death Metal-Sounds mit verantwortlich und verhalf solchen Bands wie In Flames, At The Gates, Soilwork und Arch Enemy zum Welterfolg. Vielleicht stellen sie ihr neues Album im nächsten Jahr ja auch in Andernach vor.

Die Apokalyptischen Reiter aus Weimar sind eine der angesagtesten deutschen Bands zurzeit. Ihr Markenzeichen sind fulminante Liveshows, die die Augen und Ohren der Fans erfreuen. Auch heute ist es wieder so. Ich habe mich bereits vor gut einem Jahr auf ihrer letzten Tour in der Essigfabrik in Köln von ihrer tollen Show überzeugen können. Immer, wenn es zu den Reitern geht, treffe ich auch Patrick, den Die Hard Fan der Reiter. Auch heute wieder. Klar, dass ihm die heutige Show wieder wie Öl runter geht. Der Auftritt von den Apokalyptischen Reitern ist wie immer voller Energie und purer Leidenschaft. Sie sind wild und unberechenbar. Da werden überraschende Haken geschlagen.

  

Erstmals in der Offenbarung des Johannes erwähnt, als Boten der nahenden Apokalypse stehen sie doch wahrhaftig heute Abend auf der Bühne im JUZ und zeichnen sich als Boten des nachweihnachtlichen Metals in Andernach aus. Auf der Bühne gibt es ein wildes Hin und Her, natürlich stark geprägt durch die Performance ihres Frontmanns Daniel „Fuchs“ Täumel. Wie immer im feinen Zwirn springt er auf der Bühne herum und kann im Handumdrehen seine Fans zu einem apokalyptischen Galopp mitnehmen. Dieser Galopp geht durch fast alles Genres des Metals. Sie irgendeinem Genre festzuschreiben ist schier unmöglichen. Sie bringen so fast jede Richtung des Metals in ihrer Musik unter, egal ob Melodic Death Metal, Heavy Metal, Folk Metal, Experimental Metal, Power Metal, Thrash Metal, Symphonic Metal oder Neue Deutsche Härte.

  

Das ist nun ein wilder Ritt, den Die Apokalyptischen Reiter hier im JUZ in Andernach vollführen. Da wird die Sau durchs Dorf gejagt. Die Menge ist am Kochen. Eine heiße Show, entfacht durch die Reitermania. Die Halle ist so voll, wie man sie nicht immer erlebt.
Daniel „Fuchs“ Täumel und seine Mannen Volkmar „Volk-Man“ Weber (Bass), Mark „Dr. Pest“ Szakul (Keyboard), Georg „Sir G.“ Lenhardt (Drums) und Adrian „Ady“ Vogel (Gitarre) brennen hier ein Feuerwerk ab. Eine kleine Pyroshow gibt es beim Song Die Schönheit Der Sklaverei. Beim Song Der Rote Reiter stehen die Jungs im Blacklight mit ihren Masken und Mänteln. Geschenke für die Fans gibt es bei der Reitermania. Beim Song Der Kleine Wicht werden zehn riesige Bälle ins Publikum geworfen, die sich im Rhythmus des Songs dann über den Köpfen der Fans bewegen.
Viel mehr zu sagen zu den Apokalyptischen Reitern und ihrer Show am heutigen Tag braucht man hier nicht mehr, außer: Mission Schrei!Nachten completed!!!

Fazit: Die Metaler, die heute am 27.12.2018 ihren Ritt nach Andernach in die heilige Halle des Metals im JUZ wagten, sind voll auf ihre Kosten gekommen. Weihnachten wurde heute aus den müden Gliedern geschüttelt. Drei fantastische Bands konnten die übergroße Zahl metalgläubiger Hirten überzeugen! So wie Schrei!Nachten muss Weihnachten in Zukunft sein.

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