Threshold End – In The Jaws Of Curse

“Apokalyptische Stimmung.“

Artist: Threshold End

Herkunft: Bogota, Kolumbien

Album: In The Jaws Of Curse

Spiellänge: 46:05 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 2015

Label: Godeater Records

Link: https://www.facebook.com/ThresholdEnd?__mref=message_bubble

Bandmitglieder:

Gesang – David Colorado
Gitarre – Fabian Alvarez
Bassgitarre – Cristhian Bayona
Schlagzeug – Pablo N.T

Tracklist:

  1. Apocalypse Is Now
  2. Mourning Incarnated
  3. Destruction Truth
  4. Horror, Dreams And Sorrow
  5. Predator Prey
  6. Swap Meat
  7. Burning Inside The Flesh
  8. Viral Digital Possession
  9. Nuclear Annihilation (Hyun)
  10. The Embrace Of The Shroud
  11. Marching In The Death’s Empire
  12. The Lurker At The Threshold

Threshold End - In The Jaws Of Curse

Das kleine, aber feine deutsche Label hat sein Augenmerk ja auf den Underground gelegt und bietet uns mit Threshold End mal wieder eine Band aus diesem Bereich an. Dieses Mal ist Mr.Godeater über den Teich geschwommen – bis nach Kolumbien – und hat uns dieses Quartett mitgebracht. Dreiviertel der Kombo ist ansonsten noch anderweitig unterwegs. Also keine ganz Unbekannten in der Szene. Lediglich der Vocalist ist der Band nicht fremdgegangen, die es seit 1998 bereits gibt. So richtig viel hat die Band aber bis dato nicht auf die Reihe bekommen. In 17 Jahren hat man es auf eine Single (2001), eine Demo (2005),  eine EP (2010) und dieses Debütalbum gebracht. Sei es drum.

Los geht es mit einer kleinen Einleitung, denn die Apokalypse ist bereits in vollem Gange: Apocalypse Now, so der Opener, gibt die Marschrichtung vor. Death Metal-Klänge vernehmen meine Ohren und dieses ist auch gut so. Wie man es aus Kolumbien z.B. von Bands wie Massacre oder Sargatanas kennt, haben die Burschen eine infernalistische Einstellung zur Musik und lassen dieses auch in ihren Songstrukturen erkennen. Die Kombo aus Bogota klingt nicht wirklich nach der alten Schule, sondern vernichtet alles, was nicht bei drei die Anden hochgeklettert ist. Brutaler Death Metal kommt von Anfang an aus den Boxen geknattert, so wie der Vadder es hören will, aber sie verbinden diesen mit technischen Spielereien. Sei es mal ein Bassvorspiel wie bei Viral Digital Possession oder ein schöner Midtempopart wie bei Nuclear Annihilation (Hyun). Diese kleinen Schmankerl bringen eine gelungene Abwechslung zur sonstigen totalen Apokalypse. Ansonsten sind sie schön schnell unterwegs, spielen auf den Punkt und bieten herrliche Zerstörungstonkunst. Technische Parts werden immer wieder eingebaut, die meines Erachtens manchmal den Fluss unterbrechen, aber dann doch immer wieder zum Ziel führen.

Außerdem scheinen sie auch große Fans von Cynic zu sein, denn diese abgedrehten, jazzigen Parts findet man auch bei ihnen – wie z.B. bei Viral Digital Possession oder insbesondere bei Nuclear Annihilation (Hyun). Bei Predator Prey hat die kolumbianische Legende Alex Oquendo von Massacre mitgesungen – das nur so am Rande. Das Riffing erinnert teilweise an Bands wie Morbid Angel, Deicide und Krisiun und bringt doch einen gewissen Old School-Flair in die Geschichte. Als Bonus gibt es noch die drei Songs von der EP, die mir persönlich am besten gefallen, denn hier gehen sie zwar auch recht technisch vor, aber die Stücke werden vom Riffing und Drumming her wesentlich „old schooliger“ vorgetragen und sind erheblich straighter und nachvollziehbarer. Argh, davon ein ganzes Album und ich würde durchdrehen, aber auch so bieten uns Threshold End eine gute Mischung aus brutalem und technischem Death Metal an.

Fazit: Es wird geil gegrowlt und gescreamt, so wie es bei einem vernünftigen Death Metal-Album auch sein sollte. Einziger Nachteil ist die Schlagzeugaufnahme, die klingt absolut klinisch und nimmt die ganze infernalische Atmosphäre heraus. Schade. Ansonsten: Gutes Werk!

Anspieltipps: Viral Digital Possession, Nuclear Annihilation (Hyun) und Predator Prey
Michael E.
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