Artist: Stinger
Herkunft: Allersberg, Deutschland
Album: Colourblind
Spiellänge: 45:27 Minuten
Genre: Hard Rock, Rock
Release: 10.05.2019
Label: Boersma Records
Link: https://www.facebook.com/stingerrocks.de/
Bandmitglieder:
Martin Schaffrath
Adrian Seidel
Matthew Sting
Simon Simon
Bristle Johnson
Mattheo Giovannone
Francis Crouse
Tracklist:
- Hard To Believe
- Mashed Potatoes
- So Dark
- Smile
- Deaf And Blind
- Suicide
- Rollin Along
- My Girl
- On The Edge
- Stick It In
- From Heaven Above
Stinger haben im Jahr 2017 gleich zwei Auszeichnungen beim Deutscher Rock & Pop Preis eingeheimst. Seit Mai steht das neuste Album Colourblind zum Kauf bereit. Mit der EP Mosquito und dem Langeisen Disadvantaged konnten sie eine beachtliche Duftnote im deutschen Hardrock Sektor abgeben. Mit elf neuen Hymnen soll es für die australisch angehauchten Musiker, man denkt gleich an AC/DC oder Airbourne, in die nächste Runde gehen. Eine Dreiviertelstunde gibt es Old School Riffs aus den Instrumenten von Stinger. Deutsche Gegenspieler haben die Jungs aus Allersberg ebenfalls: Gruppen wie Ohrenfeindt, Crossplane oder Hardbone kann man da direkt nennen.
Der schroffe Hardrock dringt gleich mit Hard To Believe und Mashed Potatoes in den Raum. Mit einem gewitzten Groove und monotonen Refrains wissen die sieben Musiker, was die Fans hören möchten – vergessen aber früh Nadelstiche zu setzen. Trotz der rohen Handschrift fehlen die Highlights. Die oft gleichen Strukturen haben ihren Reiz, werden auf die Dauer aber etwas anstrengend. Stiefel an, Motorrad angeworfen und ab auf den Chopper. Lässig locker mit der Kippe im Mund geht es durch die heimische bayrische Wildnis. Das Artwork wirkt, hingegen zum Material, alles andere als alte Schule. Ein bunter Vogel schiebt mit einem Panzer über den Acker ohne Rücksicht auf Verluste. Neben den genannten Gruppen mischen auch Rose Tattoo mit. Ein Rock ’n‘ Roll Ritt ohne Suicide Gedanken. Hypen kann man Stinger auf Colourblind nicht. Eine gute Leistung, aber kein prestigeträchtiges Meisterwerk – auch wenn man in Deutschland kaum eine ähnliche Gruppe mit dem wilden Flair von Stinger findet, die entgegen der Anlehnung zu den Großen der Szene, es schaffen, Stücke zu kreieren, die nicht als billige Plagiate durchgehen.




