Artwork by Curse

A Forest Of Stars – Stack Overflow In Corpse Pile Interface

08.05.2026 – Avantgarde Metal, Progressive Black Metal – Prophecy Productions – 73:30 Minuten

Rückkehr einer Ausnahmeband

Mit Stack Overflow In Corpse Pile Interface haben A Forest Of Stars am 8. Mai 2026 ihr lang erwartetes neues Studioalbum über Prophecy Productions veröffentlicht. Acht Jahre nach dem Vorgänger kehrt die Kultformation aus Leeds mit einem Werk zurück, das ihre außergewöhnliche Stellung innerhalb der avantgardistischen Metal-Szene eindrucksvoll bestätigt. Das Album ist als CD sowie auf Vinyl in den Farbvarianten Schwarz und Violett erhältlich. Für Sammler hat Prophecy Productions darüber hinaus eine auf lediglich 150 Exemplare limitierte Box aufgelegt. Diese enthält das Album auf zwei violetten LPs inklusive gefütterter Innenhüllen, Einleger und A2-Poster. Hinzu kommen ein Bausatz für eine sogenannte „Betrachtungsröhre“ mit sechs Ausstanzungen, ein von Frontmann Curse handgemaltes Originalkunstwerk sowie eine individuell nummerierte Grußkarte mit handgeprägtem Siegel.

Die Musiker hinter dem Klangkosmos

Zum festen Kern der Band gehören weiterhin Mr. T.S. Kettleburner (Gitarren, Gesang), Mister Curse (Gesang), Katheryne, Queen Of The Ghosts (Violine, Flöte, Gesang) und The Gentleman (Keyboards, Piano, Percussion). Unterstützt werden sie von Mr. John „The Resurrectionist“ Bishop am Schlagzeug, Mr. Titus Lungbutter am Bass und Mr. William Wight-Barrow an der Gitarre. Gemeinsam erschaffen sie einen Sound, der unverwechselbar britisch wirkt und dabei ebenso exzentrisch wie faszinierend ausfällt. Die Formation aus Leeds war nie eine Band, die sich um stilistische Grenzen geschert hat, und auch ihr neues Album bewegt sich souverän zwischen Black Metal, Folk, Gothic Rock, Progressive Rock und kunstvoller Klangmalerei. Live gesehen habe ich A Forest Of Stars vor ein paar Jahren auf dem Prophecy Fest in der Balver Höhle, das passende Ambiente zum Sound der Band!

A Forest Of Stars, Prophecy Fest 2022
Pic by Big Simonski

Zwischen Theater, Folk und Avantgarde

Schon der Opener Ascension Of The Clowns führt den Hörer tief in die Welt von A Forest Of Stars hinein. Die markante Violine, düstere Gitarren und die expressive Darbietung von Mister Curse erzeugen eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen viktorianischem Schauerroman, Theateraufführung und musikalischem Fiebertraum angesiedelt ist. Das Stück macht sofort deutlich, dass hier weniger einzelne Songs als vielmehr ganze Szenarien und Stimmungen erschaffen werden.

Zu den Höhepunkten des Albums zählt zudem Roots Circle Usurpers. Hier verbindet die Band ihre Vorliebe für weitläufige Arrangements mit einer beinahe greifbaren Melancholie. Die Komposition entwickelt eine bemerkenswerte Sogwirkung und zeigt exemplarisch, wie mühelos A Forest Of Stars Schönheit und Dunkelheit miteinander verweben können.

Das monumentale Herzstück

Das Herzstück der Platte bildet für mich jedoch das über siebzehn Minuten lange Sway, Draped In Vague. Die Band nutzt die ausgedehnte Spielzeit für eine faszinierende Reise durch unterschiedlichste Klanglandschaften, die von folkloristischen Momenten über progressive Passagen bis hin zu intensiven Ausbrüchen reicht. Trotz seiner Länge wirkt das Stück niemals beliebig, sondern entfaltet sich mit der Logik einer sorgfältig konstruierten Erzählung.

Was Stack Overflow In Corpse Pile Interface letztlich so besonders macht, ist die einzigartige Verbindung aus musikalischer Raffinesse, literarischem Anspruch und emotionaler Tiefe. Die Violine von Katheryne, Queen Of The Ghosts zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album, während Mister Curse mit seiner unverkennbaren Mischung aus Gesang, Rezitation und dramatischem Vortrag jeder Komposition ihren individuellen Charakter verleiht.

https://www.youtube.com/watch?v=clH_V7W8AaI&list=RDclH_V7W8AaI&start_radio=1

Hier! geht es für weitere Informationen zu A Forest Of Stars – Stack Overflow In Corpse Pile Interface in unserem Time For Metal Release-Kalender.

A Forest Of Stars – Stack Overflow In Corpse Pile Interface
Fazit zu Stack Overflow In Corpse Pile Interface
Mit Stack Overflow In Corpse Pile Interface liefern A Forest Of Stars ein ebenso anspruchsvolles wie faszinierendes Album ab. Die Band verbindet atmosphärische Dichte, außergewöhnliche Kompositionen und eine unverwechselbare künstlerische Vision zu einem Werk, das sich konsequent jeder Schublade entzieht. Wer bereit ist, sich auf diese vielschichtige Klangreise einzulassen, wird mit einem  bemerkenswertem und eigenständigen Metal- belohnt.

Anspieltipps: Ascension Of The Clowns, Roots Circle Usurpers und Sway, Draped In Vague
Juergen S.
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