Iron Kobra – Eternal Dagger

19.06.2026 – Heavy Metal, NWoTHM – Dying Victims Productions - 35:16 Minuten

Heavy Metal aus Gelsenkirchen – wer dort nicht von Tom Angelripper und Konsorten geprägt wurde, bildet eine Ausnahme. Eine dieser Ausnahmen nennt sich Iron Kobra. Bereits seit 2008 lärmt sich die Band durch die Underground-Clubs und Bühnen. Mit Eternal Dagger folgt elf Jahre nach Might & Magic die dritte Platte des Quartetts um Sänger Sir Serpent. Das passende Label haben die Herren ebenfalls gefunden. Die Band aus Gelsenkirchen ist bei dem Essener Undergroundspezialisten Dying Victims Productions und pflegt beste Beziehungen zur Nachbarschaft. Hält diese Kombination, was die Eckdaten versprechen?

Eternal Dagger ist das dritte Album von Iron Kobra

Knapp 36 Minuten Edelstahl aus der Stadt der 1000 Feuer auf neun Stücke verteilt. Iron Kobra legen mit Trembling Dungeons genauso los, wie es die Eckdaten versprechen. Aggressiv und nach vorne preschend, gibt es Futter für das Klientel Keep It True und Headbangers Open Air. Natürlich mit einer erdigen Produktion und ohne Firlefanz wie Keyboardklänge.

Wie kommt Lied Nummer zwei daher? Genauso wie der Vorgänger. Forbidden Fruits scheppert durch die Botanik wie Fliehen oder Shibuya Nights, die zum Headbangen und Fist Raising einladen. Zwei Gitarren, Bass, Drums, Gesang und Feuer frei. Wie ein Relikt aus den frühen 80ern präsentieren sich Iron Kobra auf Eternal Dagger.

Wo bitte geht es in die 80er-Jahre?

Iron Kobra geben die Antwort mit Silver Strings And Iron Wings, der vom Titel her schon vor Klischee trieft und aus der Spandexhose mit Patronengurt und Nietenkutte der Hörerschaft entgegenspringt. Egal, ob der Titeltrack Eternal Dagger, Unchained & Untamed oder Treacherous Tyrant: Gradliniger kann Heavy Metal anno 2026 nicht aus den Boxen knattern. Der Schlusspunkt Mountains Of Madness sticht mit mehr als fünf Minuten Laufzeit hervor, progressiv werden Iron Kobra aber nicht. Aber etwas verspielter und stampfender als bei den vorherigen Nummern präsentiert sich das Quartett und würde mit dem Ding auch auf einem Sampler von Neat Records zur NWoBHM eine gute Figur abgeben.

Hier geht es für weitere Informationen zu Iron KobraEternal Dagger in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Iron Kobra – Eternal Dagger
Fazit Eternal Dagger
Du treibst dich auf dem Keep It True rum? Dann gibt es neues Futter. Authentisches Metal-Feeling aus den 80ern in das Jahr 2026 transportiert. So lassen sich Iron Kobra und ihre dritte LP Eternal Dagger zusammenfassen. Vom Sound bis zu den Songs passt alles und liefert eine stählerne Zeitreise. Den musikalischen Innovationspreis 2026 wird die Truppe verpassen, aber das ist nicht das Ziel.

Es geht um ein prägendes Jahrzehnt und einen Style, der nicht nur bei Silberrücken noch immer hohe Wertigkeit besitzt. Auch junge Menschen oder ganze Familien tummeln sich bei Konzerten von Accept, U.D.O. oder Iron Maiden. Diese Tradition halten Iron Kobra mit Bravour aufrecht und liefern dazu die unbändige und rohe Energie, die die Altvorderen verständlicherweise nicht mehr in ihre Produktionen bekommen. Eternal Dagger ist eine klare Empfehlung für Menschen, die sich bei den bekannten Undergroundfestivals in Brande-Hörnerkirchen oder Lauda-Königshofen tummeln.

Anspieltipps: Trembling Dungeons, Shibuya Nights und Mountains Of Madness
Jürgen F.
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