Blood Incantation am 21.06.2026 in der Garage, Saarbrücken

Spiritueller Ambient-Sound trifft Death Metal

Eventname: Absolute Elsetour – Europe 2026

Headliner: Blood Incantation

Vorbands: Tschaikowsky & Kann

Ort: Bleichstraße 11-15, 66111 Saarbrücken

Datum: 21.06.2026

Kosten: 33,40 Euro Vorverkauf, 40 Euro Abendkasse

Genre: Death Metal

Besucher: ~600

Veranstalter:  Saarevent GmbH

Setliste Blood Incantation:

  1. The Stargate [Tablet I]
  2. The Stargate [Tablet II]
  3. The Stargate [Tablet III]
  4. The Message [Tablet I]
  5. The Message [Tablet II]
  6. The Message [Tablet III]
  7. Vitrification Of Blood (Part 1)
  8. The Giza Power Plant
  9. Obliquity Of The Ecliptic

Tschaikowsky & Kann – Garage Saarbrücken

Und wieder ein Sonntagabend in der Garage in Saarbrücken – man muss schon sagen, Saarevent hauen in letzter Zeit richtig einen raus und holen gefühlt alles mit Rang und Namen in die Nähe. Heute im Angebot: Tschaikowsky & Kann aus Deutschland als Vorband von Blood Incantation aus den USA.

Kurz nach 20 Uhr geht es dann auch mit Tschaikowsky & Kann los. Das Duo besteht aus Niklas Tschaikowsky und Leonhard Kann und spielt Musik irgendwo im Bereich von Ambient mit sphärischen, ja fast schon meditativen Einflüssen, verwoben mit Gitarrenparts. Die Show ist herrlich unaufgeregt: Niklas an der Gitarre sitzt während des Sets auf seinem Hocker, während Leonard an den Synthis auf dem Boden sitzt. Die ganze Show kommt ohne Gesang aus – trotzdem passt es durchaus ins Programm, da Blood Incantation auch ähnliche Sounds verwenden. Entsprechend reagiert das Publikum auch sehr positiv auf den Opener.

Blood Incantation – Garage Saarbrücken

Nach der Umbaupause kommt auch bereits der Headliner auf die Bühne. Die Deko von Blood Incantation aus Denver, Colorado, besteht aus zwei Obelisken, die links und rechts der Bühne aufgestellt und mit leuchtenden Schriftzeichen verziert sind. Dazu noch ein großes Banner, das irgendwie nach Weltraum aussieht. Der Stil von Blood Incantation kann, glaube ich, guten Gewissens als eigenwillig bezeichnet werden. Neben Death Metal hört man auch immer mal wieder Jazz-Parts heraus, es gibt aber auch Passagen, die an Tiamat, Dream Theatre, aber auch Pink Floyd und Sekunden später Morbid Angel erinnern. Trotz dieser ungewöhnlichen Mischung geht das Publikum von Beginn an voll mit, aber wer sich ein Ticket für Blood Incantation kauft, weiß auch, worauf er sich einlässt. Mir bleibt auf jeden Fall die krasse Melodielinie bei The Message (Tablet III) im Gedächtnis. Mit diesem Song schließen die Jungs auch den ersten Teil der Show ab, denn bislang haben sie das komplette aktuelle 2024er-Album Absolute Elsewhere gespielt. Die Ankündigung, dass es nun noch ein paar ältere Songs gibt, lässt das Publikum erfreut jubeln. Weiter geht es mit Vitrification Of Blood (Part 1) vom 2016er-Album Starspawn. Der Song ist mit 13 Minuten ein echter Klopper, kommt aber extrem gut an. Ganz im Gegensatz zur folgenden Ankündigung: „Just a few more and we will be out of your way” – das will das Publikum nicht hören. Zu The Giza Power Plant meint Sänger Paul ganz lapidar: “We have written the song in 2013 but did not record it till 2019 because we are lazy.” Der Rausschmeißer ist schließlich Obliquity Of The Ecliptic, welcher vom Publikum genauso gefeiert wird wie der Rest der Show.

Insgesamt ein sehr interessanter Abend und definitiv mal was anderes – aber es hat sich nichtsdestotrotz gelohnt!