Alfahanne – Alfapokalyps

 

“Gute Platte mit Luft nach oben!“

Artist: Alfahanne

Herkunft: Eskilstuna, Sweden

Album: Alfapokalyps

Spiellänge: 42:44 Minuten

Genre: Black Metal, Classic Rock, Punk Rock

Release: 28.02.2014

Label: Dark Essence Records

Link: https://www.facebook.com/alfahanneofficial

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Pehr Skjoldhammer
Gitarre – Fredrik Sööberg
Bass – Jimmy Wiberg
Schlagzeug – Niklas Åström

Tracklist:

  1. Bättre Dar
  2. Ormar Av Satan
  3. Såld På Mörkret
  4. Dödskult
  5. Rocken Dör
  6. Syndernas Flod
  7. Levande Död
  8. Indiehora
  9. Der Drömmarna Dör
  10. Alla Ska Me

Alfahanne - Alfapokalyps

Alfahanne sind dem einen oder anderen sicher schon letztes Jahr bei der Split-Veröffentlichung mit Shining aufgefallen. Nun sind die Schweden wieder da und präsentieren ihr erstes eigenes Debütalbum. Szenegrößen wie Kvarforth, Hoest und V’gandr haben es sich aber nicht nehmen lassen, einige Gastvocals für Alfapokalyps beizusteuern.

Der Sound von Alfahanne ist eine Mixtur aus Black Metal, Punk Rock und Gothic. Die Mischung klingt erstmal ein bisschen komisch, macht aber eigentlich echt Spaß. Das Album bietet aber zu wenige richtige Kracher, um über die ganze Zeit hinweg zu begeistern. Musikalisch und spieltechnisch verlässt man niemals den sicheren Hafen und setzt eher auf solide, bewährte Riffs und eingängige Leads. Auf besondere Techniken oder Überraschungen wurde keinen Wert gelegt. Aber der bunte Genremix sollte an sich schon genug Abwechslung bieten. Mal bissig, mal treibend und dann wieder in rockiger Manier bietet Alfapokalyps eine Menge Unterhaltung. Man kann als Hörer nur schwer alle Einflüsse und Musikrichtungen raushören. Die Produktion klingt etwas roh, wenn nicht sogar etwas holprig und unsauber, was dem Werk eine dreckige Note verleiht. Ein bisschen Dreck steht dem musikalischen Genrebastard aber auch nicht unbedingt schlecht. Neben dem ganzen Dreck und Schmutz lassen sich aber auch wirklich stimmungsvolle Momente finden.

Einen dicken Pluspunkt kann die Band bei den ausdrucksstarken Vocals einheimsen, die mit ihren schwedisch gehaltenen Lyrics einen ganz besonderen Charme ausmachen. Es gibt zwar keine Screams, Growls oder andere extreme Vocals aber dafür kann einen Skjoldhammers Stimme in seinen Bann ziehen.

Fazit: Alfahanne haben mit Alfapokalyps einen gelungenen Einstand abgeliefert. Trotzdem sehe ich noch in jeder Richtung Potenzial. Auch wenn das Album eigenständig genug ist, um aus der Masse herauszustechen, dürfen die vier Schweden mehr experimentieren und noch mehr ihrem wirklich eigenen Sound finden. Von den Gastvocals habe ich ein bisschen mehr erwartet - mehr als eine Randnotiz geben sie leider nicht her. Aber ja, Alfahanne kann man sich wirklich mal antun.

Anspieltipps: Dödskult , Syndarnas Flod und Bättre Dar
Patrick H.
7.5
7.5
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