Event: Europe Slamageddon Tour 2025
Headliner: All Shall Perish
Support: PeelingFlesh, Vulvodynia, Necrotted
Genre: Deathcore, Slam Death, Death Metal
Datum: 04.12.2025
Ort: Bett, Frankfurt
Link: https://bett-club.de/
13 lange Jahre mussten sich die Fans von All Shall Perish gedulden, doch nun ist die Truppe um Eddie Hermida und Ben Orum zurück. Mit im Gepäck haben die Herren aus Oakland ein Supportpackage, das sich ebenfalls sehen lassen kann. Da ich selbst großer ASP-Fan bin, habe ich mir den Freitag freigenommen und mich auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um das Konzert im Bett zu besuchen.

Den Auftakt am frühen Abend machen meine Freunde von Necrotted. Es hat mich sehr gefreut, dass ich die Jungs dieses Jahr schon zum zweiten Mal mit meiner Kamera begleiten darf. Aufgrund des frühen Beginns ist der Club bei weitem noch nicht voll, doch die Schwaben geben ihr Bestes. 30 Minuten haben Necrotted Zeit, um den anwesenden Gästen ihren modernen Death Metal näherzubringen, was ihnen auch sichtlich gelingt. Ist das Publikum anfangs noch etwas verhalten, trauen sich bis zum Ende des Openers immer mehr auf die Tanzfläche, um im Pit zu feiern oder vor der Bühne ihre Köpfe kreisen zu lassen.

Als Nächstes haben Vulvodynia die Ehre. Obwohl die Band bereits seit 2014 besteht, sehe ich die Südafrikaner zum ersten Mal, und das, obwohl mir der Name schon hier und da mal über den Weg gelaufen ist. Den Fans im Frankfurter Kultclub ist die Band auf jeden Fall nicht unbekannt und bereits zum Beginn des Auftritts ist es schon um einiges voller als noch beim Opener. Neuzugang Lwandile Prusent, der 2023 den Gesang übernommen hat, hat keine Schwierigkeit, die Menge in Bewegung zu versetzen, und schnell wird klar, dass am heutigen Abend einige Slam-Fans im Publikum anwesend sind.

Ein wahres Highlight der Tour, neben dem Headliner selbstverständlich, sind die aus Oklahoma angereisten PeelingFlesh. Obwohl die Slam-Death-Formation erst 2021 gegründet wurde und jetzt zum ersten Mal über den großen Teich gekommen ist, haben sich die Jungs bereits einen Namen in der Szene gemacht. Das liegt womöglich daran, dass ¾ der Musiker bereits in der Deathcore-Band Strangled aktiv waren, doch auch die Musik von PeelingFlesh sticht etwas aus der Masse hervor. Vom Hip-Hop inspiriert, mischen die Slamer Samples in ihren Sound, was mir so bisher noch nicht untergekommen ist. Das Bett ist mittlerweile sehr gut gefüllt und dem Pit vor der Bühne nach zu urteilen, ist der letzte Support-Act für viele Gäste der heimliche Headliner des Abends.

Obwohl der Abend bisher sehr kurzweilig war und wirklich alle Bands einen super Job gemacht haben, freue ich mich nun auf den Grund, weshalb ich nach Frankfurt gefahren bin: All Shall Perish! Mit Eradication eröffnen die Deathcore-Veteranen ihr Set und haben direkt ab der ersten Sekunde ihre Gäste voll im Griff. Dead Planet und Black Gold Reign folgen, und obwohl sich die Fans so lange auf eine Tour gedulden mussten, ist es erstaunlich, wie textsicher die ersten Reihen noch sind. Obwohl Eddie heute stimmlich nicht ganz fit ist und etwas Probleme bei den hohen Screams hat, hat dies keinerlei Einfluss auf die Stimmung. Denn wenn etwas ungebrochen ist, dann ist es die Wichtigkeit und der Einfluss, den All Shall Perish in der Szene haben!

Nach 13 Jahren Abstinenz ist es einfach großartig, Klassiker wie Never Again, Awaken The Dreamers oder Wage Slave wieder live zu hören. Als die Band dann noch neue Musik für 2026 ankündigt, tobt die Menge auch bis in die letzten Reihen. Mit Laid To Rest und Nothings Left beenden All Shall Perish diesen denkwürdigen Abend und läuten mit einer mehr als erfolgreichen Tour ihr Comeback ein!





































