Artist: Emergency Gate

Herkunft: München, Deutschland

Genre: Melodic Death Metal, Metalcore

Label: Fastball Music

Link: http://www.emergency-gate.com

Bandmitglieder:

Gesang – Matthias Kupka
Gitarre – Vlad Doose
Gitarre – Udo Simon
Bassgitarre – Mario Lochert
Keyboard – Daniel Schmidle
Schlagzeug – Roman Lutz
 

Time For Metal / Heike L.:

Zunächst einmal herzlichen Dank, dass ihr euch trotz der sicherlich sehr zeitintensiven Vorbereitungen auf die kommende Tour Zeit für dieses Interview nehmt.

Emergency Gate / Udo: Ist uns ein Vergnügen. Danke auch dir für die Fragen.

Time For Metal / Heike L.:

Meine erste Frage geht an Mario. Die Band gibt es ja schon seit 1996, aber du bist das einzig verbliebene Gründungsmitglied und warst auch wieder für die Produktion des Albums Infected verantwortlich. Hast du irgendwie das Gefühl, dass du doch so eine Art „Vater der Kompanie“ bist?

Emergency Gate / Mario:

Also als eine Vaterfigur sehe ich mich nicht, eher als guter Geist der jeden in den Hintern beißt und das schadet nicht.  Wir sind allerdings eine Band und treffen wichtige Entscheidungen zusammen an einem Tisch, das ist auch richtig und wichtig so.

Time For Metal / Heike L.:

Es leben ja nicht alle Bandmitglieder in Bayern. Wie funktionierte das denn im Entstehungsprozess des Albums? Geht viel über das Internet? Oder finden dann sehr arbeitsintensive Treffen statt, wie jetzt wahrscheinlich auch bei der Vorbereitung auf die Tour?

Emergency Gate / Udo:

Läuft schon immer ein bisschen zweigeteilt. Matthias schreibt Songs bei sich zu Hause in Monheim, und der Rest schreibt Songs hier in München. Übers Internet lässt sich da natürlich schon viel regeln, und kurz bevor es ins Studio geht, kommen wir meistens auf einen gemeinsamen Nenner. Feinheiten mach wir dann direkt beim Aufnehmen.. ein bisschen Spontanität muss schon dabei sein.

Viel Zeit zum gemeinsamen Proben haben wir leider nicht, aber Matthias hat es immer sehr gut hinbekommen. Aber Proben ist eh kein Rock’n’Roll und wer zu Hause übt, betrügt die anderen.

Time For Metal / Heike L.:

Wie es zu der Zusammenarbeit mit Haddaway und der sehr gelungenen Neuauflage von What Is Love gekommen ist, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Aber wie seid ihr denn darauf gekommen, den Song We Wanna Party mit Hip Hop „anzureichern“?

Emergency Gate / Udo:

Der Song existiert in einer Urfassung schon sehr lange. Daniel und ich hatten mal vor ein Projekt zu machen mit viel Keyboard und Experimentieren, weil wir gedacht haben, dass wir so was nie bei EG unter bekommen werden. Aber mit der Zeit hat es sich einfach ergeben, dass wir das nun wirklich machen können. Gerade nach der Haddaway Nummer schockt die Leute nichts mehr so schnell. Und es is einfach ein geiler Partysong voller Überraschungen. Im Club funktioniert der sicher richtig gut.

Time For Metal / Heike L.:

Daran anschließend (falls nicht bereits beantwortet) gleich die Frage, ob vielleicht schon Ideen in euren Köpfen herumschwirren, noch einmal eine ähnliche Zusammenarbeit, wie mit Haddaway anzugehen oder vielleicht auch selbst ein Remake eines genrefremden Songs zu produzieren? Any Given Day hat ja mit der Coverversion von Diamonds auch ein außerordentlich gelungenes Beispiel geliefert.

Emergency Gate / Udo:

Ich glaube Cover sind kein guter Weg zum Erfolg. Damit kann man vielleicht kurz mal einen Hype erzeugen, aber mir würde es nicht gefallen, wenn man für alle Leute nur die Band ist, die mal “What is Love” gecovert hat. Die Nummer hat echt Spaß gemacht und war ja auch vom Schicksal so gewollt, aber ich denke, jetzt ist erstmal für eine Zeit Ruhe im Coverkarton. Unser eigenes Material kann ja auch einiges, wie ich finde.

Time For Metal / Heike L.:

Ich habe euch ja jetzt schon auf einigen Konzerten erleben dürfen. Dabei war die Location doch immer ziemlich unterschiedlich. So seid ihr auf dem Wacken Open Air 2013 aufgetreten (wenn auch nicht auf der Main Stage), beim PPM in Mons, beim relativ kleinen und beschaulichen MetalAid in Hückelhoven. Gibt es irgendeine Art von Konzert, wo ihr sagen würdet „so mögen wir das am liebsten“?

Emergency Gate / Udo:

Alles hat seinen eigenen Charme. Wichtig ist uns nur, dass wir, egal wie viele Leute da sind, immer 100% geben. Hatten auch schon Shows wo nur 30 Leute da waren, aber haben eine Show abgeliefert, als wären da 30.000. Jeder zahlende Gast hat einfach eine perfekte Show verdient. Aber natürlich ist es schon etwas besonderes, wenn man 20.000 Leute vor sich stehen hat. So einen Anblick kann einem keiner mehr nehmen.

Time For Metal / Heike L.:

Ihr seid ja auch mit der Wacken Road Show in einem sehr illustren Kreis von anderen Bands unterwegs. Wie seid ihr denn in dieses Paket gekommen? Gab es eine Anfrage seitens des Veranstalters oder mussten sich die Bands bewerben?

Emergency Gate / Mario:

Die Tour ist eine Kooperation zwischen All Access (unserer Bookingagency) und Wacken. Unsere Booking hat uns vorgeschlagen und Wacken hat dies wohlwollend entgegengenommen.  Wir sind sehr stolz dabei zu sein und werden die Tour sicher rocken.

Time For Metal / Heike L.:

Gibt es denn Bands, mit denen ihr gern mal auf Tour gehen würdet, vielleicht sogar in einer Art Double-Headliner-Tour?

Emergency Gate / Udo:

Es gibt ganz viele Bands, mit denen wir gerne touren würden. Ich denke für unsere Fans wäre eine Tour mit In Flames, Children of Bodom oder Killswitch Engage ganz interessant. Richtige Größen wie Metallica, Slipknot oder Rammstein wären natürlich auch der Wahnsinn

Time For Metal / Heike L.:

Da Infected ja das sechste Album ist, kann man ja vielleicht auch mal an so eine Art Best-Of-Album denken. Wenn ihr die Songs dafür zusammenstellen dürftet, welche 10 oder sogar 15 Songs wären denn auf einem solchen Album?

Emergency Gate / Udo:

Da könnte man sich wohl ganz gut an unserem Liveset orientieren. Aber wahrscheinlich wären auch ein paar ruhigere Songs drauf, wie z.B. Remains vom Rewake Album.

Time For Metal / Heike L.:

Und gibt es vielleicht sogar ein Lied, wo wirklich alle Bandmitglieder sagen würden „das ist das beste Lied, das wir bislang gemacht haben“?

Emergency Gate / Udo:

Ich glaube nicht, wir streiten uns ja heute noch oft genug um die Setlist. Es gibt natürlich einige Songs, die nicht fehlen dürfen, aber den besten Song könnte ich nicht nennen. Wir haben, glaube ich, auch alle verschiedene Lieblingssongs auf dem neuen Album. Meine sind We Wanna Party, Drowning in Hate und Revelation.

Time For Metal / Heike L.:

Und das war es auch schon. Noch einmal herzlichen Dank an euch. Ich freue mich schon, euch bald wieder live erleben zu können. Gibt es noch etwas, was ihr den Lesern von Time For Metal sagen möchtet?

Emergency Gate / Udo:

Nur das übliche: Checkt unser neues Album Infected aus und besucht uns auf Tour, die Wacken Road Show steht vor der Tür und alle Infos und Tourdates gibts auf www.emergency-gate.com. Danke für das Interview und die gute Bewertung im Review.

Kommentare

Kommentare

213Followers
382Subscribers
Subscribe
16,575Posts