Dear Youth – Tour am 29.04.2015 im Substage, Karlsruhe

“…and I’m still swinging!“

Eventname: Dear Youth – Tour

Headliner: The Ghost Inside

Vorband(s): Burning Down Alaska, Nasty

Ort: Substage, Karlsruhe

Datum: 29.04.2015

Kosten: VVK: 25 €; AK: 30 €

Genre: Metalcore, Melodic-Hardcore, Hardcore

Besucher: ca. 400

Veranstalter: Kingstar-Music, Caldera Promotions

the gost inside april 2015 tour flyer

Seit Wochen habe ich der Show von The Ghost Inside entgegengefiebert. Bisher durfte ich der Band immer nur aus meinen Boxen lauschen. Dieser Misststand sollte endlich ein Ende haben. Um die Zuschauer richtig heiß auf The Ghost Inside zu machen, stehen Burning Down Alaska und Nasty noch vor den Melodic-Hardcorern aus Los Angeles auf der Bühne. Musikalisch eine richtig bunte Mischung.

Als erstes kommen Burning Down Alaska aus dem Ruhrpott auf die Bühne und versuchten die Menge ein bisschen aufzulockern. Musikalisch gesehen sind die Jungs gar nicht mal so schlecht, können mit ihrem modernen Metalcore die Menge aber nicht wirklich anheizen. Das könnte unter anderem auch daranliegen, dass gefühlt die Hälfte der Musik vom Band eingespielt wird. Das kann in so einer kredibil-süchtigen Szene einem zumindest live schonmal das Genick brechen. Am schlimmsten sind allerdings die plakativen Ansagen zwischen den Songs. Pseudosprüche wie „Geht raus, verwirklicht euren Traum und zieht euer Ding durch“ braucht nun wirklich niemand mehr.

Nach Burning Down Alaska dürfen Nasty aus Belgien sich beweisen. Der Vierer macht seit inzwischen gut zehn Jahren Musik und das merkt man der Band an. Die Jungs ziehen ihren kompromisslosen Hardcore von Anfang bis Ende durch und ernten dafür auch den entsprechenden Applaus. Jetzt ist die Meute aufgelockert, gedehnt und heiß auf The Ghost Inside.

Die lassen sich im Anschluss richtig von ihren Anhängern feiern. Von der ersten Sekunde des ersten Songs bis zur letzten Sekunde der Zugabe ist die Menge am ausrasten. Die Setlist von The Ghost Inside perfekt abgestimmt und so geht heute Abend keiner ohne seinen persönlichen Lieblingshit nach Hause. Vor allem, dass sich die Jungs ihren größten Mitgröl-Song Engine 45 bis zu allerletzt aufgehoben haben, sorgt für ein furioses Ende eines großartigen Konzertabends. The Ghost Inside haben sich richtig reingehängt und das hat die Menge dankend angenommen und mit Wall Of Death, Circle-Pits und ordentlich Crowdsurfen belohnt. Danke dafür, The Ghost Inside, danke dafür, liebe Mosh-Kollegen!

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