Diabolical Tour Of Art 2014 – 11.10.2014, Münster

“Ein nicht wirklich diabolischer, aber sehr unterhaltsamer Abend“

Eventname: Diabolical Tour Of Art 2014

Headliner: Sonic Syndicate

Vorband(s): Death Valley High, Ferium, May The Silence Fail

Ort:
Sputnikhalle, Münster

Datum: 11.10.2014

Kosten: 23,70€ VK, 25,00€ AK

Genre: Melodic Death Metal, Death Metal, Metalcore, Industrial Metal

Besucher: ca. 300 Besucher

Link: http://www.sonicsyndicate.net/

Setliste:

Sonic Syndicate:

  1. Day Of The Dead
  2. Black Hole Halo
  3. Beauty And The Freak
  4. Jailbreak
  5. Catching Fire
  6. Before You Finally Break
  7. Unbreakable
  8. Revolution Baby!
  9. Denied
  10. See What I See
  11. Aftermath
  12. We Rule The Night
  13. Burn The City
  14. Jack Of Diamonds
  15. Hellgate: Worcester
Sonic Syndicate - Tourplakat

Sonic Syndicate – Tourplakat 2014

Die Autobahnen auf meiner Fahrt von Duisburg nach Münster sind relativ frei, je weiter nördlich es geht, desto weniger Autos sind unterwegs. So komme ich dann auch pünktlich kurz nach 19 Uhr an der Sputnikhalle in Münster an. Da ich dachte, die Türen wurden um 19 Uhr geöffnet, wundere ich mich erst einmal nicht, dass nur ca. 10 Leute vor mir stehen, die auch in die Halle wollen, die anderen sind wohl schon drin. In der Halle dann doch zwei Überraschungen, denn auch hier stehen nur ca. 50 Zuschauer und die erste Band beendet gerade ihren Soundcheck. Noch kurz gucken, wie es am Merchandise-Stand aussieht, ein Getränk ordern und dann mal sehen, was passiert.

Death Valley High

Death Valley High

Ich weiß nicht, welche Anfangszeit auf den offiziellen Eintrittskarten stand, aber Death Valley High aus den Vereinigten Staaten von Amerika starten bereits um 19:15 Uhr ihren Auftritt. Auf ihrer Facebook-Seite bezeichnet die Band ihre Musik als eine Mischung aus verzerrten Gitarrenriffs mit Dance-Punk-Beats. Für mich war es ein Mix aus Industrial Metal und Metalcore. Leider konnte Death Valley High aber dem Publikum keine größeren Reaktionen entlocken, auch wenn die Band eine sehr energetische Show abgeliefert hat. Das Ende des Auftritts gegen 19:45 Uhr bekomme ich erst gar nicht mit, wortlos werden plötzlich Stecker gezogen und das Equipment abgebaut. Einige Fans sind dann wohl doch noch im Publikum, ich sehe einige der Bandmitglieder in eifrigen und intensiven Gesprächen. Dennoch tut es mir natürlich für die Band leid, dass das erste Konzert dieser Tournee doch nicht wirklich von Erfolg gekrönt war.

Ferium

Ferium

Als nächstes steht die Band Ferium aus Israel auf der Bühne. Der Gitarrist hat wohl die Reaktionen des Publikums auf den Auftritt der Band Death Valley High mitbekommen, denn er bittet vor Beginn der Show um Nachsicht, falls mal etwas schief laufen sollte, aber es sei halt der erste Auftritt der Tour. Nachdem die technischen Probleme mit der zweiten Gitarre gelöst sind, kann es dann losgehen. Sänger Tiran Ezra bittet das mittlerweile etwas zahlreichere aber immer noch abwartende Publikum, sich doch etwas mehr zu bewegen, bevor die Band dann eine ebenfalls sehr energiegeladene Show liefert, die zumindest einige Zuschauer zum Headbangen animieren kann. Es wird reinrassiger Death Metal zelebriert, aber um den Zeitplan einzuhalten, muss die Band ihren Auftritt anscheinend kürzen, denn nach etwas über 20 Minuten verlassen auch diese Jungs die Bühne.

May The Silence Fail

May The Silence Fail

Die dritte Band des Abends, May The Silence Fail aus Stuttgart, hat gerade ihr allseits begeistert aufgenommenes Album Of Hope And Aspiration veröffentlicht. Auch bei Time For Metal hat die Scheibe sehr gute 9,5/10 Punkten einfahren können. Ich höre und sehe die Mädels und Jungs heute zum ersten Mal und bin schlichtweg begeistert, mit welcher lässigen Spiel- und Sangesfreude die Band zu Werke geht. Die Growls hätte auch Alissa White-Gluz nicht besser hinbekommen, auch die Clean Voice ist hervorragend, und die Jungs scheinen mit ihren Instrumenten geboren zu sein, so professionell klingt das, was da von der Bühne kommt. Mittlerweile ist auch die Halle gut gefüllt, und es scheinen auch sehr viele Fans anwesend zu sein, die die Band begeistert abfeiern und sich einen Moshpit nach dem anderen geben. Mir bleibt vor Staunen jedenfalls des Öfteren der Mund offen und ich vergesse fast, meinen Fotoapparat zu bedienen. So habe ich dann leider auch nur die Titel von drei Songs mitschreiben können, als da wären Return To Mind, Without Knowing und Lost For Words. Aber nach der Show kann ich sowieso nur jedem Fan von Female-Fronted Melodic Death Metal empfehlen, sich das Album zu besorgen. Ich habe es schon getan! 🙂

May The Silence Fail

May The Silence Fail

Gegen 21:30 Uhr ist es dann soweit, der Headliner des Abends, Sonic Syndicate, betritt nach einem Intro die Bühne. Ich bin etwas verwundert, denn am Bass steht nicht Karin Axelsson sondern definitiv ein Mann. Nach dem siebten Lied erfahren wir dann auch von Fronter Nathan Biggs den Grund. Karin Axelsson erwartet ihr zweites Kind und ist daher zu Hause geblieben. Mit Michel Bärzén von der Band Degradead hat man allerdings einen würdigen Ersatz gefunden, wenn auch nicht ganz so hübsch wie Karin. Die Setlist ist eine bunte Mischung aus der Discographie der Band, Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf dem letzten Album Sonic Syndicate. Auf die Frage von Nathan Biggs, ob es denn auch jemanden im Publikum gäbe, der das Album illegal heruntergeladen habe, gibt es tatsächlich in der zweiten Reihe einen Mutigen, der sich meldet, aber auch schnell versichert, sich das Album dann auch noch legal gekauft zu haben. Überhaupt ist Nathan Biggs oft im Dialog mit dem Publikum.

Sonic Syndicate

Sonic Syndicate

Er erzählt, wie sehr man sich freut, nach so langer Zeit endlich wieder auf Tour gehen zu können und fordert das Publikum auf, den ersten Circle Pit der Tour vorzulegen, an dem sich die anderen Orte messen lassen müssen. Dieser Aufforderung kommt ein Teil des Publikums genauso gern nach, wie der Aufforderung zu Moshpits. Das Publikum selbst legt dann bei Jack Of Diamonds noch mit einer filmreifen Wall Of Death nach, die Nathan Biggs doch ein breites Grinsen auf das Gesicht zimmert. Während der mächtig schweißtreibenden Show verbraucht Nathan Biggs eine Waschmaschinenladung an Handtüchern, das letzte geht ins Publikum, zwischendurch gönnen sich die Jungs auch gern mal einen kleinen Schluck aus der Bierflasche. Wegen des strengen Zeitplans vor Ort ist dann leider kurz vor 23:00 Uhr Schluss, aber Sonic Syndicate hat wirklich alles gegeben. Die Jungs klatschen noch die Hände vieler Fans in den ersten Reihen ab, ich mache mich auf den Weg, denn vor mir liegt noch eine über etwas einstündige Autofahrt. Insgesamt ein klasse Abend.

Sonic Syndicate

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