“Ziemlich schleppender Melodic Death Metal“

Artist: Distressed To Marrow

Herkunft: Karlsruhe, Deutschland

Album: Half A Spine

Spiellänge: 58:00 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 01.05.2016

Label: Eigenproduktion

Link: https://distressedtomarrow.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang – Daniel Wagner
Gitarre – Torsten Staude
Gitarre – Thorsten Ditschinger
Bassgitarre – Yoan Betzy
Schlagzeug – Norman Achenbach

Tracklist:

  1. Paraphilic Mind
  2. Prison Break
  3. My God Is Dead
  4. Lunatic
  5. Endless Trauma
  6. For Lowers Grade

Schon einmal im Jahre 2014 ist mir das junge Quintett Distressed To Marrow mit ihrem Erstlingswerk Release Of Insanity und ihrem Melodic Death Metal-Sound über den Weg gelaufen und bisher recht positiv in Erinnerung geblieben. Knapp drei Jahre nach der Veröffentlichung ihrer ersten Scheibe ist es dann soweit und sie bringen erneut unter Eigenregie eine EP namens Half A Spine heraus. Schon allein eine Gesamtspielzeit von 58 Minuten ist für eine EP echt eine stolze Spiellänge.

Die Growls bei Distressed To Marrow sind, wie beim Vorgänger, stark in Szene und passend eingesetzt. Allgemein betrachtet, alleine von den Riffs her, hat die Scheibe zwar ganz klar Melodic Death Metal-Anleihen, dennoch kommt der gesamte Sound nicht wie bei dem Vorgänger in Schwung, sondern es bleibt alles ziemlich schleppend und langsamer. Schön ist es aber, dass man den Bass zum Teil deutlich heraushören kann und vor allem, was Bassist Yoan Betzy an seinem Instrument kann.

Abwechslungs – und auch melodienreich mag Half A Spine ja sein, aber, wie schon einmal bei den Riffs angesprochen, ist dieses Langsamere nicht sehr passend und kommt bei dem letzten Track For Lowers Grade erst nach ganzen fünf Minuten in Gang. Denn dann haut man doch wieder etwas mehr in die Saiten.

Produktionstechnisch ist die Scheibe sehr solide für eine Eigenproduktion.

Distressed To Marrow - Half A Spine
Fazit: Distressed To Marrow haben mir bei der ersten Veröffentlichung schon ziemlich gut gefallen, doch leider ist das Quintett bei ihrer zweiten Platte einen kleinen Schritt zurück gemacht bzw. versuchen sie sich noch an einem weiteren Stil, der aber, zumindest für meinen Geschmack, nicht so passend ist. Schade finde ich einfach, dass die ganzen 58 Minuten eher schleppender Natur sind und auch nur ein Track, nämlich Lunatic, mir auf Anhieb im Kopf bleibt. Trotz alledem bin ich sehr gespannt, wenn das nächste Langeisen auf den Markt kommt.

Anspieltipps: Lunatic und Endless Trauma
Stefan S.5
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