Von Sylt bis Hamburg, vom Meer bis ins Gebirge. Die norddeutsche Band Sagenbringer hat im Januar ihr neustes Werk Zwischen Den Welten veröffentlicht, in das wir heute ein Ohr riskieren wollen. Nach dem starken Auftritt beim Hell Over Halen musste ich einfach zum aktuellen Longplayer greifen. Mit dem dritten Output sind die vier Musiker weiter gewachsen und zeigen dies auf einer Spielzeit von 52 Minuten. In dieser Zeit springen sie durch zwölf Sequenzen und bringen mystische wie nordische Gedanken zum Tragen.
Nach dem Intro Feuer Und Eis bringen Skjomi an der Gitarre und Azaril am Bass kräftige Seitenanschläge zum Ausdruck. Unterstützt werden sie von Trygve, der die Schießbude von Sagenbringer beackert. Von diesem starken Soundbett getragen, agiert Sänger Haldruhir mit seinen markanten Vocals. Zwar kann man Sagenbringer noch im Kontext von Equilibrium, Varg oder auch Obscurity nennen, in den letzten fünf Jahren haben sich die Künstler jedoch enorm entwickelt und eine eigene Handschrift aneignen können. Die deutschen Werke legen den Fokus auf stimmige Refrains, die sich wie ein kühles Bier brutal zielstrebig ins Gehirn schrauben.
Ohrwurm-Feuerwerke der nordischen Art
Berserker feat. Asenblut macht Spaß, während Freie Vögel von euch Blutzoll verlangt. Lockere Melodie, eingängige Atmosphären und warme Hooks treffen zielgerichtet das Trommelfell. Klar kann man über die glatte Umsetzung stolpern, kantige Pagan-Metal-Riffs bleiben aus. Dafür zelebrieren Sagenbringer eine moderne Art, die nordische Mythologie zu feiern. Der Zuspruch gibt ihnen zweifelsohne recht, und auch mich persönlich kann Zwischen Den Welten ohne Abstriche überzeugen. Mit Bei Vollmond, Walpurgisnacht und In Odins Goldener Hall warten auch noch drei Hits im Verlauf. Wer beim Konsumieren der Platte nicht genug Gerstensaft und Met kaltgestellt hat, ist selber schuld.
HIER! geht es für weitere Informationen zu Sagenbringer – Zwischen Den Welten in unserem Time For Metal Release-Kalender.



