Down – IV – III

“Nicht immer zu 100% zwingend!“

Artist: Down

Herkunft: New Orleans, USA

Album: IV – III

Spiellänge: 36:35 Minuten

Genre: Metal, Rock

Release: 12.05.2014

Label: ILG / Warner Music Group

Link: http://www.down-nola.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Philip Anselmo
Gitarre – Pepper Keenan
Gitarre – Bobby Landg
Bassgitarre – Pat Bruders
Schlagzeug – Jimmy Bower

Tracklist:
1. Steeple
2. We Knew Him Well
3. Hogshead Dogshead
4. Conjure
5. Sufferer´s Years
6. Bacchanalia
Down - IV - III Cover

Die Amerikaner Down um Philip Anselmo haben es wieder getan und veröffentlichen mit IV – III ihr bereits sechstes Studioalbum. Musikalisch ziehen sie wie gehabt ihre weiten Kreise im Metal- und Rock-Sektor und schlagen nicht selten Doom-Klänge an. Philip Anselmos charismatischer Gesang setzt auch dieses Mal Down den berühmten Stempel auf. Zusammen mit den beiden Gitarristen Pepper Keenan und Bobby Landg werden unkonventionelle Klänge angestimmt, die sich bis hin zu sehr gedrosselten Stoner Rock-Melodien ziehen. Am Bass sorgt Pat Bruders für den nötigen Druck, abgerundet wird die Formation durch Schlagzeuger Jimmy Bower, der meist ein leichtes Spiel hat.

Philip Anselmo, der nicht nur gute Zeiten bei Pantera erlebt hat, legt mit dem Steeple beachtlich los. Dumpf dröhnen schwerfällige Rhythmen aus den Boxen und winden sich in Lavaform als schwarze Masse in die Gehörgänge des Konsumenten. Heftige Spannungsbögen oder gar euphorische Passagen sucht man auf IV – III vergebens. Sehr schwermütig arbeiten sich We Knew Him Well und Hogshead Dogshead durch die halbstündige Zermonie, die ohne große Highlights auskommen muss. Langwierige und zugleich verschachtelte Strukturen erzeugen teilweise monotone Stimmungen, die ab und an zu spät aufgebrochen werden. Sufferer´s Years bleibt da mit dem abschließenden Track Bacchanalia am mitreißendsten. Schwach auf der Brust ist IV – III jedoch nicht, klar hat es Höhen und Tiefen, in der Summe ist es aber eine sehr solide Platte, die keinen Down-Fan enttäuschen wird, ob er umgehauen wird, ist aber auch fraglich.

Fazit: Größtes Manko an der neuen Down Platte IV - III ist, dass sie nur ganz schwer zündet. Hat sie dieses erst einmal geschafft, können Fans ganz entspannt die Köpfe im Takt bewegen. Bis es soweit ist, gestalten sich die 36 Minuten als sehr zähflüssige Angelegenheit. Philip Anselmo gibt sein Bestes, kann jedoch auch über den oft langatmig eingeschlagenen Weg nicht hinwegtäuschen. Für Fetischisten von zermürbenden Strukturen und psychodelischen Klängen kann IV - III ein Volltreffer sein. Für alle andern erweist sich die Kunst als schwere Kost.

Anspieltipps: Sufferer´s Years und Bacchanalia
Rene W.
7.8
7.8
Podcast
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