Ghost – Meliora

“Gespenstig gute Leistung!“

Artist: Ghost

Herkunft: Schweden

Album: Meliora

Spiellänge: 41:37 Minuten

Genre: Okkult Rock, Rock

Release: 21.08.2015

Label: Spinefarm Records, Loma Vista Recordings, Caroline

Link: https://www.facebook.com/thebandghost

Bandmitglieder:

Gesang – Papa Emeritus III
Gitarre – Nameless Ghoul
Bass – Nameless Ghoul
Keyboard – Nameless Ghoul
Schlagzeug – Nameless Ghoul

Tracklist:

1. Spirit
2. From The Pinnacle To The Pit
3. Cirice Reinhören
4. Spöksonat
5. He Is
6. Mummy Dust
7. Majesty
8. Devil Church
9. Absolution
10. Deus In Absentia

Ghost - Meliora

Seit 2008 treiben die schwedischen Geister ihr Unwesen in der Metal-Szene und senden mit Meliora das dritte mystische Okkult Rock Album in die Welt, um diese mit einem grauen Schleier zu verhüllen. Mit zehn Tracks ist die neue Platte gut aufgestellt, kommt auf über vierzig Minuten und ist das wohl bislang stärkste Werk der Combo. Die Horde Nameless Ghoul´s bildet eine durchdringende Einheit, die ihren Sänger Papa Emeritus III eine schillernde Zeit beschert.

Mit Spirit läuten Ghost die nächsten Minuten ein, die den Hörer in okkulte Rockgefilde abgleiten lassen. Ebenfalls zur Handschrift der Skandinavier gehört ein psychedelischer Rock, Heavy Metal und Doom-Einfluss, der die einzelnen Stücke breit aufstellt. Harmonische Riffs greifen in düstere Melodien, die theatralisch von Papa Emeritus III untermalt werden, dieser Herr steht mit einem großem Anteil für den Erfolg von Meliora, die auch in der letzten Woche unsere Charts in Deutschland auf Platz 19 enterten.

From The Pinnacle To The Pit schaltet in den Horrorfilm-Modus und könnte als Titeltrack von manch fiesem Film fungieren. Der Refrain ist ergreifend, der Gitarrensound perfekt inszeniert und die Geister legen ein perfektes Songwriting an den Tag, das diesen Hit hochleben lässt. From The Pinnacle To The Pit ist einer der besten Songs, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden. Er hat Spirit, Emotionen, ist verdammt dunkel angehaucht, hat einen eingängigen Refrain und genügend Charme, um den Käufer geschickt um den Tod bringenden Finger zu wickeln. Der darauf folgende Cirice verwässert das Niveau der ersten beiden Meilensteine nicht, andächtig wird er langsam angeschoben und immer weiter fein an der Okkult-Schraube gedreht bis ruhige Klänge durch stampfende Melodien ausgepeitscht werden. Mit kleinen Zwischenintros geht es etappenweise in die Höhle des Löwens. He Is rutscht beinahe in die Regionen, die andere Formationen als Ballade bezeichnen würden. Papa Emeritus III geht tief in sich, um noch stärker als ein Phönix aus der Asche emporzusteigen, dabei macht er einfach alles richtig und krönt die Leistung von Ghost. Schwache Momente sucht man vergebens – egal ob Mummy Dust, Majesty oder Devil Church: Alles, was Ghost auf Maliora angefasst haben, funktioniert ohne Abstriche. Zum Endspurt warten Absolution und das Finale in Form von Deus In Absentia, die alles unterstreichen, was vorab in den letzten Zeilen positiv erwähnt wurde.

Fazit: Ghost könnten zu einer der Überraschungen in diesem Jahr heranwachsen. Meliora ist verdammt stark unterwegs und wird die Schweden aus noch recht Underground-mäßigen Strukturen in deutlich höhere empor heben. Die Shows mit (unter anderem) Iron Maiden, Auftritte auf großen Festivals und der stete Willen nach noch leidenschaftlicheren Stücken haben dem Nameless Ghoul Clan inkl. Papa Emeritus III weiter beflügelt.

Anspieltipps: From The Pinnacle To The Pit
Rene W.9.2
Leser Bewertung1 Bewertung10
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