Markus Keimel – Sonne, Blut Und Wellengang

Moderne Literatur im alten Stil

Buchtitel: Markus Keimel – Sonne, Blut Und Wellengang

Sprache: Deutsch

Seitenanzahl: 70 Seiten

Genre: Philosophie, Lyrik, Belletristik

Release: 31.05.2019

Autor: Markus Keimel

Link: https://markuskeimel.jimdo.com/?fbclid=IwAR1M225LiSATlqbxlvAi9g1NT9dl_wVFp89A3pWS3YJ-E1gs_KIb6KIExTw

Verlag: Eigenproduktion

Buchform: Softcover

Der liebe Markus Keimel hat sein neues Buch Sonne, Blut Und Wellengang fertiggestellt. Die beiden Bücher Wörter Haben Seele und Eine Art Mosaiksprache sind bereits bei uns durchgelaufen – umso gespannter bin ich auf den dritten Streich des sympathischen Österreichers. Auf 70 Seiten führt er den Leser durch die Kunst der Philosophie, Lyrik und Belletristik. Als Eigenproduktion kann man die Zeilen nur über Markus Keimel direkt beziehen. 

Wie schon bei den Vorgängern, wird man in kurze Wortfluten gestürzt, die man mit Sinn und Verstand sacken lassen muss. Manchmal reichen kleine Sätze, dann wiederum kommen große Wellen und füllen mit zwei Gedichten die ganze Seite. Schlicht wirkt die Produktion, im Gegensatz zu Eine Art Mosaiksprache, die rein optisch farbenfroher gewählt wurde. So düster wie der erste Streich Wörter Haben Seelen ist es aber auch nicht. Auf der zehnten Seite dürfen wir auf die erste bildliche Auflockerung blicken. Ähnlich vielsagend und mit verschiedenen Gesichtspunkten behaftet, wie die dargebotenen Worte, die zu geistlichen Kunstwerken geformt werden. Manchmal machen es die einfachen, die alltäglichen Gedanken, die auf den Punkt gebracht werden müssen, um das Jetzt und Hier wieder viel intensiver zu entdecken. Genau da setzt Markus an und führt seine Gedanken zu spannenden Ergüssen zusammen. Aufmunternd, aus dem Leben bezogen und manchmal doch so fern, kann man jeden Tag mit ein paar seiner Sätze starten oder beenden. Sonne, Blut Und Wellengang ist kein Krimi oder Drama, welches verschlungen werden muss. Hier geht es nicht darum, die 70 Seiten schnell durchgelesen zu haben, sondern die Texte zu verstehen und was Persönliches davon mitzunehmen.

Fazit
Markus Keimel ist kein Philosoph der Neuzeit, der den alten Legenden den Rang ablaufen möchte. Er schreibt zu keiner Zeit gequirlten akademischen Nonsens, vielmehr agiert er auf hohem Niveau in Sprache und Bild, die trotzdem verständlich und nicht überzogen dargeboten werden. Der Leser kann Seite für Seite wirken lassen, ohne überladen zu werden. Es dominieren die kurzen Sätze, durch verschiedene Schriftgrößen werden Lücken gerissen und nur vereinzelt durch Bilder Akzente gesetzt. Mir gefällt die Umsetzung aufs Neue und Markus konnte sich noch einmal weiterentwickeln.
René W.8.3
Leser Bewertung2 Bewertungen7.9
8.3
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