Moonspell und Septic Flesh am 17.03.2015 im Knust in Hamburg

“Moonspell und Septic Flesh am 17.03.2015 im Knust in Hamburg!“

Headliner: Moonspell

Vorband: Septic Flesh

Ort: Knust, Hamburg

Datum: 17.03.2015

Kosten: 28,00 € VVK

Genre: Dark Metal, Metal

Besucher: ca. 300 Besucher

  1. War In Heaven
  2. Communion
  3. Order Of Dracul
  4. Pyramid God
  5. A Great Mass Of Death
  6. Prototype
  7. Titan
  8. The Vampire From Nazareth
  9. Lovecraft’s Death
  10. Anubis
  11. Prometheus

  1. Breathe (Until We Are No More)
  2. Extinct
  3. Opium
  4. Awake
  5. The Last Of Us
  6. Medusalem
  7. Funeral Bloom
  8. Malignia
  9. Herr Spiegelmann
  10. The Future Is Dark
  11. Mephisto
  12. Vampiria
  13. Ataegina
  14. Alma Mater

Zugabe:

  1. Wolfshade (A Werewolf Masquerade)
  2. Full Moon Madness

Moonspell 2015 Flyer Stand Januar

Moonspell haben eine neue, sehr wunderbare Platte auf den Markt gebracht, die auf den Namen Extinct hört. Eine feine Sache: Schöne, eingängige Melodien, orientalischer Flair und eben der typischen Moonspell-Goth-Sound. Sehr schön, dass die Portugiesen damit nun auf Tour kommen. Es ist das dritte Konzert auf der Tour in Deutschland – zusammen mit den griechischen Septic Flesh. Das wird ein angenehmer Abend mit zwei Bands im beschaulichen Knust. Leider ist es nicht so voll, vielleicht, weil parallel Devin Townsend in Hamburg gastieren.

Septic Flesh 2 - Hamburg 2015 - Time For Metal

Als einzige Vorband kann man von Septic Flesh ein recht langes Programm erwarten und so verhält es sich auch: Eine ganze Stunde bespaßen sie uns mit ihrer Wucht und den leider sehr viel vom Band eingespeilten Chorussen und Orchester. Titan brüllt Spiros „Seth“ Antoniou es heraus, um die gleichnamige neue Platte (aus 2014) zu präsentieren. Mit dem frischen Drummer Kerim „Krimh“ Lechnern klappt das auch ganz wunderbar, sehr talentiert! Sänger und Bassist Spiros Antoniou erscheint in seinem gewohnten Kostüm. Nicht schön, aber originell. Auch wenn der Sound etwas zu wünschen übrig lässt, springt der Funke auf die anwesenden Gäste und zieht mehr Menschen aus dem Vor- und Raucherraum in den Saal. Septic Flesh sind wirklich sehr wuchtig, da kann man schon eine Ähnlichkeit zu Behemoth feststellen. Sie könnten bei der wirklich immensen Masse an Synthi- und Klimperkram über einen Live-Tastenfrau/mann  nachdenken. Jedenfalls macht es dennoch allen viel Spaß und ist ein schöner Ohr-Genuss – für Moonspell als Vorband vielleicht etwas heftig. Genug gejammert, den Portugiesen wird nun die Bühne überlassen. Bzw. erst einmal den Dekorateuren.

Moonspell 1 - Hamburg 2015 - Time For Metal

Nachdem die riesige Tierkopfskulptur, das Orgelsynthi und diverse andere Monnspell-Accessoires an ihren rechten Platz gerückt worden sind, kann es losgehen. Der Saal ist nun gut gefüllt und freut sich auf Fernando und Co., die trotz eisiger Vor-Frühlingstemperaturen draußen immer ihren portugiesischen Sommerflair mitbringen. Der Kerl sprintet im Mantel auf die Bühne und fetzt los – was für ein riesiger Mensch – aber aus der Nähe ganz schön gealtert. Das Intro läutet schon gleich ihre neue Scheibe Extinct ein und auch der nächste Song ist der gleichnamige Titel dieser wirklich gelungenen Platte. Es haben schon genug Fans dem guten Stück gelauscht, denn textsicher erfüllt sich der Saal zum Refrain. Dann kommt er, der ganz große Sprung in die Vergangenheit, und man fühlt sich plötzlich ganz schön alt: Opium. Es ist und bleibt ein Klassiker, doch hätte ich ihn eher zum Ende hin erwartet. Das tut der Stimmung keinen Abbruch, denn hier singt wirklich jeder mit. Fernando ist ein ganz schöner Charakterkopf – aber ein sympathischer: So bekundet er seine Freude darüber, endlich mal im ich zitiere im O-Ton „KNAST“ (Knust, englisch ausgeprochen 😉 ) zu gastieren. Großes Gekicher macht sich breit, hach, sind sie nicht schnuckelig, die Jungs?

Tastenschönling Pedro gibt ordentlich Gas an den Keys und posiert, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Weiter gehts mit neuen Songs und auch mein Favorit Medusalem ist dabei, da wird kurz die Kamera weggelegt und Zeit fürs Abbrocken genommen. Der orientalisch angehauchte Refrain ist so ein Ear-Catcher, großartig. Kurz vor der Zugabenpause schneit es dann auch mal kurz auf der Bühne… schräg. Sehr erfreulich (und zufällig passend zum St. Patrick’s Day) spielen Moonspell dann einen Song, den die meisten wohl als folkiges Trinklied bezeichnen würden, der aber keiner ist, wie Fernando sagt: Ataegina. Düdeldüdelü… auch wenn einem die Melodie schnell auf den Keks geht, ist es ein absoluter Gute-Laune-Song, wie gesagt, passend zum irischen Feiertag – sogar in grünem Licht gehalten. Wahrscheinlich ist es aber auch nur mir aufgefallen (da ich in Nordirland geboren wurde) 😀 . Nach Alma Mater gibt es eine kleine Verschnaufpause und der Endspurt ist angesagt. Mit zwei letzten Songs beglücken sie die Fans, bevor sie nach anderthalb Stunden Programm entlassen werden. Das war schon ein schöner Abend und man geht mit einem Lächeln und der Ateagina-Melodie auf den Lippen nach Hause.

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