StormHammer – Seven Seals

Bleiben die sieben Siegel ungebrochen?

Artist: StormHammer

Herkunft: München, Deutschland

Album: Seven Seals

Spiellänge: 51:58 Minuten

Genre: Power Metal, Melodic Metal

Release: 24.05.2019

Produziert: Matthias Kupka, Maxiwork Studio

Label: Massacre Records

Links: https://www.stormhammer.de/
https://massacre-records.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Matthias Kupka
Gitarre – Manfred Ewender
Bassgitarre – Horst Teßmann
Schlagzeug – Chris Widmann

Tracklist:

  1. Sleepwalker
  2. Prevail
  3. Under The Spell
  4. Taken By The Devil
  5. Seven Seals
  6. Your Nemesis
  7. Keep Me Safe
  8. One More Way
  9. Downfall
  10. Deal With The Dead
  11. Old Coals

Aus München erreicht uns das siebte Album der Power Metaler von StormHammer. Moderneres Songwriting und auch ein überarbeiteter Sound sollen das Album weit nach vorn katapultieren. Seit dem Einstieg von Matthias Kupka als Sänger war klar, dass sich etwas ändern sollte. Inwieweit das geklappt hat, zeigt die aktuelle CD. In knapp 60 Minuten und elf Songs wird hier guter Power Metal mit vielen melodischen Parts geboten. Nicht zu pathetisch, sondern wohl dosiert reihen sich gute Melodien aneinander und lassen trotzdem Platz für Soloeinlagen von Manfred Ewender, einem der letzten beiden Gründungsmitglieder. Die Münchener setzen auf schnelle Stücke, wobei auch Midtempo Nummern vertreten sind. Die Produktion ist ausgewogen und lässt alle Beteiligten gut zur Geltung kommen. Matthias Kupka beherrscht nicht nur Klargesang, sondern versteht es auch mal, an der einen oder anderen Stelle, mit growl-ähnlichen Einlagen zu glänzen.

Bereits der Opener beginnt rasant. So wird die Freude auf das Kommende geweckt. Ob es so bleibt? Manfred Ewender kann auch schon mal zeigen, was er sich in den 26 Jahren des Bestehens der Truppe angeeignet hat, und da braucht er sich bei einem internationalen Vergleich nicht verstecken. In diesem Stil geht es zunächst weiter. Prevail bietet dann auch bereits einen guten Mitsinganteil, der live gut ankommen dürfte. Die ansprechende Melodie tut ihr Übriges. Leider sind dann nicht alle Songs in diesem Stil. Etwas schwächer ist da Under The Spell. Der Song ist eher durchschnittlich. Gerade im Refrain ist das zu merken. Dafür gefällt Taken By The Devil ausgesprochen gut. Diese Ballade entschädigt für den Vorherigen.

Thematisch geht es auf diesem Album um eine ungeöffnete Schatzkammer und dem, was dahinter sein könnte. Vermutungen und auch die Ungewissheit, ob man es überhaupt wissen sollte, werden thematisiert. Dabei wird auch Bezug auf Alltägliches, Mystisches und Ungewöhnliches genommen. Der folgende Titeltrack geht dann wieder schneller an die Materie. Die höhere Stimme von Kupka wirkt ab und an gewöhnungsbedürftig, aber mit den einsetzenden Instrumentalisten ist das ok. Wenn er tiefer singt, gefällt mir das besser. Der Beginn von Your Nemesis geht in diese Richtung. Dunkle tiefe Vocals, mit thrashigen- und mit Power Metal Einflüssen.

So zieht sich das durch diese Platte. Gute Songs mit klasse Arrangements, modern gespielt aber ab und an ein leichter Durchhänger wie in Keep Me Safe, wobei das Gitarrensolo das wieder wettzumachen vermag. Im letzten Drittel sticht bei Downfall Drummer Chris Widmann hervor. Da ist er gut in den Vordergrund gerückt und sorgt mit stakkatoartigem Spiel für Speed und das tut dem Track gut. Mit Old Coals ist ein passender Abschlusssong gewählt worden.

Fazit
Im Großen und Ganzen ein ansprechendes Album, mit Höhen und einigen Schwächen. Trotzdem gut zu hören und bestimmt für die Power Metal Anhängerschaft ein interessantes Album. Es muss nicht immer nach Schweden oder Finnland geschielt werden, denn auch in deutschen Landen vermögen Bands gute Musik zu machen. Es lohnt auf jeden Fall, da reinzuhören. Somit bleiben einige der sieben Siegel ungeöffnet.

Anspieltipps: Downfall, Sleepwalker, Old Coals
Kay L.8.5
Leser Bewertung1 Bewertung10
8.5
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