Sunder – Sunder

“Die Vergangenheit ist die neue Gegenwart!“

Artist: Sunder

Herkunft: Lyon, Frankreich

Album: Sunder

Spiellänge: 36:30 Minuten

Genre: Progressive Rock, Rock

Release: 30.10.2015

Label: Crusher, Cargo

Link: https://www.facebook.com/officialsunder/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Julien Meret
Bassgitarre – Vincent Melay
Farfisa, Mellotron & Gesang – Nicolas Baud
Schlagzeug – Jessy Ensenat

Tracklist:

1. Deadly Flower
2. Cursed Wolf
3. Daughter Of The Snows
4. Wings Of The Sun
5. Bleeding Trees
6. Eye Catcher
7. Thunder And Storm
8. Don’t Leave It Behind
9. Lucid Dreams
10. Phoenix (Bonus Track)

Sunder - Sunder

Wie oft will man es noch erwähnen, aber es bleibt einfach dabei: In den letzten Wochen sprießen die Progressive Rock Bands der ersten Stunde wie Pilze aus dem Boden. Ein neues eukaryotische Lebewesen hört auf den Namen Sunder und wurde erst im letzten Kalenderjahr bei unseren Nachbarn in Frankreich gegründet. Neben 70er Rock-Elementen verarbeiten die vier Musiker aus Lyon noch progressive Klangeigenschaften aus den 60ern, die dem Ganzen einen sehr verstaubten Anstrich versetzen.

In zehn Tracks (inklusive Bonus Song) versuchen also Sunder die Fanbase des gut gefüllten Progressive Rock Sektors von ihrer Kunst zu überzeugen. Größere Probleme haben die selbstbewussten Rocker dabei nicht. Zwar klingeln dem Käufer nach den Old School-Hieben ganz gewaltig die Ohren, überdrüssig wird man Crused Wolf, Wings Of The Sun oder Lucid Dreams aber nicht. Dafür überzeugt Sänger und Gitarrist Julien Meret mit einer perfekt strukturierten Formation, die den Hype des neu aufgeflammten Genres liebevoll verkörpert. Wer jetzt die brennende Frage auf der Zunge liegen hat, ob es denn überhaupt noch weitere Bands für die Retro Welle braucht, der spricht mir auf der einen Seite aus der Seele, auf der anderen stehen eben die heutigen Sunder, die durch spannendes Songwriting und mit einem einmaligen Gesang widerlegen, dass in der Bewegung nur noch Stagnation vorherrscht.

Fazit: Daseinsberechtigung oder nicht - das ist die zu klärende Frage. Ich persönlich plädiere zum ersteren, da die Männer aus Lyon nicht ganz platt auf dem Pfad des Psychedelic Rock wandeln. Härtere Riffs und verträumte Blues Rock Noten machen das Debütalbum Sunder zu einem Werk, das nicht über den berühmten Kamm gezogen werden darf. Hört selber rein, wenn euch Julien Meret, Vincent Melay, Nicolas Baud und Jessy Ensenat in eine Zeit von vor vier Jahrzehnten zurück bringen.

Anspieltipps: Wings Of The Sun und Thunder And Storm
Rene W.
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