InfiNight – Apex Predator

“Das tut hier wahrlich keinem weh!“

Artist: InfiNight

Herkunft: Saarbrücken, Deutschland

Album: Apex Predator

Spiellänge: 61:01 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal

Release: 06.11.2015

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/InfiNight/info/?tab=page_info

Bandmitglieder:

Gesang – Martin Klein
Gitarre, Gesang – Dominique Raber
Gitarre, Gesang – Marco Grewenig
Bassgitarre, Gesang – Kai Schmidt
Schlagzeug – Hendrik Reimann

Tracklist:

1. Apex Predator
2. Creator Created
3. Enforcer ( The Fire Depp Inside)
4. Time Goes By
5. Masks
6. Coucil Of Fools
7. Everdown
8. Electrolita
9. The Hundred Thousand Kingdoms
10. Beyond The Apex
11. Conquer Your Heart

InfiNight - Apex Predator

InfiNight aus Saarbrücken darf man bereits als alte Hasen bezeichnen. Unzählige Shows mit Genregrößen, Festivalauftritte und der Gewinn des Wacken Metal Battle stehen auf der Haben-Seite der Heavy/Power Metal-Gruppe, die dem Thrash Metal nicht abgeniegt ist. Studioalben haben die fünf Musiker noch gar nicht einmal so viele auf die Beine gestellt, dafür aber umso mehr Demos und Sampler.

Mit Apex Predator etablieren die stimmgewaltigen Musiker nun ihr neuestes Werk, welches – kaum zu glauben – als Eigenproduktion durchgeboxt wurde. Ohne Label im Rücken schwimmen InfiNight gegen den Strom, ohne vom rechten Weg abzukommen. Der Sound ist gelungen, die Balance aus Balladen und rassigeren Nummern passt und auch Fans von Brainstrom, Astral Doors oder Gamma Ray werden darauf klarkommen.

Durchgestartet wird das über eine Stunde starke Werk mit dem Titeltrack, der recht fix die Richtung vorgibt. Typische Power-Lawinen werden von einer ambitionierten Doublebass gen Tal getrieben. Während griffige Riffs beim Thrash Metal wildern, lässt Mainsänger Martin Klein keine Zweifel aufkommen, dass der Heavy Metal als Hauptgenre immer wieder gesucht wird. Ausritte in moderne Power Metal-Sequenzen dürfen des Öfteren bewundert werden und geben Apex Predator einen Glanz aus mehreren Epochen. Ohne groß Partei zu ergreifen, tun InfiNight lieber keinem weh.

Die meisten Punkte stehen für Heavy-Handschriften der Achtziger, die in Power Metal-Aktivitäten der heutigen Zeit schielen. Als schwere Kost kann man die elf Hits ebenfalls nicht auftischen, dafür wiederum liegen die Kompositionen viel zu leicht im Magen, der diese recht leicht verdauen kann. Mit mehrfachen Gesangsstafetten der verschiedenen Backvocls greifen die Kollegen Martin Klein tatkrägtig unter die Arme. Das klingt angenehm im Trommelfell und wird nicht – wie so oft – als billiges Klischee aufgezwungen. Als Fazit bleiben eine ambitionierte Leistung mit einem hohem Kraftaufwand auf der Pro-Seite sowie recht austauschbare Nummern auf der Contra-Seite zurück, die sich in etwa die Waage halten.

Fazit: Eine völlig akzeptable Leistung von InfiNight auf Apex Predator - nicht mehr und nicht weniger. Fans und Anhängern dürfte das egal sein, schließlich schwimmen die fünf Musiker auf einer Welle, der in den letzten Monaten wieder deutlich mehr gehuldigt wird. Einen der ganz vorderen Plätze an der Sonne bleibt den Männern aus Saarbrücken noch verwehrt. Wenn man jedoch über den eigenen Schatten springen kann und versucht gängige Muster weiter abzuschütteln, kann der Schulterschluss zu den ganz Großen erreicht werden.

Anspieltipps: Apex Predator und Time Goes By
Rene W.7.2
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