Thief präsentieren das wilde Musikvideo zu Violent Bloom. Dies ist zugleich die letzte Vorabveröffentlichung sowie der Eröffnungstitel des kommenden Albums Sermons From The Pit der amerikanischen Elektronik-Visionäre. Das fünfte Studioalbum der Band aus Los Angeles soll am 27. November 2026 erscheinen.
Das Musikvideo zu Violent Bloom kann ab sofort hier gestreamt werden:
Kommentar von Thief zu Violent Bloom: „This track represents the first stratum of the pit“, schreibt Mastermind Dylan Neal über den Opener des Albums. „Its voice is that of a prophet and its technique is fire. Heed the introduction’s warning that the listener is about to encounter a rabid priest preaching a sermon of acerbity and religious disgust. This is the terminus of trying to find a truth that is unknowable and older than the gods combined.“
Sermons From The Pit – Tracklist:
- Violent Bloom
- Moon And Kill
- Axe Swung Ritual
- Mirror Mirror
- Sun Slasher
- Year Of The Leech
- Sermons From The Pit
- Comet Sorcery
- Poison Drum
- Anaphora
- Closing Scene
Erhältliche Formate:
Sermons From The Pit wird als 48-seitiges Kunstbuch mit 2 CDs im Hardcover-Format inkl. Bonustracks, als limitierte Gatefold-Splatter-Bone-Vinyl-LP (250 Exemplare) sowie als schwarze Vinyl-LP erhältlich sein.
Für die vielen eingefleischten Fans von Thief, die bereits voller Spannung gewartet haben, wird sich Sermons From The Pit sofort vertraut anfühlen. Gleichzeitig erschließt Mastermind Dylan Neal erneut aufregende neue Dimensionen seines unverwechselbaren Sounds.
Obwohl dieses Werk geradezu vollgestopft ist mit diabolischen Komplexitäten, vielschichtigen Details und überraschenden Wendungen, bleibt das fünfte Album der aus Los Angeles stammenden Electronic-Experimentalisten bemerkenswert zugänglich und bietet – zumindest an der Oberfläche – ein täuschend unkompliziertes Hörerlebnis.
Während sich das semi-konzeptionelle Bleed, Memory (2024) – durch die zutiefst persönliche Perspektive des Erlebens einer Demenzerkrankung bei einem geliebten Menschen – mit dem Thema Erinnerung und deren schleichendem Verlust befasste, richtet Sermons From The Pit den Blick nach innen. Es dringt durch verschiedene Bewusstseinsschichten hinab, um sich mit Wut, Liebeskummer, Nihilismus und schließlich der Möglichkeit von Empathie und dem Loslassen auseinanderzusetzen. Thief haben den Fokus diesmal auf die Schaffung herausragender Songs gelegt – was jedoch keineswegs „Easy Listening“ oder seichte, poppige Klänge bedeutet. Sermons From The Pit ist zweifellos das bisher düsterste und emotional aufgeladenste Werk von Thief.
Geprägt von einer schwierigen Phase voller persönlicher Krisen und Leid, kreist das Album um Themen wie Zusammenbruch, Glauben, Schmerz, Identität, Gewalt und Erneuerung. Leitmotiv ist der unaufhaltsame Abstieg in einen Abgrund, der durch aufeinanderfolgende, sich intensivierende Bewusstseinsschichten führt – von Wut, Trauer, Desillusionierung und Gewalt über spirituelle Sinnsuche bis hin zur befreienden Erfahrung des Loslassens.
Sermons From The Pit erweitert das elektronische Klangspektrum durch eine wuchtige, bewusst übersteuerte Produktion, Trip-Hop-Atmosphären, Jungle- und Drum’n’Bass-Rhythmen, Industrial-Texturen, verfremdete („geglitchte“) Chor-Samples sowie – wie Dylan Neal es nennt – einen „dekonstruierten Black-Metal-Unterstrom“. Erneut kommt dabei das von ihm als „Cathedral Clipping“ bezeichnete Produktionsverfahren zum Einsatz: eine Kombination aus extremer Verzerrung, Clipping, Hall, Feedback und verzerrten Synthesizer-Chören, die eine zugleich kathedralenartige, sakrale und doch beschädigte Atmosphäre erzeugt. Sein einzigartiger Ansatz, musikalische Elemente aus Ambient, Industrial, Chormusik, Black Metal, Trip-Hop und weiteren Einflüssen zu einem neuartigen Klangerlebnis zu verschmelzen, hat Thief längst Kultstatus in eingeweihten Kreisen eingebracht. Während das Studioprojekt bis heute ein reines Solounterfangen geblieben ist, existiert es in einer anderen Ausprägung auch als Live-Formation mit einer vollständigen Bandbesetzung.
Bevor er mit Thief für Aufsehen unter Kennern faszinierender, neuartiger Musik sorgte, spielte Dylan Neal Hackbrett bei der in San Francisco beheimateten Experimental-Black-Metal-Formation Botanist – einer Band, zu der er auch nach seinem freundschaftlichen Ausstieg weiterhin Beiträge leistet.
Mit Sermons From The Pit nimmt Thief das Publikum mit auf eine Reise in die Tiefe – in einen Abgrund aus intensivem emotionalem Schmerz, der sich jedoch als ein Ort voller unerwarteter Schönheit und klanglicher Wunder entpuppt. Und am Ende dieser musikalischen Dunkelheit wartet das Versprechen auf eine hoffnungsvolle Erlösung.
Thief Besetzung
Dylan Neal – Gesang, Gitarre, Bass, Synthesizer, modularer Synthesizer, Schlagzeug, Samples
Thief Live-Besetzung
Dylan Neal – Gesang, Keyboards, Samples, Schlagzeug
Robert Chaing – Schlagzeug
Chris Hackman – Bass
Thief online:
www.facebook.com/thiefsounds
www.instagram.com/thief_sounds


